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DAK-Studie: Schüler schlafen zu wenig

Zehntklässler, so eine Untersuchung der DAK-Gesundheit, bekommen etwa zwei Stunden zu wenig Schlaf pro Tag. | Bild: Sabphoto / Adobe Stock

Die Hälfte der Schüler fühlt sich tagsüber müde oder erschöpft. Beinahe jeder dritte Schüler hat Schlafstörungen. Das zeigt der Präventionsradar 2018 der DAK-Gesundheit. Für die Studie wurden rund 9.300 Mädchen und Jungen der Klassenstufen fünf bis zehn (Alter von zehn bis 18 Jahren) repräsentativ befragt.

Zwei Stunden fehlen

Vor allem ältere Schüler schlafen laut DAK-Studie zu wenig. So geben die Neunt- und Zehntklässler mehrheitlich an, erst nach 23 Uhr einzuschlafen. Bei etwa jedem Sechsten wird es sogar nach Mitternacht. Damit kommen Zehntklässler nur noch auf durchschnittlich 7,3 Stunden Nachtschlaf. Das sind zwei Stunden zu wenig, wenn man die Expertenempfehlung für diese Altersgruppe zugrunde legt. Der Schlafmangel gilt auch als ein Grund für das zunehmende Stressempfinden der Schüler.

Schlafräuber Smartphone, Tablet und Co.

Eine Ursache für die zu kurze Schlafdauer der Schüler hat der DAK-Präventionsradar auch ausgemacht: Je mehr Zeit die Schüler vor Bildschirmen verbringen, desto weniger schlafen sie. So gibt bereits die Mehrheit der Fünftklässler an, bis zu einer Stunde pro Tag vor dem Bildschirm zu verbringen. Neunt- und Zehntklässler kommen leicht auf das Dreifache. Über ein Viertel (28 Prozent) der älteren Schüler spricht von mehr als vier Bildschirmstunden pro Tag. Das ist wohlgemerkt die Selbstwahrnehmung der Schüler. Die tatsächliche Zeit, die sie insgesamt mit Smartphone, Computer, Tablet und Fernseher verbringen, dürfte noch darüber liegen.

Es fehlt an körperlicher Aktivität

Damit einher geht ein deutlicher Bewegungsmangel. So sind nur 35 Prozent der Schüler ausreichend körperlich aktiv. Die übrigen werden nicht der offiziellen Empfehlung gerecht, wonach Kinder und Jugendlich täglich mindestens 90 Minuten in Bewegung sein sollten. 

Quelle: DAK-Gesundheit