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Pilzerkrankungen der Haut

Selbstmedikation oder Arztbesuch?

Folgende Symptome stehen bei Hautpilzerkrankungen im Vordergrund:

  • Rötung, ausgehend vom Zentrum der Infektion
  • Schuppung
  • Jucken
  • Brennen
  • Risse in der Haut
  • Bläschenbildung

Bei diesen nicht besonders aussagekräftigen Symptome ist prinzipiell eine Verwechslung mit anderen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis), Neurodermitis oder Ekzemen (juckende, nicht infektiöse Entzündung/Ausschlag der Haut) Ursachen möglich.

Nach einer in der Vorgeschichte erfolgreichen Lokalbehandlung mit Antimykotika oder einer Erstdiagnose durch den Arzt kann der Kunde bei erneuten Beschwerden eine Pilzerkrankung in der Regel gut wiedererkennen und in Selbstmedikation auch richtig behandeln.

Als häufigste Pilzerkrankung findet sich der Fußpilz (Tinea pedis), und zwar in der Form der Interdigitalmykose (auch intertriginöser mazerativer Typ).

Sie ist auf die aufgeweichten (mazerierten) Zehenzwischenräume beschränkt und tritt mit Juckreiz, nur geringer Rötung oder weißlichen Belägen bis hin zu schmerzhaften Einrissen (Rhagaden) auf.

Daneben gibt es den vesiculo-dishydrotischen Typ mit Bläschenbildung an den Fußkanten oder am Fußgewölbe und den hyperkeratotisch-squamösen Typ, der von den Fußsohlen ausgehend über die Fußkanten auf den Fußrücken übergreift und durch eine feine, trockene Schuppung bei gleichzeitig entzündeter und geröteter Haut gekennzeichnet ist.

Der hyperkeratotische Typ neigt zur Chronifizierung, ähnlich hartnäckig gegen Behandlung zeigt sich der vesiculo-dishydrotische Typ. Diese beiden Formen sind wegen der erforderlichen längeren Behandlung und der damit nicht mehr gegebenen kurzfristigen Selbstkontrolle des Behandlungserfolgs für eine Selbstmedikation weniger geeignet. Eine exakte ärztliche Diagnostik wäre bei Symptomen außerhalb der Zehenzwischenräume also anzuraten, auch weil gegebenenfalls eine systemische Antipilztherapie erforderlich ist.

Aus denselben Gründen sind andere Pilzerkrankungen der Haut nicht für die Therapie im  Selbstversuch geeignet. Die in diesen Fällen erforderliche längere Therapiedauer sollte auf der Basis einer dermatologischen Diagnostik erfolgen. Schließlich können die oben genannten Symptome auch bei anderen Hautkrankheiten auftreten.

Die Symptome des "normalen" interdigitalen Fußpilzes sind nach ein, spätestens zwei Wochen verschwunden.

Ist dies nicht gegeben, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

In jedem Fall gilt:
Auch ein relativ harmloser Fußpilz kann sich auf andere Bereiche des Fußes inclusive der Nägel ausbreiten.
Auch eine Tinea manuum ("Handpilz") entsteht am häufigsten durch Kontakt mit den eigenen pilzinfizierten Füßen.
Insbesondere Diabetiker oder Personen mit eingeschränkter Abwehrlage sollten wissen, dass ein Fußpilz das Risiko deutlich erhöht, eine bakterielle Hauterkrankung am Unterschenkel (ein Erysipel = Wundrose) zu erleiden, welche häufig im Krankenhaus behandelt werden muss.

Siehe auch die oben genannten Expertenseiten.

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Fragen an den Kunden

"Wo genau treten die Symptome auf:
Zwischen den Zehen - typischerweise zuerst im engsten, nämlich dem dritten und vierten Zehenzwischenraum?
Oder ist die Fußkante oder die Fußsohle mit betroffen?"

"Hatten Sie die Beschwerden oder Anzeichen schon früher einmal?
Was haben Sie unternommen?
Hat die Behandlung gewirkt?"

"Steht eher ein Jucken oder ein Brennen im Vordergrund der Beschwerden, gibt es Einrisse oder Schmerzen?"

Über Hautpilzerkrankungen möchten die meisten Personen ungern öffentlich sprechen. Eine Pilzinfektion gilt einfach als peinlich. Wie wäre es, wenn wir die einfache Fußpilzerkrankung als "Sportlerfuß" bezeichnen?

Es erweist sich als günstig, (ausnahmsweise) keine offenen W-Fragen zu stellen.
Fragen Sie konkret und stellen Sie geschlossene Fragen, die der Kunde mit einem knappen Ja oder Nein beantworten kann.

"Ist die Rötung/der Juckreiz auf den Bereich zwischen den Zehen beschränkt?"
"Ist die Fußsohle/die Fußkante betroffen?"
"Haben sich Bläschen gebildet?"

Bei Scheidenpilz:
"Hat der Arzt früher schon einmal eine entsprechende Diagnose gestellt?"
"Steht Juckreiz im Vordergrund?"
"Stellen Sie Ausfluss mit einem unangenehmen Geruch fest?" (Dies deutet auf eine andere als eine  Pilzinfektionen hin.)

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Eingesetzte Arzneistoffe

Es stehen für die lokale Anwendung ohne Rezept insbesondere Arzneistoffe aus der Gruppe der Azole und der Allylamine (Endung -fin) zur Verfügung.

Die Stoffe besitzen eine vergleichbare Wirksamkeit, sie unterscheiden sich jedoch in der Anwendungshäufigkeit pro Tag und der empfohlenen Mindestdauer der Anwendung.

Bifonazol
Es wird einmal täglich angewandt. Für Tinea-Erkankungen müssen die Präparate mindestens 3 Wochen lang angewandt werden.

Clotrimazol
Es muss zwei- bis dreimal täglich über 4 Wochen angewandt werden.

Weitere Azole wie Econazol, Fenticonazol, Ketoconazol usw.

Terbinafin
Anwendung einmal täglich, bei einer reinen Interdigitalmykose genügt eine einwöchige Anwendungsdauer.

Präparate zur Einmaltherapie werden zwischen den Zehen, darunter und darüber auf der Fußsohle und am Fußrand aufgetragen, nach 2 Minuten bleibt ein farbloser, wasserfester Film auf der Haut zurück. Es werden immer beide Füße behandelt

Naftifin
Täglich einmal über 3 Wochen lang anzuwenden.

Der Streit um die Anwendungshäufigkeit und -dauer:

Eine nur einmal tägliche Anwendung, am besten abends, dürfte unbestritten die optimale Lösung sein.

Über die nötige Anwendungsdauer ist eine (Marketing-)Debatte ausgebrochen.

Fest steht:

Eine möglichst kurze und seltene Anwendung erhöht die Therapietreue.
Bei ungefähr jedem zweiten Fußpilzkunden sind neben den Interdigitalräumen auch andere Hautbereiche betroffen. Für solche Fälle gilt grundsätzlich die einwöchige Behandlungsdauer nicht. Sie sind also "gründlicher" versorgt mit einem Bifonazol-Präparat.

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Auswahl der Darreichungsform

Ein Gel besitzt kühlende Eigenschaften, die bei Juckreiz als angenehm empfunden werden.

Eine Creme besitzt pflegende und weniger irritierende Eigenschaften. Sie ist geeigneter, wenn schmerzhafte Einrisse oder eine starke Rötung im Vordergrund stehen.

Ein Spray eignet sich für (ältere) Personen, die ihre Zehen nicht mehr so leicht erreichen. Allerdings kann der enthaltene Alkohol die Haut reizen.

 

 

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Allgemeine Hinweise

  • Erkrankte Hautstellen täglich mit einem Syndet waschen und besonderen Wert auf  intensives Abtrocknen mit einem frischen Handtuch legen.
  • Möglicherweise infizierte Wäsche wie Strümpfe und Handtücher bei mindestens 60 Grad waschen, eventuell Wäschedesinfektion verwenden.
  • Nirgends barfuss laufen, sondern Badeschlappen verwenden: dies minimiert sowohl die eigene Wiederansteckungsgefahr als auch die Ansteckung anderer.
  • Regelmäßig überschüssige Hornhaut entfernen, das verhindert ein Eindringen des Pilzes an  gefährdeten Stellen wie Einrissen in der Hornhaut.

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Expertenseite: "Einteilung der Pilze und ihrer Erkrankungen"

Pilze bilden neben den Pflanzen und den Tieren ein eigenständiges Reich in der Systematik der Lebewesen. Sie sind auf organische Nahrung angewiesen und leben deshalb als Saprophyt von abgestorbenem organischem Material oder als Parasit, der sich auf Kosten seines Wirtes ernährt. Als Nahrung für die Pilze kommt in erster Linie das Keratin der Hautzellen bei Dermatophyten oder bei Hefen das Glykogen aus dem wässrigen Milieu der Schleimhäute in Betracht.

Nur wenige Pilzarten befallen den Menschen, wobei es ohne Vorerkrankung beim Patienten zwar nie zu bedrohlichen Zuständen kommt, allerdings auch nicht zu einer Abheilung.

Einteilung nach Erreger

Die humanmedizinisch wichtigen Pilze teilt man in drei Gruppen ein (das sogenannte DHS-System):

  • Dermatophyten mit Trichophyton- und seltener Microsporium-Arten
  • Hefen oder Sprosspilze mit den verschiedenen Candida-Arten, seltener Pityrosprium (=Malassezia)
  • Schimmelpilze
    Die Schimmelpilze besiedeln den Menschen nur in Ausnahmefällen mit chronisch geschwächter Immunlage; meist ist dann der Atemtrakt befallen.

Die häufigste Hefe im und am Menschen ist Candida albicans; die verursachte Erkrankung bezeichnet man als Candidose oder Soor. Hefen bevorzugen warme und feuchte Stellen wie z.B. die Schleimhäute des Mundes bzw. des Verdauungstraktes, die Scheide, den Genitalbereich oder andere intertriginöse ("wo Haut aneinander reibt") Stellen.

Dermatophyten sind Spezialisten in der Nutzung von Hornhaut. Deshalb besiedeln sie nur die Haut oder die Nägel, manchmal die Haare oder auch die Schleimhaut. Dermatophyten bevorzugen ebenfalls eine feuchte Umgebung, im Allgemeinen lieben sie Temperaturen etwas unterhalb der Körperkerntemperatur, so wie sie an der Epidermis insbesondere an Fingern oder Zehen anzutreffen ist.

Einteilung nach Erkrankung

Die durch Dermatophyten hervor gerufenen Erkrankungen teilt man der Einfachheit halber nach Region ein. Als Erreger kommen meist Trichophyton-Arten, eventuell auch Microsporum in Betracht:

  • Tinea pedis: Fußpilz
  • Tinea unguium: Nagelpilz
  • Tinea corporis: Pilz auf dem Körper
  • Tinea capitis: Pilz auf dem Kopf

Als Pityriasis werden Erkrankungen bezeichnet, die zum seborrhoischen Formenkreis gehören, bei denen also relativ viel Hautfett produziert wird. Die Pityriasis- oder Kleie-Erkrankungen sind durch die Bildung kleieförmiger Schuppen gekennzeichnet. Der Infektion mit dem Pilz - oder besser gesagt der Hefe - Malassezia furfur (identisch mit Pityrosprium ovale) wird dabei eine ursächliche Rolle zugeschrieben (siehe Kopfschuppen).

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Expertenseite: "Vaginale Mykosen/ Scheidenpilz"

Symptome:

  • Juckreiz, eventuell Brennen im Bereich der Vulva und des Scheideneingangs
  • weißer bis gelblicher, geruchloser Ausfluss
  • Rötung des betroffenen Bereichs

Typische Symptome anderer Infektionen der Scheide sind bei bakterieller Vaginose:

  • Ausfluss mit Fischgeruch, Juckreiz
  • bei Trichonomaden (eher selten): schleimiger, grüngelber Ausfluss mit fauligem Geruch
  • bei genitalen Herpesinfektionen: Schmerzen, Ausfluss und Bildung von Herpesbläschen, eventuell verbunden mit grippeähnlichen Symptomen

Selbstmedikation bei Vaginalmykosen
Bei 80 % der Frauen, die einmal von einer Candidose der Scheide betroffen waren, tritt der Scheidenpilz später immer wieder auf. Nachdem die Symptome typisch sind, ist die Wiedererkennung relativ leicht und die betroffenen Frauen können recht gut entscheiden, ob es sich um die gleiche Infektion handelt.

Deshalb ist die Selbstmedikation mit Clotrimazol-haltigen Präparaten unter folgenden Bedingungen möglich:

Es handelt sich um eine rezidivierende Vaginalmykose: das heißt, die Patientin war bei der Erstinfektion beim Arzt und die entsprechende Diagnose wurde dabei gestellt.
Es sind Arzneiformen zur vaginalen Einmalbehandlung oder für eine Drei-Tage-Therapie freigegeben.

Von einer Selbstbehandlung sind ausgeschlossen:

  • Frauen, bei denen die Infektion häufiger als vier- bis fünfmal im Jahr auftritt; hier sollte der Arzt nach einer zu Grunde liegenden Erkrankung suchen
  • Frauen unter 18 Jahren
  • Schwangere

Folgende Informationen sind wichtig:

Vaginaltabletten oder Vaginalcreme sind gleich wirksam. Das persönliche Empfinden und der Feuchtigkeitszustand der Scheide sind die Auswahlkriterien.

Eine (höher dosierte) Einmaltherapie ist bei einer Candida-Infektion ebenso wirksam wie eine Drei-Tage-Therapie. In jedem Fall dauert es bis zum Verschwinden der Symptome drei bis vier Tage. Manche finden es (angeblich) beruhigender, wenn die Symptomfreiheit mit dem Ende der Therapie zusammenfällt.

Falls die Beschwerden nach vier Tagen noch weiter bestehen, sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden, um nicht Infektionen mit anderen Erregern zu verschleppen oder andere Ursachen zu übersehen.

Anwendungshinweis:
Die Präparate werden am besten abends vor dem Schlafengehen angewandt. Der Arzneistoff kann sich im Liegen am besten verteilen und verbleibt auf diese Weise am längsten vor Ort.

Der Erreger

Vaginalmykosen werden in über 90 bis 95 % der Fälle von Hefen, in überwältigender Mehrzahl von Candida albicans hervor gerufen.

Die Hefepilze gehören sozusagen zur normalen Ausstattung der Schleimhäute, bei fast jedem Zweiten findet sich Candida in der Mundhöhle, bei jedem Zehnten im Genitalbereich.

Bei einer Erkrankung dürften Änderungen im äußeren Milieu der Hefepilze die Auslöser sein, z.B. eine Änderung des pH-Wertes vom Sauren in Richtung alkalisch, ein erhöhtes Angebot an Nährstoffen wie Glykogen, eine Störung des Gleichgewichts der normalen Schleimhautflora oder eine Beeinträchtigung der örtlichen Immunabwehr.

Als konkrete Auslöser werden diskutiert:

  • Diabetes mellitus
  • Therapie mit Arzneimitteln wie Antibiotika
  • erbliche Veranlagung
  • Veränderungen des hormonellen Milieus, wie sie während der Schwangerschaft oder bei älteren, relativ hoch dosierten oralen Kontrazeptiva vorkommen.

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Expertenseite: "Nagelpilz"

Die Erreger sind meist Dermatophyten, seltener Sprosspilze (Hefen).

Die chronische, langsam die Nagelplatte zerstörende Infektion besitzt keinerlei  Selbstheilungstendenz. Sie ist eventuell Ausgangspunkt für weitere Mykoseherde am Körper.

Verwechslungen können mit Nagelpsoriasis, Verletzungen des Nagels oder einer Nagelflechte (Lichen) auftreten.

Der Dermatologe unterscheidet verschiedene Formen, vor allem um zu entscheiden, ob eine Lokaltherapie ausreichend sein könnte oder ob von Beginn mit einem systemischen Antimykotikum therapiert werden muss. Dabei beurteilt er, von welcher Seite die Infektion auf den Nagel übergreift, ob die Nagelwälle mit betroffen sind, ob sich die Infektion unterhalb des Nagels ausbreitet oder ob sich die Pilze in den oberen Schichten des Nagels aufhalten.

Nur wenn es sich um eine oberflächliche Infektion handelt, die weniger als 70 % des Nagels betrifft, hat eine Lokaltherapie Aussicht auf Erfolg.
 
Das Ziel der Behandlung ist in jedem Fall die Pilzfreiheit und damit ein möglichst geringes Rezidivrisiko. Häufig finden sich bei Nagelpilzerkrankungen luftgefüllte Hohlräume, in denen Pilsporen ruhen, die nicht durch Antimykotika angreifbar sind (da sie keine Zellwände aufbauen).

In der Folge finden sich hohe Rückfallquoten insbesondere bei nicht ausreichend langer Therapie.

Die Lokalbehandlung ist mit Lackpräparaten sinnvoll, eventuell auch mit einer systemischen Behandlung kombiniert.

Eventuell wird als adjuvante Maßnahme der Nagel durch Aufweichen entfernt, beispielsweise mit Kaliumiodid 35 % oder Harnstoff 20 bis 30 % in Salbengrundlage.

Auch ein Anfräsen des Nagels wird praktiziert. Der Nagel wird heutzutage jedenfalls nicht mehr chirurgisch gezogen - vor diesen Schmerzen und der folgenden Arbeitsunfähigkeit muss sich niemand fürchten.

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Expertenseite "Windeldermatitis"

Die Abwehrkräfte der Säuglingshaut sind noch nicht voll ausgeprägt, es fehlt schon an der Dicke und der mechanischen Widerstandkraft. Darüber hinaus entsteht unter Windeln ein Feuchtigkeits- und Wärmestau, der pH-Wert steigt wegen der Zersetzung des Urin-Harnstoffs zu Ammoniak und die dauernde Reibung zwischen den Hautflächen trägt ebenfalls zur Schwächung der Oberhaut bei. In der Folge entsteht häufig eine Entzündung der Haut, eben eine Dermatitis.

Diese Entzündung kann physikalisch und/oder erregerbedingt sein. In Frage kommt dabei in erster Linie die Hefe Candida albicans. In selteneren Fällen liegt auch eine andere Hauterkrankung wie z.B. eine Schuppenflechte zu Grunde.

Als wichtigste Maßnahmen gelten:

  • Den Feuchtigkeitsstau bekämpfen: dazu tragen auch Zinkoxid-Präparate wie Zinköl oder Zinkpasten bei; aber Vorsicht: keine Krusten entstehen lassen!
  • Die Hefe bekämpfen, mit einem möglichst nicht durch die Haut resorbierbaren Arzneistoff wie dem Nystatin; der Einsatz eines Antimykotikums ist auch dadurch gerechtfertigt, weil eine Candida-Mykose auch leicht auf den Mundbereich als Mundsoor übertragen wird, die in jedem Fall ärztlich behandelt werden muss.

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Expertenseite: "Kopfschuppen"

Es ist vollkommen normal, wenn die Haut abgestorbene Zellen abstößt. Allerdings treten Zustände auf, bei denen sich unphysiologisch viele Zellen abschilfern und zu ungewohnt vielen Schuppen, das sind Zellhaufen mit mehr als 500 Zellen, führen.

Die über das übliche Maß hinaus gehende Schuppung gehört zu den seborrhoischen Dermatosen. Als Ursache kommt in erster Linie eine Infektion mit  der Hefe Pityrosporon ovale in Betracht.

Es gibt allerdings auch andere Ursachen für eine vermehrte Bildung von Kopfschuppen: Psoriasis vulgaris, atopisches Ekzem, allergische Kontaktekzeme oder eine Tinea capitis.

Ein Therapieversuch mit antimykotischen Shampoos ist durchaus empfehlenswert. Sie enthalten  Ketoconazol oder Cotrimazol.

Dem Dermatologen sollten teerhaltige oder Mittel mit Selendisulfid vorbehalten bleiben.

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