Schlafmangel macht anfälliger für Erkältungen

Wer nur wenig schläft, ist deutlich anfälliger für Erkältungen. Das konnten Forscher aus San Francisco jetzt mit freiwilligen Versuchspersonen objektiv nachweisen.

Dass Schlafmangel die Infektanfälligkeit erhöht, vermutet man schon länger. Bisherige Untersuchungen basierten jedoch nur auf subjektiven Schlafmessungen. Nun gibt es verlässlichere Ergebnisse. Forscher der University of California in San Francisco untersuchten dazu in einer Studie 164 freiwillige Erwachsene zwischen 18 und 55 Jahren. Deren Schlafdauer wurde sieben Tage lang registriert. Dies geschah mit Hilfe eines Messgeräts am Handgelenk (Aktigraphie).

Daraufhin wurden die Studienteilnehmer über die Nase mit Rhinoviren infiziert und für fünf Tage isoliert. Während dieser Zeit untersuchte man sie auf Erkältungssymptome. Das Ergebnis: Die Teilnehmer, die weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht hatten, entwickelten 4,2-mal so häufig eine Erkältung wie Personen mit mindestens sieben Stunden Nachtschlaf. Wer gar weniger als fünf Stunden schlief, hatte sogar ein 4,5-fach höheres Erkältungsrisiko.

Die Wissenschaftler fanden diesen Zusammenhang unabhängig von sonstigen Faktoren. Das heißt, Alter, Gewicht und individueller Lebensstil beeinflussten das Ergebnis nicht. Auch Schlafunterbrechungen erwiesen sich nicht als risikoerhöhend. Ausschlaggebend für die Erkältungswahrscheinlichkeit war ausschließlich die Gesamtschlafdauer.

Quelle: PubMed 26118561 / Bild: © milanmarkovic78 – Fotolia.com

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