Weihnachtswunsch Smartphone? – Auf Strahlungswerte achten!

Beim Kauf von neuen Smartphones sollte auf die Strahlungswerte geachtet werden.
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Auf vielen Weihnachtswunschzetteln dürfte auch in diesem Jahr wieder ein Smartphone oder Tablet stehen. Bei der Auswahl eines neuen Geräts sollte man darauf achten, dass es strahlungsarm ist. Dazu rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und hält zur Orientierung eine Liste im Internet bereit.

Smartphones und Tablets nutzen hochfrequente elektromagnetische Felder für die Übertragung der Informationen. Ein Teil der Energie dieser Felder wird vom Körper in Form von Wärme aufgenommen, zum Beispiel wenn man das Gerät zum Telefonieren am Kopf hält. Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand reichen die international festgelegten Höchstwerte aus, um vor Gesundheitsgefahren zu schützen. Doch ganz sicher ist man sich bezüglich der Risikobewertung noch nicht, insbesondere was eine langfristige und intensive Nutzung der Handys betrifft.

Orientierungshilfe SAR-Wert

Aufgrund der wissenschaftlichen Unsicherheiten rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) dazu, die persönliche Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern vorsorglich gering zu halten. Eine hilfreiche Angabe stellt dabei der SAR-Wert (SAR = Spezifische Absorptionsrate) dar. Er ist ein Maß dafür, wie viel Energie der hochfrequenten Felder von unserem Körper absorbiert wird. Der SAR-Wert wird in Watt pro Kilogramm (W/kg) angegeben.

Umfangreiche Liste im Internet

Der SAR-Wert ist ein wichtiger Indikator für die Strahlungsintensität eines Mobilfunkgeräts. Gemäß international gültiger Empfehlung soll er nicht mehr als 2 Watt pro Kilogramm betragen. Als strahlungsarm gelten Mobilgeräte, deren SAR-Wert höchstens 0,5 W/kg beträgt. Das BfS erhebt seit 2002 in regelmäßigen Abständen bei den Herstellern von Mobiltelefonen die SAR-Werte der auf dem deutschen Markt verfügbaren Handys und veröffentlicht sie als Liste im Internet: http://www.bfs.de/SiteGlobals/Forms/Suche/BfS/DE/SARsuche_Formular.html.

Die Liste umfasst derzeit über 3.600 Modelle von 82 Herstellern – von den neuesten bis hin zu alten Geräten. Für jedes Gerät sind zwei Werte angegeben: einer für das Telefonieren mit dem Handy am Ohr und einer für den Betrieb beim Tragen des Geräts am Körper. Strahlungsarme Geräte sind mit einem grünen Symbol markiert.

Die individuelle Strahlenbelastung minimieren

Um die persönliche Strahlenbelastung beim Gebrauch von Smartphones gering zu halten, empfiehlt das BfS außerdem

  • Telefonate mit dem Mobiltelefon möglichst kurz zu halten;
  • möglichst nicht bei schlechtem Empfang, z. B. im Auto ohne Außenantenne, zu telefonieren;
  • Head-Sets zum Telefonieren zu verwenden, denn die Intensität der Felder nimmt mit der Entfernung von der Handy-Antenne schnell ab;
  • lieber Textnachrichten zu schreiben statt zu telefonieren, da man das Handy dazu nicht am Kopf hält. 

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)