Hörtipp: Deutschlandfunk-Podcast: Off-Label-Uses bei Kindern und Jugendlichen

Der kindliche Stoffwechsel funktioniert anders als der Stoffwechsel Erwachsener. Das macht den Off-Label-Einsatz von Arzneimitteln mitunter schwierig. | Bild: ndrei310 / AdobeStock

Beim „Deutschlandfunk“ geht es um das Problem des häufigen Off-Label-Uses bei Kindern und Jugendlichen, weil viele Medikamente nur für Erwachsene getestet sind. Ob sie kranken Kindern sicher helfen, wisse dabei niemand genau. 

Viele Arzneimittel sind nur für Erwachsene zugelassen. Die Behandlung bei Kindern erfolgt häufig „off-label“. So nennt man den zulassungsüberschreitenden Einsatz eines Arzneimittels außerhalb der von den nationalen oder europäischen Zulassungsbehörden genehmigten Anwendungsgebiete (Indikationen, Patientengruppen). Grundsätzlich ist Ärzten eine zulassungsüberschreitende Anwendung von Arzneimitteln erlaubt. Eine Krankenkassenleistung ist ein solcher Off-Label-Use jedoch nur in Ausnahmefällen. Immer wieder kommen Kinder durch Off-Label-Uses bzw. zu hohe Wirkstoffdosierungen zu Schaden. Umgekehrt sind manche Behandlungen wegen zu niedriger Dosierung unwirksam. Der kindliche Stoffwechsel funktioniert eben anders als der Stoffwechsel Erwachsener. Ein Grund für den Missstand sehen Kritiker bei den Pharmakonzernen: Arzneimittel für Kinder seien nicht sonderlich lukrativ. Im Gespräch beim Deutschlandfunk-Podcast sind Apothekerin PD Dr. rer. nat. Antje Neubert, Leiterin der „Zentrale für klinische Studien in der Pädiatrie“ am Universitätsklinikum Erlangen, und Dr. Hubert Radinger, Kinderarzt aus Bonn, Mitglied der „Kommission für Arzneimittel für Kinder und Jugendliche“ am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

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Cornelia Neth
PTA, Chefredakteurin PTAheute.de, Leitung der Online-Redaktion
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