Gesundheitliche Folgen von Schichtarbeit

Tag der inneren Balance stärkt öffentliches Bewusstsein

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Auf dem Weg zur Arbeit noch schnell ein Brötchen gekauft und dann ab in die Bahn – Haben Sie sich dabei schon einmal gefragt, wie das frische Brötchen so früh in der Theke liegen kann und warum der Bahn-Führer eigentlich so übermüdet aussieht? Die Antwort ist in beiden Fällen dieselbe: Schichtarbeit!

Jeder Sechste Deutsche arbeitet Umfragen zu Folge in Schichtarbeit und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Egal ob im Kraftwerk, am Fließband, im Pflege- oder Wachdienst – die Liste der betroffenen Branchen ist groß. Um die Öffentlichkeit auf die gesundheitlichen Auswirkungen von Schichtarbeit aufmerksam zu machen, veranstaltet der Homöopathie Hersteller Heel heute den Tag der inneren Balance. 2012 wurde dieser Thementag ins Leben gerufen, um über Ursachen und Folgen von Stress und Schlafstörungen zu informieren. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto: „Arbeiten, wenn andere schlafen?! Schichtarbeit, Nachtarbeit und die Folgen“.

Synchronisation des Körpers dank innerer Uhr

Der Circadianen Rhythmus stellt den regelmäßigen Ablauf von physiologischen Prozessen innerhalb eines Tages (24 Stunden) dar und wird daher umgangssprachlich auch als innere Uhr bezeichnet. So hängen z. B. die Cortison Ausschüttung, die Herzfrequenz, die kognitive Leistungsfähigkeit und sogar die Konzentration an Immunzellen im Blut von der Tageszeit ab. Durch diesen inneren Taktgeber werden einzelne Prozesse des Körpers – wie z. B. Schlaf und Nahrungsaufnahme - perfekt aufeinander abgestimmt und in konstanten Abständen durchgeführt.

Gesundheitliche Auswirkungen von Schichtarbeit

Das Arbeitsmodell Schichtarbeit bewirkt, dass der Tagesablauf stark von unserem inneren Rhythmus abweicht. Schlaf und Nahrungsaufnahme verschieben sich und werden im schlimmsten Fall sogar ganz gestrichen. Die möglichen Folgen können Schlafstörungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinspiegel und psychische Störungen sein. In eine Studie der Techniker Krankenkasse aus 2017 konnte gezeigt werden, dass 40 Prozent aller Schichtarbeiter unter Schlafproblemen leiden.

Qualität und Quantität des Schlafs verbessern

Aufgrund des wachsenden Verbraucheranspruches, alles rund um die Uhr erledigen zu können, ist Schichtarbeit aus unserer Gesellschaft nicht mehr weg zu denken. Daher müssen Betroffene selbst gesundheitsförderliche Maßnahmen ergreifen. Hierzu gilt es in erster Linie auf ausreichend Schlaf zu achten. Wer vor einer Nachtschicht ungestört ausschläft und zusätzlich zwischen 14 und 18 Uhr für ein bis zwei Stunden einen Mittagsschlaf einlegt, reduziert nachweislich die nächtliche Schläfrigkeit. Um nach einer Nachtschicht die innere Uhr schnellstmöglich wieder in den Takt zu bringen, sollten im Anschluss maximal 3 Stunden Schlaf nachgeholt und dann zum normalen Tagesablauf übergegangen werden.

Darüber hinaus sollten Schichtarbeiter auch auf eine gesunde Schlafhygiene achten: Der Schlafraum sollte dunkel, ruhig und auf etwa 18 Grad temperiert sein. Zudem können kleine Rituale, wie z. B. eine Tasse Tee vor dem Schlafengehen, bei Einschlafschwierigkeiten helfen. Unmittelbar vor dem zu Bett gehen sollten ferner geistige und körperliche Anstrengungen sowie Stimulantien (z. B. Nicotin, Coffein) gemieden werden.

Kostenlose Telefonberatung durch Spezialisten

Da die Anzahl an von Stress- und Schlafstörungen Geplagten immer weiter wächst, rief Heel 2012 die kostenlose Stress-Helpline ins Leben. Jeden Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr stehen unter 08000-142842 seitdem spezialisierte Ärzte und Psychologen zur Verfügung, um die Anrufer auf dem Weg zur inneren Balance zu unterstützen.

 

 

Quelle: presseportal/sn