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Schneeglöckchen – Vorfrühlingsbote mit neurologischer Wirkung

Wenn sich die nickenden weißen Blüten und die schmalen, blaugrünen Blätter durch die Schneedecke schieben, ist das ein willkommener Vorbote des Frühlings. Das in feuchten Wäldern wild und vor allem als Vorgartenbewohner anzutreffende Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) verträgt auch Frost. In seiner Zwiebel enthält das unter Schutz stehende Amaryllisgewächs ein pharmakologisch sehr wirksames Alkaloid: das Galantamin. Es wurde zunächst bei neuromuskulären Erkrankungen eingesetzt. Heute spielt isoliertes Galantamin eine wichtige Rolle als Cholinesterasehemmer in der Alzheimer-Therapie.
Quellen: E. van Wyk, C. Wink, M. Wink: Handbuch der Arzneipflanzen, WVG 2004; M. Spohn, D. Aichele: Was blüht denn da?, Franckh-Kosmos 2010; www.apotheken.de / Foto: Fotolia © Anette Linnea Rasmus
Waldrebe – winterliche Wuschelköpfe

Wie Wuschelköpfe sehen die Früchte dieses Kletterstrauchs mit ihren langen Griffelhaaren aus. Sie reifen erst im Winter voll aus und bilden an Waldrändern einen weithin sichtbaren Schmuck. Die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) klettert bis zu 10 Meter hoch in die Baumwipfel empor. Der Saft dieser verholzenden Liane aus der Familie der Hahnenfußgewächse enthält das Toxin Protoanemonin, das die Haut stark reizt.
Quellen: Was blüht denn da? Franckh-Kosmos 2010; Der Kosmos Pflanzenführer, Franck-Kosmos 2006 / Foto: Weber-Fina
Typisch Frau – typisch Mann

83 Arzneistoffe werden für ältere Patienten wegen möglicher Neben- und Wechselwirkungen als potenziell ungeeignet eingestuft. Sie sind in der so genannten PRISCUS-Liste zusammengefasst (www.priscus.net). Die Techniker Krankenkasse hat im Hinblick auf diese kritischen Arzneimittel aktuelle Versichertendaten ausgewertet und dabei geschlechtsspezifische Unterschiede festgestellt:
- Frauen ab 65 Jahren bekommen deutlich häufiger als gleichaltrige Männer ein potenziell ungeeignetes Medikament verschrieben. So erhalten 4 von 10 Seniorinnen ein Arzneimittel der Priscus-Liste auf Kassenrezept, bei den Männern sind es etwa 3 von 10 Senioren.
- Der Anteil kritischer Medikamente beträgt bei älteren Frauen 4,9 Prozent, bei Männern 3,7 Prozent.
Quelle: TK-Presseinformation vom 24. November 2011 / Foto: © 123RF.com
Übergewicht durch Testosteronmangel

Die individuelle Höhe des Testosteronspiegels beim Mann ist teilweise erblich bedingt. Forscher der Universität Greifswald fanden heraus, dass ein niedriger Testosteronspiegel mit genetischen Veränderungen unter anderem auf dem X-Chromosom einhergeht. Diese Zusammenhänge sollen nun weiter erforscht werden, denn Testosteronmangel ist häufig mit kardiovaskulären Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen verbunden.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie, Pressemitteilung vom 21. November 2011 / Foto: Fotolia © PeJo

