Aktuelle Kurzmeldungen zur Corona-Pandemie

Donnerstag 26.03.2020

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Die Entwicklung der Corona-Krise ist, wie vielerorts betont, sehr dynamisch. Um Sie zeitnah mit apothekenrelevanten Neuigkeiten zu versorgen, fassen wir laufend die wichtigsten Kurzmeldungen zum Thema für Sie zusammen.

16:55 Uhr: Informationsoffensive des Wort & Bild Verlag

Der Wort & Bild Verlag informiert Verbraucher mit vielen verschiedenen Formaten zum neue Coronavirus und will so Apotheken entlasten, die aktuell zusätzlich viel Beratungsarbeit zu diesem Thema leisten. Im neuen Social-Media-Podcast „Nachgefragt!“ hat die Apotheken Umschau nun einen Apotheker interviewt und klärt damit nicht nur über COVID-19, sondern auch über die Rolle der Vor-Ort-Apotheke in der Pandemiezeit auf.
Quelle:daz.online/st

15:45 Uhr: Berlin diskutiert über Sonderzahlung für Corona-„Helden“

Der regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) stellte in einer Regierungserklärung am heutigen Donnerstag den „Helden“ der Coronakrise bares Geld in Aussicht. Er kündigte dazu eine Überarbeitung der im Vorjahr beschlossenen und ab November 2020 geplanten Berlin-Zulage von monatlich 150 Euro für alle Landesbedienstete an.

„Die stillen Heldinnen und Helden dieser Tage sind die Berlinerinnen und Berliner, die auch jetzt unermüdlich den Dienst an ihren Mitmenschen leisten“, sagte Müller in seiner Regierungserklärung. „Sie halten für uns die dringend notwendige Infrastruktur der Stadt aufrecht.“ In seiner anschließenden Aufzählung bezieht Müller neben Kliniken, Arztpraxen und weiteren Bereichen auch Apotheken mit ein.
Quelle:dpa/Berlin.de/sn

15:15 Uhr: Apotheken in Lübeck dürfen an den Osterfeiertagen öffnen

Apotheken und Tankstellen dürfen in Lübeck auch am Karfreitag sowie an beiden Ostertagen öffnen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichte Allgemeinverfügung der Stadt hervor. Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Sanitätshäuser, Drogerien, Poststellen sowie Bau-, und Tierbedarfsmärkte dürfen dagegen nur am Ostersonntag öffnen, teilte die Hansestadt Lübeck mit.
Quelle:dpa/sn

14:45 Uhr: Drosten erklärt die vergleichsweise wenigen Todesfälle in Deutschland

In Deutschland gibt es derzeit knapp 40.000 gemeldete COVID-19-Infektionen bei etwas mehr als 220 Todesfällen. In Frankreich und dem Vereinigten Königreich gibt es hingegen weniger registrierte Fälle, dafür aber weitaus mehr Tote. Auch die Mortalität in Italien und Spanien scheint extrem viel höher zu sein. Der Chef-Virologe der Berliner Charité, Prof. Christian Drosten, ist sich sicher, dass dies an der hohen Zahl der hierzulande durchgeführten Tests liegt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt indes, dass die große Welle der schwer Erkrankten noch kommen werde.
Quelle: bro / dpa

14:05 Uhr: Coronavirus-Schnelltest voraussichtlich ab April verfügbar

Der Technologiekonzern Bosch hat nach eigenen Angaben einen Coronavirus-Schnelltest unter anderem für Krankenhäuser und Arztpraxen entwickelt. Das vollautomatische Verfahren zum Nachweis von Virenerbgut soll von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis weniger als zweieinhalb Stunden brauchen, wie die dpa am heutigen Donnerstag berichtete.

Laut Bosch hat der neue Test auf Sars-CoV-2 eine „Genauigkeit von über 95 Prozent“. Die Fragen, wie oft das System falschen Alarm schlägt oder wie viele Infektionen es übersieht, wollte Bosch nicht beantworten. Laut Bosch erfüllt der Test die Qualitätsstandards der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das Verfahren basiert den Angaben zufolge auf einem bereits erhältlichen Analysegerät, das mit speziellen Testkartuschen ausgerüstet wird.

Der innerhalb von sechs Wochen entwickelte Test soll im April in Deutschland verfügbar sein. Die jeweils erforderlichen Zulassungen stehen einem Sprecher zufolge noch aus. Labore könnten den Test aber unter bestimmten Voraussetzungen auch schon jetzt anwenden.
Quelle: Bosch/dpa/sn

13:50 Uhr: Sonderregelung der Barmer für Selbstständige

Selbstständige, die aufgrund der Corona-Krise erhebliche Einnahmeeinbußen hinnehmen müssen, können bei der Barmer ab sofort die Reduzierung ihrer Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge beantragen. Das teilt der Krankenversicherer in einer Pressemitteilung am heutigen Donnerstag mit.

Zur Reduzierung der Beiträge reiche ein formloser Antrag. Dieser müsse lediglich eine entsprechende schriftliche Erklärung enthalten, dass der Gewinneinbruch mindestens 25 Prozent betrage und auf die Corona-Krise zurückzuführen sei. Außerdem müssten die zukünftigen Einnahmen geschätzt werden. Der bisher obligatorische Vorauszahlungsbescheid des Finanzamtes sei für eine Reduzierung der Beiträge bis auf Weiteres nicht mehr zwingend erforderlich.
Quelle:Barmer/sn

13:45 Uhr: Brennereien und Zuckerfabriken versorgen Apotheken mit Alkohol

Weil die Nachfrage ungebrochen hoch und das Angebot weiterhin knapp ist, gibt es immer mehr Lockerungen für die Eigenherstellung von Händedesinfektionsmitteln. Mittlerweile können Apotheken Alkohol von diversen Schnapsbrennereien beziehen – und auch Zuckerfabriken verteilen den begehrten Grundstoff.

Dabei gelten gemäß der Allgemeinverfügung vom 20. März 2020 für das verwendete Ethanol folgende Anforderungen:

  • Reinheit: mindestens 96% vergällt oder unvergällt
  • Keine gefährlichen Verunreinigungen (z.B. CMR-Stoffe oberhalb 0,1%, hautsensibilisierende Stoffe, etc.)
  • Die Reinheit des Wirkstoffes ist über entsprechende Analysezertifikate des Herstellers zu belegen.

Quelle: daz.online/ks

13:15 Uhr: Mundschutz: Das Accessoir der Corona-Pandemie

In den Sozialen Medien zeichnet sich derzeit ab, dass modischer Mundschutz immer populärer zu werden scheint. Nicht verwunderlich ist daher, dass sich online vermehrt Anleitungen zum Selbernähen finden (hier geht's zur Schritt- für-Schritt-Anleitung von PTAheute).

Laut RKI kann ein Mund-Nasen-Schutz oder eine andere Textilbarriere bei Menschen mit akuten Atemwegsinfektionen, die in die Öffentlichkeit müssen, zum Schutz anderer Menschen sinnvoll sein.  Gewarnt wird jedoch davor, sich mit Maske in falscher Sicherheit zu wiegen: Andere Maßnahmen wie gründliches Händewaschen und Abstandhalten dürften nicht vernachlässigt werden.

Vor einigen Tagen erklärte Virologe Christian Drosten im Podcast des NDR: Wenn jeder eine Maske trage, dann fange die Maßnahme an, sehr viel Sinn zu ergeben. Dann sei zu erwarten, dass eine Infektionsausbreitung, allerdings nur im Nahbereich, etwas verringert werde. Drosten bekräftigte jedoch auch, dass es keine wissenschaftlichen Daten für die Wirkung einfacher chirurgischer Masken und sogenannter FFP2-Schutzmasken gebe. FFP3-Masken hingegen schlössen ganz dicht am Gesicht ab und hätten belegbar einen Infektionsschutz für solche Arten von Viren.
Quelle:RKI/dpa/sn

08:20 Uhr: Bundestag stellt „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ fest

Der Bundestag hat am Mittwochnachmittag in der Corona-Krise ein beispielloses, milliardenschweres Hilfspaket beschlossen. Es umfasst Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Zudem hat das Parlament eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ festgestellt. Dadurch kann das Bundesgesundheitsministerium künftig u. a. direkt diverse Maßnahmen zur Beschaffung von Arzneimitteln und Schutzausrüstung beschließen. Ebenfalls werden Ausnahmeregelungen von den bestehenden Apothekenvorschriften möglich – sie können auch den Personaleinsatz und die Leitung betreffen.
Quelle:dpa/ks

 

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