Noble Auszeichnung

Der besondere Rückblick

Immer am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, werden die Nobelpreise verliehen. Nobel verfügte in seinem Testament, dass damit Wissenschaftler ausgezeichnet werden, die „der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben“.
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In den vergangenen Tagen wurden die diesjährigen Nobelpreisträger bekannt gegeben. Doch woher rührt eigentlich die Tradition dieser jährlichen Auszeichnungsvergabe?

Nobelpreise seit 1901

Seit dem Jahr 1901 werden Nobelpreise auf den Gebieten der Medizin, Physik, Chemie und Literatur verliehen. Eine weitere Auszeichnung ist der Friedensnobelpreis. Seit 1969 gibt es zusätzlich noch den Wirtschaftsnobelpreis. Der Nobelpreis gilt weltweit als höchste wissenschaftliche Auszeichnung. Er geht auf den schwedischen Chemiker und Industriellen Alfred Nobel (1833–1896) zurück. Der Beweggrund soll ein schlechtes Gewissen des Erfinders gewesen sein.

„Größter Nutzen für die Menschheit“

Alfred Nobel erfand unter anderem das Dynamit. In vielen Ländern gründete er Sprengstoff-Fabriken und kam so zu großem Reichtum. Es heißt jedoch, er habe darunter gelitten, dass seine Entdeckung für kriegerische Zwecke genutzt wurde. Als „Wiedergutmachung“ verfügte er deshalb in seinem Testament die Gründung einer Stiftung. Sie soll jährlich diejenigen Wissenschaftler auszeichnen, die „der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben“.

Von den Anfängen bis heute

Fünf Jahre nach Nobels Tod wurden die ersten Nobelpreise verliehen. Unter den Empfängern waren auch zwei berühmte Deutsche: Emil von Behring erhielt 1901 den ersten Medizin-Nobelpreis für die Entwicklung des Diphtherie-Antiserums. Wilhelm Conrad Röntgen wurde mit dem ersten Nobelpreis für Physik für die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen ausgezeichnet. Im Jahr 1903 erhielt die erste Frau einen Nobelpreis (für Physik): Marie Curie (zusammen mit ihrem Mann) für ihre Arbeiten zu Strahlungsphänomenen. Acht Jahre später wurde Marie Curie sogar noch mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet (für die Entdeckung des Elements Radium). Als erste deutsche Frau bekam im Jahr 1995 die Tübinger Biologin Christiane Nüsslein-Volhard den Nobelpreis. Unter den diesjährigen Nobelpreisträgern befinden sich vier Frauen.

Verleihung am Todestag

Immer am 10. Dezember – dem Todestag Alfred Nobels – werden die Nobelpreise feierlich verliehen. Für den Friedensnobelpreis geschieht dies in Oslo durch den norwegischen König. Die anderen Nobelpreise überreicht der schwedische König in Stockholm.

Quellen: Deutscher Hochschulverband; Bundeszentrale für politische Bildung; Max-Planck-Gesellschaft; Bayerischer Rundfunk; www.wasistwas.de