Sodbrennen kann Asthma auslösen

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Bei manchen Patienten mit chronischem Asthma bronchiale schlägt die Asthmatherapie nicht richtig an. An eine mögliche Ursache dafür sollte man denken: Es könnte eine Refluxstörung – also Sodbrennen – dahinterstecken. Darauf macht die Deutsche Lungenstiftung aufmerksam.

Wenn Magensäuretröpfchen in die Atemwege gelangen

Wenn sich trotz regelmäßiger Anwendung von effektiven Asthma-Medikamenten die Atemnot nicht bessert, ist möglicherweise eine Refluxkrankheit die Ursache dafür. Scharfe Magensäure kann beim Aufstoßen auf Dauer nicht nur die Speiseröhre schädigen. Magensäuretröpfchen können auch in die Luftröhre gelangen. Geschieht dies über längere Zeit hinweg, treten Schleimhautreizungen auf. Außerdem sind Veränderungen des Immunsystems möglich, erklären Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung. Das Asthma-Risiko wird dadurch erhöht.

Reflux-Behandlung spart Asthma-Medikamente ein

Eine Refluxstörung tritt bei Asthmatikern bis zu doppelt so häufig auf wie bei Nicht-Asthmatikern. Manchmal merken die Betroffenen jedoch gar nichts vom Rückfluss der Magensäure. Durch eine Diagnose und zielgerichtete Behandlung der Refluxerkrankung können auch die asthmatischen Beschwerden der Betroffenen deutlich verringert werden. Vor allem wenn in der Nacht stärkere Asthmasymptome auftreten, kann dies ein Hinweis auf Reflux sein. Wird bei den Patienten der Reflux behandelt, benötigen sie auch weniger Bedarfsmedikamente gegen ihr Asthma, erklären die Experten der Deutschen Lungenstiftung.

Quelle: Deutsche Lungenstiftung e.V.  

 

 

 

Ulrike Weber-Fina
Diplom-Biologin, Fachjournalistin
onlineredaktion@ptaheute.de