Aktuelle Kurzmeldungen zur Corona-Pandemie

Mittwoch, 18.03.2020

Bild: Bild: ezstudiophoto / stock.adobe.com

Die Entwicklung der Corona-Krise ist, wie vielerorts betont, sehr dynamisch. Um Sie zeitnah mit apothekenrelevanten Neuigkeiten zu versorgen, fassen wir ab sofort laufend die wichtigsten Kurzmeldungen zum Thema für Sie zusammen.

17:27 Uhr: Tübinger Tropeninstitut testet Chloroquin gegen Covid-19

Das Tübinger Institut für Tropenmedizin will den Malariawirkstoff Chloroquin im Kampf gegen Corona-Erkrankungen testen. Wie Institutsdirektor Peter Kremsner am Mittwoch mitteilte, soll in der kommenden Woche mit einer Studie an Menschen begonnen werden.

Laut Kremsner wirke Chloroquin gegen viele Viren – auch gegen Sars-CoV-2, wie zumindest Versuche im Reagenzglas zeigten. In China und Italien sind Kremsner zufolge sehr viele Covid-19-Patienten mit Chloroquin behandelt worden. Unklar sei aber, ob mit Erfolg, da die Erkrankten Chloroquin teils in sehr hoher Dosierung und gemeinsam mit vielen weiteren Medikamenten bekommen hätten. „Es kann auch sein, dass es nicht wirkt oder sogar schadet“, sagte Kremsner.

Quelle:dpa/sn

16:44 Uhr: App der Charité bietet Entscheidungshilfe für Coronavirus-Test

Die Berliner Charité bietet ab sofort eine App als Entscheidungshilfe für einen Test auf das neue Coronavirus an. Wenn Nutzer online einen Fragebogen beantworten, erhalten sie Handlungsempfehlungen, teilte die Berliner Uni-Klinik am Mittwoch mit. Die „CovApp“ erbringe keine diagnostischen Leistungen. Sie könne aber dabei helfen, die Notwendigkeit eines Arztbesuches oder Tests auf das Virus besser einzuschätzen.

Die „CovApp“ ist browserbasiert und über die Adresse https://covapp.charite.de/ zu erreichen. Bei den Fragen gehe es zum Beispiel um aktuelle Symptome, Reisen und mögliche Kontakte. Nutzer erhielten nach Beantwortung des Fragenkatalogs auch die medizinisch relevanten Informationen für ein etwaiges Arztgespräch. Darüber hinaus gebe es Infos, wie sich das eigene Infektionsrisiko reduzieren lasse.

Die Antworten aus dem Fragebogen können durch einen QR-Code an die Charité übermittelt werden. Der Code sei anonym und werde direkt auf dem Endgerät der Nutzer bearbeitet und gespeichert.

Quelle:dpa/sn

16:30 Uhr: Auch Gehe verringert Tourenzahl

Nach Phoenix, Noweda und Kehr hat nun auch die Gehe ihren Kunden mitgeteilt, dass es ab sofort zu größeren Einschränkungen kommen wird. Dazu zählen:

  • Schwierigkeiten bei der telefonischen Erreichbarkeit: Die Callcenter sollten daher nur in dringenden Fällen angerufen werden.
  • Alle freien Wannen sollen unverzüglich zurückgeschickt werden.
  • Gehe bittet, von Retouren abzusehen.
  • Vorerst gibt es keine Verbundlieferungen mehr.
  • Auftragskennungen ab sofort auf maximal zwei reduziert.
  • Es kann zu Verspätungen und (im Einzelfall) zur kompletten Streichung von Touren kommen.

Quelle:daz.online / br /sn

15:53 Uhr: Corona-Impfstoff vermutlich erst im Frühjahr 2021

Das Robert Koch-Institut hat Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. „Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird“, sagte Präsident Lothar Wieler am Mittwoch. Alles, was bürokratisch machbar sei, müsse getan werden. Klinische Testphasen aber könne man nicht verkürzen. „Wir müssen ein Sicherheitsprofil haben. Impfstoffe können ja Nebenwirkungen haben.“

Zuvor hatte Dietmar Hopp, Miteigentümer des Tübinger Pharmaunternehmens CureVac, davon gesprochen, möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 liefern zu können. CureVac ist eines von vielen Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen, die derzeit weltweit an möglichen Impfstoffen arbeiten.

Quelle:dpa

15:50 Uhr: Ersatzkassen schränken Rabattverträge ein

Am heutigen Mittwoch teilte der Verband der Ersatzkassen (vdek) mit, dass die Rabattverträge seiner Mitgliedskassen nur noch eingeschränkt gelten. Patienten, deren Rabattarzneimittel beim ersten Apothekenbesuch nicht verfügbar ist, können nun auch ein nicht-rabattiertes Präparat erhalten. Unnötige Besuche in der Apotheken sollen in Zeiten der Corona-Pandemie so vermieden werden.

Quelle:daz.online / br / tmb

13:47 Uhr: Auch Kammer Brandenburg ermöglicht reduzierte Öffnungszeiten

Brandenburgs Kammerpräsident gibt den Apothekern in seiner Region in einem Präsidentenbrief einige Hinweise und Tipps für die bevorstehenden Wochen. Darin stellt er den Apothekern frei, aus personaltechnischen Gründen nur zu den Kernöffnungszeiten zu öffnen. Und weiter: „Sollte darüber hinaus z. B. wegen der zeitlich eingeschränkten Notbetreuung weiterer Reduzierungsbedarf bestehen, beantragen Sie begründet eine Befreiung aus besonderem Grund nach § 23 Absatz 2 ApBetrO. Erklären Sie das Ihren Patienten gegenüber. Sie werden dies verstehen, denn die Apotheke ist ja weiterhin für die Versorgung da. Vergessen Sie bitte auch nicht, Ihre Mitarbeiter entsprechend zu schützen – es gibt genügend Möglichkeiten.“

Quelle:daz.online / br

13:17 Uhr: Ab sofort ist unvergällter Alkohol für Apotheken steuerfrei

Das Bundesfinanzministerium stellt per Erlass klar: Alkohol, mit dem Apotheken Desinfektionsmittel herstellen, kann ab sofort ohne gesonderte Erlaubnis steuerfrei verwendet werden. Diese Regelung gilt vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie zunächst bis zum 31. Mai 2020.

Dazu erklärt die Behörde: Ethanol 70 % (V/V) und Ethanol 80 % (V/V) sind Arzneimittel, für die eine Standardzulassung nach § 36 AMG vorliegt. Ein so hergestelltes Arzneimittel kann – gegebenenfalls nach Hinzufügung weiterer Stoffe – als Desinfektionsmittel abgegeben werden.

Quelle: daz.online / ks

10:50 Uhr: Mindestöffnungszeiten von Apotheken in Berlin und Hessen werden reduziert

Um in Falle von Personalausfällen reagieren zu können, dürfen Apotheken in Berlin und Hessen nun auf Grund einer Allgemeinverfügung bei Bedarf ihre Öffnungszeiten auf die Mindestöffnungszeiten reduzieren.

Diese sind für Berlin:

Montag bis Freitag

  • vormittags 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • nachmittags 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Samstag

  • vormittags 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Und für Hessen:

Montag bis Freitag

  • vormittags 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • nachmittags 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
  • Apotheken haben die Möglichkeit, einen Nachmittag in der Woche geschlossen zu halten

Samstag

  • vormittags 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Quelle:daz.online / st

9:28 Uhr: Auch Apotheken in Baden-Württemberg dürfen wegen Corona nun sonntags öffnen

Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, müssen seit diesem Mittwoch die meisten Geschäfte in Baden-Württemberg geschlossen bleiben. Weiter geöffnet haben dürfen nach Angaben der Landesregierung vom Vorabend nur der Lebensmittelhandel, Wochen- und Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser und Drogerien. Auch Tankstellen und Banken, Poststellen, Friseure sowie Reinigungen, Waschsalons und Tierbedarfsläden dürfen offen bleiben – bei Bedarf sogar sonntags und an Feiertagen. „Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, werden geschlossen“, heißt es.

Quelle: dpa/sn

7:30 Uhr: Corona-App: Das Virus digital ausbremsen

Die medizinische Hochschule Hannover und die Hamburger Firma Ubilabs arbeiten derzeit an einer App, die es ermöglichen soll, Infektionsketten aufzuspüren und so unterbrechen zu können. Mit Hilfe von anonymisierten und freiwillig gespendeten GPS-Daten von Infizierten sollen Nutzer der App herausfinden können, ob sie in einem gewissen Zeitfenster mit einer infizierten Person Kontakt gehabt haben. In den nächsten ein bis zwei Wochen soll eine Beta-Version verfügbar sein. Eine ähnliche App wird in Südkorea bereits eingesetzt.

Quelle:daz.online / ms

7:00 Uhr: ABDA erstellt FAQ-Katalog zu Covid-19

Die ABDA hat einen Fragen-Antworten-Katalog zusammengestellt, der auf im Apothekenbetrieb häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie eingeht. Zum Beispiel: Ist es angesagt, sich zu bevorraten? Was sollten heimversorgende Apotheken besonders beachten? Wie sollte man mit Personen umgehen, die an COVID-19 erkrankt sind oder bei denen ein entsprechender Verdacht besteht?
Die ABDA weist darauf hin, dass der Katalog entsprechend der aktuellen Entwicklung fortgeschrieben wird. Auf landesspezifische Besonderheiten könne er allerdings nicht eingehen – nicht zuletzt aufgrund der sich ständig ändernden Lage.

Quelle:ABDA