Schwerpunkt: Das geht unter die Haut – Tätowieren

Etwa jeder vierte Deutsche hat ein Tattoo. Doch wie funktioniert das Tätowieren und wohin im Körper können die Farben gelangen? Antworten auf diese Fragen finden Sie in dieser Ausgabe. Hier lesen Sie außerdem, mit welchen Wundauflagen ein frisch gestochenes Tattoo abgedeckt werden kann und worauf bei der Pflege zu achten ist.

Hier können Sie sich einen Überblick über die Inhalte der Ausgabe verschaffen, finden viele ergänzende Themen, weiterführende Links und Materialien.



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Leseprobe 19/2019 – Gestochen scharfe Bilder

Foto: YakobchukOlena – iStockphoto.com

Tattoopflege – Bei jeder Tätowierung entsteht eine oberflächliche Verletzung der Haut. Eine gute Wundversorgung garantiert nicht nur einen komplikationslosen Heilungsverlauf, sondern auch ein gutes Farbergebnis.

Die Nachsorge einer frisch gestochenen Tätowierung stellt für Tätowierer und Kunden durchaus eine nicht unerhebliche Herausforderung dar. Anders als in Fällen anderer oberflächlicher Verletzungen der Haut, z. B. bei einer Schürfwunde, gilt es, nicht nur einen zügigen Wundverschluss und das Auftreten von Wundheilungsstörungen oder sekundären Entzündungen zu verhindern, sondern auch dafür Sorge zu tragen, dass es nicht zu einer optischen Beeinträchtigung der Tätowierung kommt. Eine solche droht vor allem durch das Entstehen exzessiven Wundschorfs, weshalb sämtliche Wundheilkonzepte letztlich versuchen sollten, die Bildung eines solchen in möglichen Grenzen zu halten. Hierbei spielt allerdings nicht nur das gewählte Wundheilungskonzept eine Rolle, sondern auch die Erheblichkeit des Traumas der ­tätowierten Hautstellen. Eine schonende Arbeitsweise des Tätowierers trägt bereits erheblich zu einer guten Wundheilung bei. Unabhängig von den damit einhergehenden rechtlichen Problemen ist von daher auch der zu­weilen zu beobachtende Einsatz von Oberflächenanästhetika (in aller Regel Lidocain) abzulehnen, da dieser eine zu starke Verletzung der Haut deutlich begünstigt.

Am Ende einer regelgerechten Tätowierung sollte sich ein Verletzungsbild der Haut zeigen, bei welchem die obere Hautschicht – die Epidermis – einer oberflächlichen Schürfwunde ähnelt und auch die Dermis durch die vielfache Penetration durch die Tätowiernadeln, zumindest beeinträchtigt ist. Die tätowierte Stelle sollte gereinigt und desinfiziert sein.

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PTAheute Ausgabe 18

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