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Sodbrennen
Symptome und Beschwerden
Der Kunde interpretiert folgende Beschwerden als Sodbrennen:
- Saures Aufstoßen, insbesondere nach üppigen Mahlzeiten oder auch nachts
- Brennender Schmerz hinter dem Brustbein, der bis zum Rachen aufsteigen kann
Allerdings treten eventuell weitere Symptome auf, die auf eine ernstere Erkrankung schließen lassen. Solche Beschwerden müssen unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden.
Sodbrennen ist eine echte Volkskrankheit: Rund die Hälfte der Bevölkerung hat mindestens einmal im Monat Sodbrennen, davon ist jedoch nur jeder Zehnte in ärztlicher Behandlung!
Ursachen
Saurer Mageninhalt fließt in die Speiseröhre zurück (Reflux).
Die Schleimhaut der Speiseröhre ist allerdings nicht wie die des Magens gegen den sauren Mageninhalt geschützt, sie reagiert empfindlich, wird gereizt und entzündet sich möglicherweise.
Patienten mit Sodbrennen leiden an einem schwachen Schließmuskel am Mageneingang (Kardiainsuffizienz). Daneben können auch die Transportfunktion (Motilität) der Speiseröhre und die Magenentleerung gestört sein.
Alles was den Druck im Magen erhöht begünstigt den Reflux, also z.B. Bücken oder flaches Liegen, aber auch übermäßig viel Nahrung im Magen.
Es gibt Stoffe und Situationen, welche die Muskelspannung des Schließmuskels herab setzen und damit den Reflux begünstigen. Dazu gehören Alkohol und Nikotin, Stress und Hektik.
Arzneimittel und Sodbrennen:
Ebenso können einige Arzneistoffe den Tonus des Speiseröhrenschließmuskels herab setzen, dazu zählen Calciumantagonisten, Nitrate, Theophyllin und die große Gruppe der anticholinerg wirkenden Stoffe, wie z.B. tricyclische Antidepressiva, aber auch Spasmolytika wie Butylscopolamin, die häufig bei Spasmen im Verdauungstrakt eingesetzt werden.
Einige Arzneimittel wie Doxycyclin und Bisphosphonate können direkt die Speisröhre schädigen, wenn sie nicht mit ausreichend Wasser eingenommen wurden!
Bei säurebedingten Magenbeschwerden ist auch immer die Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAID) abzuklären.
Sodbrennen und Schwangerschaft:
Über die Hälfte aller Schwangeren leidet an Sodbrennen oder saurem Aufstoßen, insbesondere gegen Ende der Schwangerschaft, wenn das größer werdende Baby immer mehr Druck auf die Magengegend der Mutter ausübt. Eine Selbstbehandlung mit einem Antazidum ist während der Schwangerschaft möglich (siehe Expertenseite Antazida).
Mögliche Folgen
Die übermäßige Säurebelastung kann zu einer Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis) führen, worauf sich die Schleimhaut der Speiseröhre möglicherweise weiter verändert:
Bei einer peptischen Stenose ist die untere Speiseröhre narbig verengt, wodurch sich der Speisebrei nur schwer in den Magen entleert. Es kommt zu Schluckbeschwerden (Dysphagie) und zum Zurückfließen des Speisebreis in den Mund (Regurgitation).
Bei einem so genannten "Barrett-Ösophagus" findet man typisch veränderte Zellen in der Schleimhaut der Speiseröhre.
Dies gilt als Vorstufe für Speiseröhrenkrebs (ein Adenokarzinom).
Für die Abschätzung des Risikos gilt in erster Näherung die Zehnerregel:
- Jeder 10. Patient mit (chronischem) Sodbrennen hat eine Speiseröhrenentzündung
- Jeder 10. Patient mit Speiseröhrenentzündung hat einen Barrett-Ösophagus
- Aus jedem 10. Barrett-Ösophagus entwickelt sich ein Karzinom
Adenokarzinom
Die Endung "-om" kennzeichnet einen Tumor oder Geschwulst.
Tumore werden nach ihrem "Muttergewebe" und nach Gut- oder Bösartigkeit bezeichnet:
Bösartige Tumore, die vom Epithelgewebe (oberste Hautschicht, z.B. in Form von Schleimhaut) ausgehen, heißen Karzinome.
Ein Adenokarzinom geht von Drüsengewebe aus.
Ein Adenom geht auch von Drüsengewebe aus, ist jedoch gutartig.
Wann zum Arzt?
Finden sich neben den Kernbeschwerden Sodbrennen und saurem Aufstoßen noch folgende Begleitsymptome, dann sollte der Arzt aufgesucht werden:
- Druck oder Schmerzen in der Magengrube/im Oberbauch
- Völlegefühl
- Leistungsabfall
- unbeabsichtigter Gewichtsverlust
- Schluckstörungen oder Schmerzen beim Schlucken
- Hinweise auf Blutungen
Ein Arztbesuch sollte zur Abklärung der Beschwerden auch dann empfohlen werden, wenn der Kunde schon früher einmal an einem Magen-Darm-Geschwür oder einer Entzündung der Speiseröhre erkrankt war.
Bestehen die Beschwerden ohne Unterbrechung bereits über längere Zeit oder hat der Kunde bereits erfolglos Medikamente gegen Sodbrennen eingenommen, dann ist ebenfalls ein Arztbesuch zu raten. Zur Überbückung ist jedoch für ein paar Tage ein Selbstmedikationsversuch möglich - mit einem gut ausgewählten und nach den Vorgaben angewandtem Selbstmedikationsarzneimittel.
Kunden, die häufiger an Sodbrennen leiden, insbesondere solche über 45 oder 50 Jahre, sollten sich dem Arzt anvertrauen. Er wird eventuell eine weitere diagnostische Abklärung, z.B. eine Magenspiegelung vorschlagen.
Sehr plötzlich und stark auftretende Schmerzen können auf einen Herzinfarkt hinweisen; umgekehrt sind für eine Vielzahl von Klinik-Einweisungen mit dem Verdacht auf Herzinfarkt "nur" Beschwerden des Verdauungstrakts verantwortlich.
Reflux bei Kindern ist ungewöhnlich; Kinder sollten daher vom Arzt untersucht werden.
Therapeutische Ziele
Die Behandlung von Sodbrennen verfolgt folgende Ziele:
Beschwerdefreiheit: Patienten mit Sodbrennen oder mit Refluxkrankheit erleben eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität. Die dadurch bedingten Fehlzeiten im Beruf kann eine konsequente Behandlung verringern.
Die Schonung der Speiseröhrenschleimhaut bzw. ihr Schutz vor saurem Magensaft und damit die Prophylaxe von Langzeitschäden: Die Speiseröhre sollte möglichst kurze Zeit mit Magensaft saurer als pH 4 in Kontakt kommen.
Die Reduktion des Säuregehalts des Magens (durch Antazida und H2-Antagonisten).
Die Förderung einer schnelleren Entleerung des Magens (durch Prokinetika).
Eine Abdichtung des oberen Verschlusses des Magens in Richtung Speiseröhre bzw. die Auskleidung der Speiseröhre durch schleimartige Stoffe (z.B. Alginsäure).
Eingesetzte Arzneistoffe
Für die Selbstmedikation können folgende Arzneistoffgruppen empfohlen werden:
Antazida
Sie neutralisieren - ev. bereits beim Schlucken - die (aufgestiegene) Magensäure;
ihre Wirkung setzt praktisch sofort oder nach wenigen (innerhalb 5) Minuten ein,
sie hält oft nur 1 Stunde an - damit ist immer wieder eine erneute Einnahme nötig.
H2-Antagonisten
Famotidin und Ranitidin blockieren die H2-Rezeptoren des Magens, welche für die Salzsäureproduktion sorgen (Histamin stimuliert über die H2-Rezeptoren die Belegzellen des Magens zur Säureproduktion).
Durch ihren Einsatz steigt der pH-Wert auf 3 bis 4 an, die Wirkung tritt nach ungefähr 30 Minuten ein und hält bis zu 12 Stunden an.
Pflanzliche Stoffe
Sie sollen die Entleerung des sauren Mageninhalts beschleunigen (Prokinetika).
Rezeptfreie Prokinetika sind ausschließlich pflanzliche Stoffe.
Auswahl der Arzneistoffe und der Darreichungsform
Für die Auswahl eines konkreten Präparats sind folgende Überlegungen bedeutsam:
- Soll die Wirkung besonders schnell eintreten?
- Soll die Wirkung möglichst lange anhalten?
- Sind Gegenanzeigen zu beachten, sollen bestimmte Nebenwirkungen unbedingt vermieden werden?
Antazida:
Magnesiumhydroxid und Calciumcarbonat neutralisieren sehr schnell, allerdings hält die Wirkung nicht sehr lange an.
Aluminiumhydroxid reagiert langsamer, dafür länger anhaltend.
Aluminiumionen besitzen ferner eindeutig einen die Schleimhaut schützenden Effekt.
Kombinationen aus den entsprechenden Magnesium- und Aluminiumsalzen sind daher sinnvoll.
Schichtgitter-Antazida wie Hydrotalcit und Magaldrat enthalten vor allem säureneutralisierende Hydroxide, die an Magnesium- und Aluminiumionen gebunden vorliegen. Ihre Wirkung setzt rasch ein und hält lange an.
Antazida wirken bereits sehr schnell nach 5 Minuten. Spätestens nach 2 bis 3 Stunden ist ihre Neutralisationskapazität erschöpft.
H2-Blocker:
Famotidin und Ranitidin gelangen über den Blutweg an ihren Wirkort, weshalb
ihre Wirkung erst nach einer halben bis einer Stunde einsetzt, dafür aber bis zu 12 Stunden, also während der ganzen Nacht anhält.
Mögliche Risiken
Allgemein gilt:
Bei Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten mit mineralstoffhaltigen Nahrungs- und Arzneimitteln, also auch mit Antazida, da die eventuell ins Blut aufgenommenen Ionen nicht mehr vollständig ausgeschieden werden können.
Aluminium: wirkt im Darm stopfend; Aluminium wird zu etwa 1 % resorbiert, seine Resorption ist unerwünscht; allerdings scheiden gesunde Nieren das aufgenommene Aluminium rasch wieder aus. Bei Verdacht auf Osteoporose sollte man aluminiumhaltige Antazida vermeiden.
Calcium: nicht anwenden bei Hypercalzämie.
Magnesium: kann stuhlerweichend bis abführend wirken.
Das natriumhaltige Natriumhydrogencarbonat oder Natron sollte man nicht mehr empfehlen. Neben der meist unerwünschten Natrium-Belastung des Körpers ist daran zu denken, dass dieser Arzneistoff sehr schnell Kohlendioxid im Magen frei setzt, was zu Blähungen und Aufstoßen führt.
Mögliche Wechselwirkungen vermeiden: zwischen der Einnahme von Antazida und anderen AM sollen möglichst 2 Stunden liegen.
Kinder: Von einer Selbstmedikation bei Kindern ist bei diesem Anwendungsgebiet allgemein abzuraten.
Schwangerschaft und Stillzeit: Famotidin und Ranitidin können in die Muttermilch übergehen und beim Kind die Magensäure vermindern. Beide Arzneistoffe sind im Rahmen der Selbstmedikation für Schwangere nicht geeignet.
Anwendung der Arzneimittel - Einnahmeempfehlungen
Antazida:
Die Arzneimittel sollen bei Bedarf etwa 1 - 2 Stunden nach den Mahlzeiten eingenommen werden, meist wird als Einzeldosis 1-2 Tabletten bzw. Beutel empfohlen.´
Ferner vor dem Schlafengehen, eventuell zu diesem Zeitpunkt eine doppelte Dosis (wenn die Beschwerden vor allem nachts auftreten).
Es ergeben sich pro Tag 3 - 5 Einzeldosen, also rechnerisch beispielsweise 3 - 10 Tabletten.
Tabletten sollen möglichst klein zerkaut oder gelutscht werden.
Fein verteilte Arzneistoffe kleiden die Speiseröhre aus und kommen im Magen schneller zur Wirkung.
Hier spielt auch der Geschmack des Präparats eine wichtige Rolle!
Also: Antazida nicht zum oder vor dem Essen und nicht prophylaktisch einnehmen!
H2-Blocker:
Einnahme 1 x täglich abends, eventuell morgens und abends jeweils 1 Tablette;
Also maximal 2 x 10 mg Famotidin oder 2 x 75 mg Ranitidin über maximal 2 Wochen.
Bestehen die Beschwerden unabhängig von der Anwendung säurereduzierender Arzneimittel mehr als 3 Tage weiter, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Zusatz- und Komplettverkäufe
Wecken Sie die Neugier:
Wenn der Kunde immer wieder an Sodbrennen leidet, kann man ihm unterschiedliche Präparate anbieten, damit der Kunde das für ihn wirksamste und verträglichste ausprobiert.
Bieten Sie einen Rundum-Schutz an:
Ein Antazidum wirkt sehr schnell, die Wirkung eines H2-Antagonisten hält länger an.
Daher kann man dem Kunden die Kombination beider Wirkprinzipien, also zwei verschiedene Präparate vorschlagen:
- ein schnell wirkendes Antazidum für zwischendurch am Tag,
- einen länger anhaltenden H2-Antagonisten für die Nacht.
Merke:
Die dauerhafte und vollständige Schonung der empfindlichen Schleimhaut der Speiseröhre ist oberstes Gebot jeder Therapie.
Bieten Sie zusätzliche Vorsorge mit einem pflanzlichen Mittel:
Darüber hinaus kann ein pflanzliches verdauungsförderndes Präparat als Prophylaktikum empfohlen werden; es "kurbelt die Verdauung an" bzw. fördert die Magenmotilität und sorgt dafür, dass der saure Speisebrei schneller weiter transportiert wird, damit es erst gar nicht zu einem Rückfluss und zu Sodbrennen kommen kann.
Denken Sie auch an Verdauungstees, z.B. mit Kamille, Melisse, Pfefferminze (Pfefferminze soll allerdings den Schließmuskeltonus herab setzen!)
An Luft im Magen und Blähungen denken
Viele Sodbrennen-Patienten entwickeln die nervöse Angewohnheit, reflektorisch sehr oft zu schlucken, wobei sie auch Luft in den Magen befördern; in der Folge erniedrigt Aufstoßen den Druck im Magen, welches aber wieder sauren Mageninhalt in die Speiseröhre befördert; bei saurem Aufstoßen und Blähungen als Begleitsymptom sollten zusätzlich Entschäumer mit angeboten werden.
Ein Mittel zur Entspannung?
Die Klage über Anspannung und Stress kann den Aufhänger abgeben für das Zusatzangebot eines Baldrianpräparats, welches - über einen ausreichend langen Zeitraum eingenommen - stabilisierend und entspannend auf die Psyche wirkt.
Vielleicht wäre auch ein Beruhigungstee angebracht - vorausgesetzt, der Kunde nimmt das (beruhigende) Ritual an, zwei- bis dreimal täglich eine Tasse in Ruhe zu bereiten und ungestört zu trinken.
Expertenseite: "Warum zum Arzt?"
An welche ernsten Erkrankungen gedacht werden muss:
Geschwüre des Magens, eventuell des Zwölffingerdarms (Ulcus ventriculi bzw. duodeni) mit dem Risiko einer gefährlichen Blutung
Chronische Entzündung der Magenschleimhaut (chronische Gastritis)
Entzündung der Speiseröhre (mehr oder weniger weit fort geschritten)
Geschwulsterkrankungen des Verdauungstrakts und ihre Vorstufen
Schluckbeschwerden, die länger als 2 Wochen anhalten, sollten zunächst immer als Frühsymptom einer ernsten Erkrankung angesehen werden!
Eventuell schlecht lokalisierbare, von anderen Organen wie dem Herzen hinter das Brustbein (retrosternal) ausstrahlende Schmerzen (Angina pectoris? Herzinfarkt?)
Expertenseite: "Antazida"
Eine möglichst hohe Neutralisationskapazität war gefordert, als zur Ulcusabheilung und -prophylaxe nur Antazida zu Verfügung standen.
Die Carbonate und Hydroxide neutralisieren viele Protonen, während Silikate weniger und Aluminiumphosphat sehr wenige neutralisieren.
Für die Selbstmedikation bei weniger gravierenden Beschwerden dürfte die Neutralisationskapazität keine zentrale Rolle spielen.
Den mehrwertigen Kationen wie Calcium und Magnesium, insbesondere aber dem Aluminium werden schleimhautschützende Eigenschaften nachgesagt.
Es ist strittig, ob der sogenannte Säure-Rebound eine klinische Bedeutung besitzt und ob er bei den sehr schnell wirkenden Carbonaten wirklich häufiger auftritt. Unter Säure-Rebound versteht man, dass der Magen nach einer Neutralisation als Gegenregulation vermehrt Säure ausschüttet.
Auch über die Löslichkeit von Kationen im schwach alkalischen Darm und damit ihre Resorptionsquote lässt sich diskutieren:
Das in allen pH-Bereichen leicht lösliche Natrium wird vollständig resorbiert - dies ist allerdings unerwünscht.
Magnesium und Calcium werden teilweise resorbiert - dies muss man jedoch beim Gesunden nicht negativ bewerten, man supplementiert sozusagen nebenbei wertvolle Kationen.
Aluminium möchte man dem Körper überhaupt nicht zuführen, es wird zwar bis zu 1 Prozent resorbiert, vom Nierengesunden jedoch sofort wieder ausgeschieden.
Aus diesem Grund könnten aluminiumhaltige Antazida in der Schwangerschaft zum Problem werden. Gegen einen kurzfristigen Einsatz ist auch "unter anderen Umständen" nichts einzuwenden.
Expertenseite: "H2-Blocker"
Die sogenannten H2-Antagonisten waren vor den Protonenpumpenhemmern (alle verschreibungspflichtig) die ersten Arzneistoffe, die über den Blutweg auf pharmakologische Art die Produktion von Salzsäure im Magen verminderten.
Sie wirken insgesamt schwächer als die Protonenpumpenhemmer, was ein Grund für die Entlassung aus der Verschreibungspflicht von niedrig dosierten Formen von Famotidin (10 mg) und Ranitidin (75 mg) war. Eine länger dauernde, all zu intensive Blockierung der Säureproduktion kann zu Problemen führen; beispielsweise wird der gegen Infektionen nützliche Säureschutz aufgehoben.
Verschreibungsfrei sind Arzneimittel mit den Anwendungsgebieten "Magenübersäuerung und Sodbrennen" für Personen über 16 Jahre, einer maximalen Therapiedauer von 14 Tagen und höchstens 140 mg Famotidin bzw. 1050 mg Ranitidin pro Packung, das entspräche 14 Tabletten.
Expertenseite: "pflanzliche Stoffe"
Das Hauptanwendungsgebiet der pflanzlichen Arzneimittel sind die "dyspeptischen Beschwerden", die nicht auf die Speiseröhre beschränkt sind. Allerdings zählen die Symptome Aufstoßen und Magendruck zu den dabei erfassten.
Im Idealfall beschleunigen pflanzliche Arzneistoffe bei Sodbrennen die Magenentleerung, verringern damit den Druck im Magen und auch den Reflux.
Häufig eingesetzt werden:
Artischocke, Boldoblätter, Enzianwurzel, Gelbwurzel, Schöllkraut,
ferner Kamille als mildes Antiphlogistikum und Spasmolytikum u.a.