Ärzte ohne Grenzen leistet medizinische Nothilfe, wenn in Krisengebieten oder nach Naturkatastrophen das Leben vieler Menschen bedroht ist. Die Organisation hilft, ohne nach Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung der Menschen zu fragen. An diesem Grundsatz hat sich nichts geändert, seit junge französische Ärzte und Journalisten die Organisation 1971 unter dem Namen „Médecins Sans Frontières“ gründeten. Heute gehören zum internationalen Netzwerk von Ärzte ohne Grenzen Sektionen in 19 Ländern. Das deutsche Büro gibt es seit 1993. Finanziert wird die Arbeit zu einem Großteil durch private Spenden.

Impfkampagne von Ärtze ohne Grenzen in einem Flüchtlingslager in der Region Gambella, Äthiopien / © MSF

Professionelle Hilfe

Mehrere tausend internationale Ärzte, Pflegekräfte, Logistiker sowie Finanzexperten arbeiten jährlich in rund 60 Ländern für Ärzte ohne Grenzen. Zusammen mit mehr als 20.000 einheimischen Mitarbeitern helfen sie Menschen in Not. Sie behandeln Verletzte und Kranke, führen Schutzimpfungen durch, versorgen unterernährte Kinder, verteilen Trinkwasser oder errichten Notunterkünfte. Fast ebenso wichtig wie die konkrete Hilfe ist für die Betroffenen oft die Anwesenheit der Teams: Zu wissen, dass sie nicht vergessen werden, gibt vielen Hoffnung.

Als humanitäre Hilfsorganisation will Ärzte ohne Grenzen dort helfen, wo die Bedürfnisse der Menschen am größten sind. Daher reagiert die Organisation nicht nur auf die Notlagen, die große Medienaufmerksamkeit auf sich ziehen. Vielmehr arbeitet sie oftmals in Krisen, auf die keine Kamera gerichtet ist.

Sprachrohr für Menschen in Not

Neben der medizinischen Arbeit hat es sich Ärzte ohne Grenzen zur Aufgabe gemacht, die Stimme für Menschen in Not zu erheben. Wenn Menschen brutal vertrieben werden, ihnen Hilfe verwehrt oder sexuelle Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt wird, setzen die Mitarbeiter sich für die Betroffenen ein. Sie informieren die Öffentlichkeit über die Situation vor Ort und machen schwere Menschenrechtsverletzungen sowie Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht öffentlich.

Seit 1999 engagiert sich Ärzte ohne Grenzen mit der „Kampagne für den Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten" dafür, dringend benötigte Medikamente in ärmeren Ländern zugänglich zu machen und neue Arzneimittel, Impfstoffe und Diagnosemethoden zu erforschen. Dabei geht es in vielen Fällen um Krankheiten, die in den wohlhabenden Ländern nicht oder kaum verbreitet sind und die für die Pharmakonzerne daher keinen rentablen Markt bieten. Mit der Kampagne soll Druck auf die Verantwortlichen in Forschung, Politik und Industrie ausgeübt werden, lebenswichtige Medikamente für Entwicklungsländer in ausreichender Menge zu bezahlbaren Preisen herzustellen.

Mehr Informationen / Kontakt

Ärzte ohne Grenzen
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