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ellaOne®-Report: bei Sonderfällen sicher beraten

„Wir legen sehr viel Wert auf Diskretion und auf ein vorurteilsfreies Beratungsgespräch.    Wir müssen die Kundin dort abholen, wo sie ist: in einer Notlage, aus der wir ihr heraushelfen“, sagt Dirk Vongehr, Apotheker mit eigener Apotheke in Köln. Im Interview erklärt er, wie Apothekenpersonal auf typische Sonderfälle im Beratungsgespräch zur Pille Danach reagieren kann.

Eine sehr junge Kundin kommt in die Apotheke und verlangt die Pille Danach. Was tun Sie?

Der Zulassung zufolge gibt es keine Altersbeschränkungen für die Pille Danach. Sie ist für Frauen im gebärfähigen Alter zugelassen. Durch ein sorgfältiges Beratungsgespräch können wir der nach Berufsordnung für Apotheker geforderten Sorgfaltspflicht für die Abgabe von Medikamenten an Minderjährige nachkommen. Und wir sollten immer bedenken: Bei der Pille Danach zählt jede Stunde. Der Kundin ist also im Zweifel nicht geholfen, wenn wir sie wegschicken und an ihre Eltern verweisen.

Ein Mann möchte die Pille Danach für seine Freundin kaufen. Ist das möglich?

Ja, die Abgabe an Dritte kann erfolgen. Wir stellen dem Mann jedoch dieselben Fragen, die wir auch einer Frau im Beratungsgespräch stellen würden. Kann er sie alle beantworten, und wir können uns sicher für das passende Präparat entscheiden, können wir ihm die Pille Danach abgeben. In meiner Apotheke haben wir allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Männer in den meisten Fällen nicht alle Fragen beantworten können. Im Zweifelsfall kann ein Anruf bei der Frau für Klarheit sorgen.

Nach dem ausführlichen Beratungsgespräch möchte die Kundin noch eine weitere Packung mitnehmen. Wie reagieren Sie?

Die Pille Danach ist für eine Verhütungspanne vorgesehen – und sie sollte auch nur in so einem Fall abgegeben werden. Aber per Gesetz ist die Abgabe auf Vorrat nicht ausgeschlossen. Wenn die Kundin die Pille Danach z. B. für ein Auslandsjahr gern in der Reiseapotheke hätte, um im Falle einer Verhütungspanne schnell handeln zu können, dann spricht aus meiner Sicht nichts dagegen.

 

Wirkstoffe, Wirkweise, Experten-Tipps – lesen Sie im aktuellen ellaOne®-Report, was wichtig ist. Ein Service Ihres langjährigen Partners und Experten für Notfallkontrazeption, HRA Pharma.

 

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Pflichttext

ellaOne® 30 mg Filmtablette. Zusammensetzung: 30 mg Ulipristalacetat, weit. Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Povidon, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat. Polyvinylalkohol (E1203), Macrogol (E1521), Talk (E553b), Titandioxid (E171), Polysorbat 80 (E433), Eisen(III)-hydroxidoxid x H2O (E172), Muscovit (E555).
Anwendungsgebiet: Notfallverhütung schnellstmöglich innerhalb von höchstens 120 Stunden (5 Tagen) nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr bzw. im Fall des Versagens einer Kontrazeptionsmethode einnehmen.
Gegenanzeige: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nebenwirkungen: Häufig: Übelkeit, abdominale (Bauch-)Schmerzen oder Unwohlsein in der Bauchgegend, Erbrechen, Menstruationsschmerzen, Unterleibsschmerzen, Spannungsgefühl in der Brust, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Stimmungsschwankungen, Muskel-, Rückenschmerzen, Müdigkeit.
Gelegentlich: Diarrhö, Sodbrennen, Blähungen, Mundtrockenheit, abnorme oder unregelmäßige Vaginalblutungen, starke/verlängerte Perioden, prämenstruelles Syndrom, Vaginalentzündung oder Ausfluss, abgeschwächte oder verstärkte Libido, Hitzewallungen, wechselndes Hungergefühl, Stimmungsschwankungen, Angst, allgemeine körperliche Unruhe, Schlafstörungen, Schläfrigkeit, Migräne, Sehstörungen, Influenza, Akne, Hautausschlag, Juckreiz, Fieber, Schüttelfrost, Krankheitsfühligkeit.
Selten: Schmerzen oder Juckreiz im Genitalbereich, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Ablösen einer Ovarzyste, ungewöhnlich leichte Periode, Konzentrationsverlust, Schwindel, Zittern, Verwirrung, Ohnmachtsanfälle, ungewöhnliches Gefühl in den Augen, rotes Auge, Lichtempfindlichkeit, trockener Hals, Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Nesselausschlag, Durstgefühl.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:
So bald wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr einnehmen. Beachten Sie die bereitgestellten Informationen zur möglicherweise verringerten Wirksamkeit bei gleichzeitiger Anwendung bestimmter Arzneimittel. Für alle Frauen im gebärfähigen Alter geeignet, auch für Jugendliche. Nicht für die regelmäßige Empfängnisverhütung. Nicht wirksam bei einer bereits bestehenden Schwangerschaft. Nicht in allen Fällen wirksam. Verschiebt den Eisprung.
Apothekenpflichtig.
Pharmazeutischer Unternehmer: Laboratoire HRA Pharma, F-92320 Châtillon.
http://www.hra-pharma.com
Stand: 11/2018.

 

 

 

 

 

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