Aktuelle Kurzmeldungen zur Corona-Pandemie

Dienstag 14.04.2020

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Die Entwicklung der Corona-Krise ist, wie vielerorts betont, sehr dynamisch. Um Sie zeitnah mit apothekenrelevanten Neuigkeiten zu versorgen, fassen wir laufend die wichtigsten Kurzmeldungen zum Thema für Sie zusammen.

17:00 Uhr: Corona-Ausbruch verlangsamt, aber noch nicht eingedämmt

Laut Robert Koch-Institut steckt derzeit ein SARS-CoV-2 Infizierter 1,2 weitere Menschen an – das ist noch immer zu viel. RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler zufolge gibt es keine Hinweise darauf, dass der Corona-Ausbruch in Deutschland eingedämmt ist. Aber es sei gelungen, ihn zu verlangsamen, vor allem durch das Einhalten der Regeln. „Diese Disziplin sollten wir weiter beibehalten“, erklärte Wieler am heutigen Dienstag. Außerdem seien nun zwei wichtige Etappenziele erreicht: Die Grippewelle in Deutschland ist zu Ende und kann sich mit der Pandemie nicht mehr überschneiden. Und trotz der Dynamik der Pandemie gebe es zur Zeit keine Engpässe bei den Behandlungsmöglichkeiten.

Quelle: daz.online/dpa/cm

15:28 Uhr: „Münsters gute Naht“ Kostenlose Behelfsmasken für die Bevölkerung

Unter dem Motto „Münsters gute Naht“ organisiert die Apothekerkammer Westfalen-Lippe gemeinsam mit der Stadt Münster und den dort ansässigen Kirchen die Herstellung und Verteilung von Mund-Nasen-Masken. Rund 40 örtliche Apotheken dienen dabei als Verteilstationen für die Mund-Nasen-Behelfsmasken, die zuvor von Ehrenamtlichen genäht wurden. Die Masken sollen kostenlos an die Bevölkerung abgegeben werden, natürlich in Verbindung mit dem fachlichen Rat der Apotheken zum richtigen Tragen und Waschen. Am kommenden Donnerstag sollen die ersten Masken in den Apotheken eintreffen.

Quelle: daz.online/vb

14:17 Uhr: Munschutzpflicht in Jena weiter ausgeweitet

Als Maßnahme gegen eine Weiterverbreitung des Coronavirus gilt in Jena jetzt auch am Arbeitsplatz die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. Am Dienstag trat in der Stadt die letzte Stufe der seit Anfang April geltenden Maskenpflicht in Kraft, wie ein Stadtsprecher sagte. Sie betrifft Arbeitsräume, in denen mehr als eine Person arbeitet und in denen ein Sicherheitsabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. Dies seien beispielsweise kleinere Büroräume, erläuterte der Sprecher. Auch in öffentlichen Räumen, in denen dieser Abstand nicht eingehalten werden kann, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Zuvor war die Pflicht zum Mundschutztragen unter anderem bereits in den Praxen von Physiotherapeuten und anderen Heilberuflern, in öffentlichen Gebäuden und in Bussen, Straßenbahnen und Taxis eingeführt worden. Jena war mit der umfassenden Regelung bundesweit Vorreiter. Als Mund-Nasen-Schutz gelten neben professionell hergestellten Masken auch selbstgenähte Stücke, Tücher und Schals. Die Bereitschaft der Menschen, sich an diese Regelung zu halten, sei groß, sagte der Sprecher. „Es musste noch kein Verstoß geahndet werden, Belehrungen und Ermahnungen reichen bisher.“Auch im Landkreis Nordhausen gilt seit Dienstag eine Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes in Einkaufsmärkten, im öffentlichen Nahverkehr und Taxis.

Quelle: dpa

13:05 Uhr: Antikörpertests auf Corona – Risiko von Fehlinterpretation

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) warnt vor Antikörper-Schnelltests auf Corona: Sie eignen sich nur bedingt zum Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion, ein negatives Ergebnis schließt COVID-19 nicht aus, auch Kreuzreaktivität mit anderen Coronaviren ist möglich. Problematisch ist nach Ansicht der AMK auch, dass Hersteller ihre SARS-CoV-2-Antikörpertests selbst zertifizieren dürfen. In einer aktuellen Mitteilung klärt die AMK über klare Grenzen der Schnelltests auf.

Quelle: daz.online/cm

13:00 Uhr: Apotheken könnten Opfern häuslicher Gewalt helfen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen so bald wie möglich einige der zuletzt verhängten Einschränkungen des sozialen Lebens wieder aufzuheben. Konkret fordern die Experten die schrittweise Wiedereröffnung des Schulwesens. Allerdings wird in der Stellungnahme auch vor psychischen und sozialen Problemen gewarnt, wie etwa häusliche Gewalt. Apotheken könnten hier helfen, finden die Experten. Dabei spielen sie auf Maßnahmen in Frankreichs Apotheken an: Dort haben Frauen die Möglichkeit, mit dem Codewort „Maske19“ PTA und Apotheker zu signalisieren, dass sie in Gefahr sind. Die Apothekenmitarbeiter müssen dann Maßnahmen einleiten und die Behörden bzw. die Polizei informieren.

Des Weiteren sprechen sich die Experten für eine Masken-Pflicht etwa in Bussen und Bahnen aus und lehnen explizit eine Isolierung von einzelnen Bevölkerungsgruppen zu deren Schutz ab.

Quelle: daz.online/br

08:20 Uhr: Vermittlung von selbstgenähten Masken

 Um in der Coronakrise zu unterstützen, erschufen fünf junge Leute aus Stuttgart die Plattform „StayHomeAndSew“. Hier können Apotheken, Arzt- und Physiotherapiepraxen sowie andere Einrichtungen ihren Bedarf an selbst genähten Masken eintragen und so Unterstützung von freiwilligen Helfern bekommen. Diese können die entsprechende Maskenanzahl nähen und den Einrichtungen zusenden.

Neben der Vermittlungsfunktion bietet die Plattform Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um die selbstgenähten Masken sowie eine Nähanleitung als Video-Tutorial.

Quelle: daz.online/ms