Aktuelle Kurzmeldungen zur Corona-Pandemie

Mittwoch 25.03.2020

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Die Entwicklung der Corona-Krise ist, wie vielerorts betont, sehr dynamisch. Um Sie zeitnah mit apothekenrelevanten Neuigkeiten zu versorgen, fassen wir laufend die wichtigsten Kurzmeldungen zum Thema für Sie zusammen.

15:05 Uhr: Sechs Apotheken in Westfalen-Lippe temporär geschlossen

Die Kammer Westfalen-Lippe hat als erste Kammer bekanntgegeben, dass es aufgrund von Quarantänefällen sechs Schließungen gab. 99,7 Prozent der Apotheken seien allerdings unverändert am Netz.

So wie viele andere Kammern hat auch die AKWL den Apotheken in der Region die Möglichkeit eingeräumt, ihre Öffnungszeiten flexibler zu handhaben (beispielsweise durch Verlängerung von Mittagspausen), um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Zugleich dürfen alle Apotheken auch sonntags öffnen.
Quelle: daz.online/bro

14:45 Uhr: Entschädigung für Verdienstausfall wegen Kinderbetreuung

Können Eltern aufgrund von geschlossenen Schulen und Kitas nicht zur Arbeit und erleiden sie dadurch einen Verdienstausfall, sollen sie künftig eine Entschädigung erhalten. Der betreuende Elternteil kann demnach für bis zu sechs Wochen 67 Prozent des Verdienstausfalls erstattet bekommen, aber höchstens 2016 Euro pro Monat und auch nur unter bestimmten Bedingungen. Dazu zählen:

  • Schulen oder Betreuungseinrichtungen wurden aufgrund des Infektionsschutzgesetzes geschlossen.
  • Zu betreuende Kinder haben das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet oder sind behindert und auf Hilfe angewiesen.
  • Es besteht keine andere Betreuungsmöglichkeit.
  • Homeoffice und Überstundenabbau sind nicht möglich.
  • Arbeitszeit ist nicht durch Kurzarbeit verkürzt.

Der Anspruch besteht nicht während der ohnehin vorgesehenen Schulferien.

Diese Regelung ist Bestandteil des „Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, das am heutigen Mittwoch zur Beratung im Bundestag steht und noch diese Woche Freitag vom Bundesrat verabschiedet werden soll.
Quelle: daz.online/tmb

13:30 Uhr: RKI ändert Kriterien für COVID-19-PCR-Test

Das Robert Koch-Institut hat die Kriterien für die Durchführung von COVID-19-Tests angepasst. Demnach entfällt künftig die Bedingung „Aufenthalt in einem Risikogebiet“.

Somit gilt: Es sollen nur Menschen getestet werden, die respiratorische Symptome zeigen und

  • Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten,
  • in der Pflege, einer Arztpraxis oder im Krankenhaus tätig sind
  • oder einer Risikogruppe zugehören.

Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen, aber ohne die oben genannten Zweitbedingungen, sollten nur getestet werden, wenn hinreichende Testkapazität verfügbar ist.

13:20 Uhr: LAK Baden-Württemberg hilft bei der Suche nach Aushilfskräften

Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg erweitert ihr Stellenportal um Aushilfstätigkeiten für die Dauer der Corona-Pandemie. Ab sofort können Apotheken ein Stellenangebot oder Stellengesuch für eine Aushilfstätigkeit während der Coronavirus-Krise einstellen. „Mit der Erweiterung des Stellenmarktes möchten wir Ihnen eine Plattform bieten, in der Sie zusätzliches Personal suchen und entsprechende Angebote einsehen können.“ Damit die Stellenmarkterweiterung möglichst reibungslos klappt, hat die Kammer eine eigene Arbeitshilfe erstellt. Durch dieses Angebot soll personellen Engpässen entgegengewirkt werden können.
Quelle: daz.online/cm

12:25 Uhr: WHO startet weltweite Studie zu Arzneimitteln gegen COVID-19

Unter dem Titel „Solidarity“ hat die WHO eine weltweite Studie eingeleitet, in der die aktuell bereits verfügbaren Behandlungsansätze gegen COVID-19 miteinander verglichen werden sollen.

 Konkret geht es um folgende Wirkstoffe:

  • Remdesivir
  • Lopinavir + Ritonavir
  • Lopinavir + Ritonavir + Interferon Beta
  • Chloroquin

Ihre Effektivität soll mit den aktuellen Maßnahmen verglichen werden, mit denen an COVID-19 Erkrankte aktuell im Krankenhäusern behandelt werden.
Quelle: daz.online/dm

08:55 Uhr: Deutscher Apotheker Verlag unterstützt mit Themen-Website

Um die Apotheken in der aktuellen, außergewöhnlichen Situation zu unterstützen und rasch mit wichtigen Informationen und Arbeitshilfen zu versorgen, stellt der Deutsche Apotheker Verlag ab sofort eine gesonderte Corona-Website (coronavirus.deutscher-apotheker-verlag.de) zur Verfügung.
Dort finden Apothekenmitarbeiter

  • aktuelle Nachrichten
  • Formular-Downloads
  • ausgewählte Literatur-Vorschläge

08:30 Uhr: Arbeitshilfen zur Covid-19-Pandemie des DAP

Um die Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu verringern, gibt es auch für Apotheken viele neue Vorschriften. Unsere Kollegen des DAP (DeutschesApothekerPortal) stellen deshalb Arbeitshilfen und Informationen zur aktuellen Situation zur Verfügung. Hier finden Sie unter anderem:

  • Arbeitshilfen zum Umgang mit der Pandemie und Arbeitsschutz
  • Kontakt zu Hersteller von Polycarbonat-Schutzscheiben
  • Arbeitshilfe zur Akutversorgung während der Covid-19-Pandemie
  • Arbeitshilfe Rezeptbelieferung und Packungsgrößenauswahl im Notdienst

07:40 Uhr: AOK Baden-Württemberg bezuschusst Botendienste

Die AOK Baden-Württemberg sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau vergüten nun temporär Botendienste und haben sich mit dem LAV in Baden-Württemberg auf eine entsprechende Vereinbarung geeinigt. Die Vereinbarung gilt zunächst befristet bis zum 30. April 2020.

Mit dem Sonderkennzeichen 06461096 AOK BW/LKK – Botendienst können Apotheken ab sofort für Versicherte der AOK Baden-Württemberg sowie der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Botendienste mit einer Pauschale von 2,00 EUR zzgl. Ust. gesondert berechnen. Damit soll der gesteigerten Nachfragen nach Botendiensten während der Corona-Pandemie Rechnung getragen werden.
Quelle:daz.online/jb/bro

 

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