Aktuelle Kurzmeldungen zur Corona-Pandemie

Woche vom 18. bis 22.05.2020

Bild: ezstudiophoto / stock.adobe.com

Die Entwicklung der Corona-Krise ist sehr dynamisch. Um Sie zeitnah mit apothekenrelevanten Neuigkeiten zu versorgen, fassen wir hier laufend die wichtigsten Meldungen zum Thema für Sie zusammen.

Freitag, den 22.05.2020

Corona-Impfstoff auf oder in die Haut?

In Europa scheint sich die aktuelle Lage der Verbreitung des Corona-Virus aktuell beruhigt zu haben. Dennoch ist klar: Bis ein Impfstoff gefunden ist, wird es keine völlige Entspannung geben, denn Impfungen sind die einzige Möglichkeit, um den Erreger wirksam und dauerhaft zu bekämpfen. Bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 geht es nicht nur darum, was drin ist, sondern auch darum, wie es in den Körper reinkommt. Forschende am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam wollen eine Vakzine entwickeln, die direkt über die Haut ausgeliefert wird, und zwar an die Langerhans Zellen, die später für die Aktivierung des Immunsystems im gesamten Körper verantwortlich sind. Wie genau das funktionieren soll, haben sich die Kollegen von DAZ.online genauer angesehen.

Weiterlesen

Quelle: DAZ.online / hb / cn

Schützt eine BCG-Tuberkulose-Impfung vor COVID-19?

Weltweit traten in Regionen mit hoher Tuberkulose-Durchimpfungsrate vergleichsweise wenig schwere COVID-19-Infektionen auf. In den letzten
Wochen kam daher immer wieder die Frage auf, ob eine Tuberkulose-Impfung möglicherweise vor einem schweren COVID-19-Verlauf schützen kann. Die Kollegen von DAZ.online haben die neuesten Daten aus Israel für Sie zusammengefasst.

Weiterlesen

Quelle: DAZ.online / cn

Studie: Deutsche wollen in der Corona-Krise kontaktlos bezahlen

Die Menschen in Deutschland versuchen in der Corona-Krise, Zahlungen mit Bargeld so oft es geht zu vermeiden. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Drei Viertel der Befragten gaben an, lieber mit einer Karte, einem Smartphone oder einer Smartwatch zu bezahlen. Zugleich wünschen sich 7 von 10 Befragten (71 Prozent) mehr Möglichkeiten, um kontaktlos bezahlen zu können. Zuletzt hatte auch die Bundesbank mitgeteilt, dass wegen der Corona-Krise immer mehr Menschen in Deutschland ihre Einkäufe kontaktlos bezahlten.
Es gebe kaum ein Verhaltensmuster, das durch Corona ähnlich stark verändert wurde, wie das Bezahlen an der Kasse, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Das kontaktlose Bezahlen mit Karte oder Smartphone sei nicht nur hygienisch, es gehe auch schnell und sei sicher. Alle Händler, Restaurants und Cafés sollten ihren Kunden das kontaktlose Bezahlen ermöglichen.

Der Trend hin zum kontaktlosen Bezahlen betrifft nicht nur die jungen Leute, sondern wird quer durch alle Generationen gefordert. So unterstützen 76 Prozent der 16- bis 29-Jährigen, 72 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 75 Prozent der 50- bis 64-Jährigen eine entsprechende Ausweitung. Auch unter den Menschen ab 65 Jahren wünscht sich eine deutliche Mehrheit von 62 Prozent mehr kontaktlose Bezahlmöglichkeiten.
Kontaktloses Bezahlen ist mit allen Girocards und Kreditkarten möglich, die einen NFC-Chip besitzen. Außerdem kann mit einem Smartphone oder einer Smartwatch via Apple Pay und Google Pay oder Banken-Apps wie Mobiles Bezahlen der Sparkassen oder Postbank Finanzassistent kontaktlos Geld übertragen. Inzwischen kooperieren die meisten Banken mit diesen Dienstleistern. Der Kunde muss dafür Karte oder Gerät nah an die Kontaktstelle des Kassenterminals halten.

Quelle: dpa / cn

Corona-Beschränkungen auch für psychisch Kranke zumutbar

Die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln in der Corona-Krise sind nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe auch psychisch kranken Menschen zuzumuten. Zwar seien diese von den Maßnahmen besonders hart getroffen, heißt es in einer Eilentscheidung vom 1. Mai, die heute veröffentlicht wurde. Die generelle Aufhebung der Beschränkungen und ein möglicher Wiederanstieg der Zahl der Infizierten hätten aber gravierendere Folgen für sehr viele Menschen.

Den Eilantrag hatte ein Mann aus Hessen eingereicht, der seit Jahren eine schwere Depression hat. Er trug vor, sein Leiden verschlimmere sich, wenn er keinen direkten Kontakt zu anderen Menschen pflegen könne. Es gehe ihm bereits merklich schlechter. Digitale Angebote seien nicht das Gleiche. Sie könnten nicht die Treffen in der Selbsthilfegruppe oder das Gespräch mit dem Therapeuten ersetzen. Der Kläger wollte erreichen, dass die entsprechenden Regelungen in der hessischen Corona-Verordnung vorläufig außer Kraft gesetzt werden. Das lehnten die Karlsruher Verfassungsrichter jedoch ab. Dabei war für sie auch maßgeblich, dass den Betroffenen therapeutische und ärztliche Hilfe nicht völlig versagt wird. So könne auch der Kläger seine Therapie zumindest per Videosprechstunde fortsetzen. Vor diesem Hintergrund seien die Beschränkungen ihm und anderen psychisch Kranken zumutbar.

Quelle: DAZ.online / cn

Mittwoch, den 20.05.2020

Lohnersatz auf bis zu 20 Wochen verlängert

Wenn Kinder nicht in die Schule oder in die Kindertagesstätte gehen können, erhalten ihre Eltern künftig bis zu 20 Wochen Lohnersatzleistungen. Die Entschädigung, die Ende März eingeführt wurde, war zunächst auf sechs Wochen begrenzt. Nach vielen Ankündigungen in den vorigen Wochen hat das Bundeskabinett am heutigen Mittwoch die Verlängerung auf bis zu zehn Wochen für jeden Sorgeberechtigten und bis zu 20 Wochen für Alleinerziehende beschlossen.

Quelle:daz.online/tmb

Bayer rechnet zeitnah mit ersten COVID-19-Medikamenten

Bayer-Chef Werner Baumann rechnet schon bald mit ersten wirksamen Behandlungsmethoden gegen Corona-Erkrankungen. „Ich gehe davon aus, dass es in den nächsten Monaten einen Wirkstoff oder mehrere Wirkstoffkombinationen gibt, die den Krankheitsverlauf deutlich abmildern können“, sagte der Manager der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Denn mehrere Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten gegen das Coronavirus, die ursprünglich gegen andere Krankheiten entwickelt wurden, näherten sich ihrem Abschluss.

„Sobald klar ist, welche Wirkstoffe helfen können, wird die wichtige Frage lauten, wie wir die Nachfrage schnellstmöglich weltweit bedienen können. Darauf bereiten wir uns bereits vor“, sagte Baumann. Zu den Testkandidaten gehören auch die Bayer-Medikamente Resochin und Betaferon.

Es werde möglicherweise nicht den einen Wirkstoff gegen COVID-19 geben, sondern unterschiedliche Wirksamkeiten in unterschiedlichen Stadien der Krankheit, betonte der Bayer-Chef. „Manche Präparate helfen nicht mehr, wenn sie zu spät gegeben werden. Das bedeutet auch, dass wir Infizierte früh erkennen müssen, um möglichst gute Behandlungserfolge erzielen zu können.“

Die genauen Krankheitsverläufe müssten besser analysiert werden, um daraus die richtigen Behandlungsmuster ableiten zu können, verlangte Baumann. „Solange wir dazu nicht in der Lage sind, rennen wir bei jeder größeren Welle, die da noch kommen mag, in eine potenzielle Überlastung des Krankenhaussystems.“

Quelle:dpa/sn

Altmaier will Übernahmen deutscher Gesundheitsfirmen erschweren

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will vor dem Hintergrund der Coronakrise Übernahmen deutscher Firmen im Gesundheitssektor erschweren. Dabei geht es um Unternehmen, die Arzneimittel oder Corona-Schutzausrüstung entwickeln oder herstellen. Jetzt nimmt der Minister auch solche Firmen ins Visier, die sich auf Impfstoffe fokussieren.

Quelle:dpa/cm

Universitätsklinikum Gießen und Marburg bittet dringend um Blutspenden

Die derzeit herrschende Coronavirus-Pandemie führt in deutschen Krankenhäusern zu einem Engpass an Blutspenden. Nach Angaben des Universitätsklinikum Gießen und Marburg suchen derzeit z. B. rund 20 bis 30 Prozent der sonst regelmäßig aktiven Spender die Blutspendezentralen nicht auf. Da der Bedarf aber nach wie vor bestehen bleibt, ruft das Universitätsklinikum die Bevölkerung in Gießen, Marburg und in der Region auf, jetzt verstärkt Blut zu spenden.

„Die nun wieder steigenden operativen Eingriffe in beiden Häusern sind verlässlich nur möglich, wenn eine ausreichende Versorgung mit Spenderblut gewährleistet ist. Dafür müssen wir vorsorgen, deshalb dieser dringende Aufruf“, sagt heute Prof. Dr. Gregor Bein, Direktor des Zentrums für Transfusionsmedizin und Hämotherapie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg.

Quelle: Uniklinik Gießen und Marburg/sn

CO2-Tageswerte während Coronakrise teilweise 17 Prozent niedriger

Der tägliche weltweite CO2-Ausstoß ist auf dem Höhepunkt der strikten Corona-Maßnahmen zeitweise um etwa ein Sechstel zurückgegangen. Die globalen Tageswerte waren Anfang April um schätzungsweise bis zu 17 Prozent niedriger als im Durchschnitt des Jahres 2019, wie ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“ berichtet.

Quelle: daz.online/bro

PTA-Ausbildung während Corona-Pandemie erleichtert

Das Zweite Bevölkerungsschutzgesetz ermächtigt das Bundesgesundheitsministerium, die Ausbildung von Gesundeitsfachberufen zu flexibilisieren. Nun hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen Verordnungsentwurf vorgelegt, mit dem unter anderem die PTA-Ausbildung während der derzeitigen Corona-Pandemie erleichtert werden soll.

Tritt diese Verordnung in Kraft dürfen die Länder vorübergehend von den in den jeweiligen Berufsgesetzen festgeschriebenen Anforderungen abweichen. Unter anderem wären dann folgende Änderungen möglich: 

  • Theoretischer und praktischer Unterricht darf digital stattfinden.
  • Auch andere geeignet Unterrichtsformate sind erlaubt.
  • Ausbildungsdauer kann um maximal sechs Monate über die vorgesehene Ausbildungszeit hinaus verlängert werden.
  • Laborteile können zeitlich verkürzt oder durch andere geeignete Formate ersetzt werden.

Quelle: crm/sn

Dienstag, den 19.05.2020

COVID-19 betriff ZNS, Gefäße und Organe

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und renommierte Hochschulmediziner haben davor gewarnt, die Gefährlichkeit der COVID-19-Erkrankung zu unterschätzen. Vertreter mehrerer Unikliniken zogen am heutigen Dienstag Zwischenbilanz.

Es handele sich bei COVID-19 nicht um eine klassische Lungenentzündung wie bei einer Grippe, sagte Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden. Die Erkrankung stelle etwas Besonderes dar und sei „höchstkomplex“. Das hätten viele Fälle mit schwerkranken Patienten in den vergangenen Wochen an den Kliniken gezeigt. Bei Patienten mit schweren Verläufen träten Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Rückenmarks oder der Gefäße auf. Es komme sogar zu vorübergehenden Querschnittslähmungen oder auch zu Organversagen von Niere und Leber.

„Es ist so gut organisiert und so gut gemacht worden in den letzten Wochen, dass der Blick auf diese grässlichen Folgen und Auswirkungen nicht nur für Einzelne sondern für ganze Gesellschaftsschichten verloren gegangen ist“, sagte Albrecht mit Blick auf die Kritik an den Anti-Corona-Maßnahmen.

Die Pandemie sei kein Hirngespinst, sondern eine reale ernsthafte Bedrohung, sagte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU). „Mit dieser Krankheit ist definitiv nicht zu spaßen, und je mehr wir über sie lernen, umso deutlicher wird das.“ Sie rief dazu auf, die Abstands- und Hygieneregeln weiter einzuhalten.

Quelle: dpa/sn

Corona-Studie des Robert Koch-Instituts startet morgen

In einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg startet eine größere Untersuchung des Robert Koch-Instituts zum Coronavirus. In Kupferzell (Hohenlohekreis) sollen ab Mittwoch 2000 Menschen befragt und auch getestet werden. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten 8000 Menschen in vier besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Orten an der Studie „Corona Monitoring lokal“ teilnehmen, wie RKI-Forscher am heutigen Dienstag sagten.

Sie wollen herausfinden, wie viele Menschen bereits mit dem Virus in Kontakt waren und Antikörper gebildet haben. Außerdem erhoffen sie sich Erkenntnisse über den Anteil der Infektionen ohne Symptome, welche Menschen häufiger betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass Betroffene ins Krankenhaus müssen. Ziel ist laut RKI auch, Faktoren zu ermitteln, die eine Ausbreitung vorantreiben oder hemmen.

In Kupferzell wird bis zum 6. Juni getestet, die Ergebnisse sollen im Juli präsentiert werden. Zwischenergebnisse wird es laut RKI nicht geben. Nach den Tests in Kupferzell zieht das RKI-Team weiter nach Bad Feilnbach in Bayern. Dort sowie später in zwei weiteren stark betroffenen Gemeinden – die noch nicht feststehen – werden jeweils weitere 2000 Menschen getestet und befragt.

Quelle:dpa/sn

Über 20 400 infizierte Mitarbeiter im Gesundheitswesen

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge in Deutschland mehr als 20 400 Mitarbeiter von Kranken- und Pflegeeinrichtungen mit dem neuartigen Virus infiziert. Alleine in Krankenhäusern, Praxen, Dialyseeinrichtungen und bei Rettungsdiensten verzeichnete das RKI bislang mehr als 11 800 Corona-Fälle (Stand 18.5. 0 Uhr). In Pflege- und anderen Wohneinrichtungen waren es mehr als 8500 Infektionen. Insgesamt 895 erkrankte Mitarbeiter mussten demnach stationär behandelt werden, 61 sind gestorben.

Personal in Gesundheitseinrichtungen werde allerdings nur punktuell auf das Virus getestet, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ . Das RKI habe auf Anfrage der Zeitung eingeräumt, es sei dem Institut nicht bekannt, wie umfassend in den Einrichtungen getestet werde.

Insgesamt hat das RKI bislang 175 200 Corona-Infektionen in Deutschland registriert – davon haben 155 700 die Infektion bereits überstanden(Stand 19.5. 0 Uhr).

Quelle:dpa/sn

Remdesivir kurz vor Zulassung in der EU

Erst in der vergangenen Woche sorgte die EMA dafür, dass das Virostatikum Remdesivir auch in der EU zur Behandlung von Patienten mit COVID-19 breiter eingesetzt werden darf, nachdem die USA und Japan das Gilead-Arzneimittel bereits per Ausnahmegenehmigung zugelassen hatten. Nun kündigt die EMA an, dass Remdesivir kurz vor einer bedingten Marktzulassung steht.

Quelle: daz.online/cm

US-Präsident nimmt „vorsorglich“ Hydroxychloroquin

Das Malariamedikament Hydroxychloroquin wird seit Langem als mögliche Therapieoption gegen COVID-19 diskutiert. Doch konnte seine Wirksamkeit bislang in Studien nicht belegt werden – im Gegenteil. Dennoch verkündet US-Präsident Donald Trump am Montagabend, den Wirkstoff seit etwa eineinhalb Wochen zur Prophylaxe gegen COVID-19 einzunehmen. Trump und sein Leibarzt Sean Conley seien nach zahlreichen Diskussionen zu dem Schluss gekommen, dass mögliche Vorteile einer Behandlung mit Hydroxychloroquin die damit verbundenen Risiken überwiegen.

Quelle:dpa/sn

UKE will Arzneimittel für Coronapatienten selbst herstellen

Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind mitnichten eine Begleiterscheinung, die Corona „erfunden“ hat. Allerdings scheint COVID-19 das Lieferproblem zu verschärfen. Nun wollen sich manche Krankenhausapotheken unabhängiger machen von den globalen Lieferketten und für die Versorgung von Coronapatienten dringend benötigte Arzneimittel selbst herstellen. So auch das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Die Apotheken brauchen nach Ansicht von Michael Baehr, Chef-Apotheker im UKE, „Lockerungen von rechtlichen Fesseln und Unterstützung in der Beschaffung von Substanzen“.

Quelle: daz.online/cm

Pharmazeuten entdecken große Mengen gefälschte COVID-19-Arzneimittel in Afrika

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für ärztliche Mission (Difäm) haben Forscher des Pharmazeutischen Instituts der Universität Tübingen mehrere gefälschte Chloroquin-Präparate identifizieren können, die im Kongo und in Kamerun aufgetaucht sind. Das Problem ist nicht nur regional begrenzt und könnte über dubiose Internetquellen auch nach Deutschland gelangen.

Die entlarvten Fälschungen enthielten entweder keinen, zu wenig oder den falschen Wirkstoff. Dies führt zu unabsehbaren Gesundheitsrisiken und birgt auch die Gefahr der Resistenzbildung.

Quelle: daz.online/vb

Apotheker versorgen Krisenstab mit Desinfektionsmittel

Ein Apothekerteam aus Münster stellte kostenfrei 750 Liter Handdesinfektionsmittel her. Dieses ging an den Krisenstab der Stadt, der das Mittel verschiedenen Einrichtungen, wie Obdachloseneinrichtungen, Krisenberatungsstellen, Kitas und Schulen zur Verfügung stellte. Das Ethanol zur Herstellung wurde von einer Kornbrennerei bereitgestellt.

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe bedankte sich bei den Beteiligten für ihr Engagement und stellte laut Pressemitteilung heraus, wie wichtig die Kompetenzen der Apotheken vor Ort für die Gesellschaft sind: „Sie sind wohnortnah für die Menschen da und haben in den letzten Monaten einen unverzichtbaren Beitrag zur Krisenresilienz geleistet. Dafür bin ich allen Apotheken-Teams in der Stadt sehr dankbar.“

Quelle:daz.online/ms

Montag, den 18.05.2020

Forschungsverbund kündigt COVID-19-Impfstoffstudie für September an

Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) will noch in diesem Jahr mit einem Impfstoff gegen die vom neuartigen Coronavirus ausgelöste Krankheit COVID-19 in die klinische Prüfphase starten. Finanziell und logistisch stehe dem nichts mehr im Weg, teilte der Forschungsverbund heute mit.

Quelle: daz.online/crm

Zustimmung zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens sinkt

Die Zustimmung der Bevölkerung zu den aktuell geltenden Vorschriften, mit deren Hilfe die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verlangsamt werden soll, sinkt kontinuierlich. Das belegt die aktuelle Ausgabe des BfR-Corona-Monitors.

Ein Rückgang der Zustimmung ist demnach unter anderem bei Schließungen von Kultureinrichtungen, den derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen, durchgeführten Grenzkontrollen und der Maskenpflicht zu verzeichnen. Auch das Vertrauen in die Medien lässt dem Bericht zu folge nach.

Quelle:daz.online/crm/sn

Barmer gibt Tipps zum Fitnessstudio-Besuch

Nach einer langen Corona-Zwangspause haben mittlerweile die ersten Fitnessstudios wieder geöffnet. Wer zum Training geht, sollte jedoch einige Regeln beachten, um sich vor dem Virus zu schützen und den Körper nicht zu überfordern. Die Barmer klärt in einer aktuellen Pressemitteilung auf.

„Zum Training im Fitnessstudio sollte man mehrere Masken mitnehmen und sie wechseln, sobald sie feucht sind. Da man durch die Maske schlechter Luft bekommt, sollte man das Training ein wenig drosseln und sich langsam an sein Limit herantasten“, sagt Klaus Möhlendick, Sportwissenschaftler bei der Barmer. Für einen gesunden Sportler sei es kein Problem, wenn das Atmen durch die Schutzmaske etwas anstrengender sei. Dies könne die Atemmuskulatur sogar bis zu einem gewissen Grade trainieren und stärken. Dagegen sollten Personen, die ohnehin schon Atemwegs- oder Kreislaufprobleme hätten, ihr Training stark reduzieren und besser zuhause trainieren, um die Genesung nicht zu gefährden.

Um sich gegenseitig nicht anzuatmen, sollten Sportler im Fitnessstudio eine einheitliche Blickrichtung einnehmen. Zudem sollten die Geräte vor und nach der Verwendung desinfiziert werden.

Quelle: Barmer/sn

Vor-Ort-Apotheken durch die Maske verbunden

Um Vor-Ort-Apotheken zu stärken und deren Zusammenhalt nach außen zu kommunizieren, haben sich die Apotheker Yen-Ngan Vu-Nguyen und Phong Nguyen aus Iserlohn in Zeiten erhöhter Schutzvorkehrungen etwas Besonderes einfallen lassen: Sie brachten eine dreilagige Stoffmaske mit besticktem Logo speziell für das Apothekenpersonal auf den Markt. „Unser Ziel ist es, uns Apotheken vor Ort bei den Kunden und im Apothekenmarkt zu stärken bzw. das Bild der Apotheken vor Ort hervorzuheben und auch den Zusammenhalt der Apotheken vor Ort näher zu bringen“, erklären die beiden Apotheker ihre Motivation hinter der Aktion.

Deshalb prangen auf den ansonsten weißen Stoffmasken der Schriftzug „Ihre Apotheken-Vor-Ort“ sowie zwei bunte Kapseln. Nach Angaben der beiden Apotheker sind die Stoffmasken auf Baumwollbasis bei 60 Grad bis zu 30 mal waschbar und können über eine Nasenklammer fixiert werden. Bestellt werden können Packungen mit je zwei Masken zu 5,95 €. Die Bestellung erfolgt über die apothekeneigene E-Mail-Adresse.

Quelle: ptaheute/sn

vdek: Auch Wirkstoffe der Substitutionsausschlussliste können ausgetauscht werden

Seit dem 22. April gelten für Apotheken flexiblere Regelungen bei der Abgabe verordneter Arzneimittel. Möglich macht dies die „SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung“. Die ABDA hatte sich eigentlich noch weitere Lockerungen gewünscht, etwa, dass Apotheken auch bei Arzneimitteln der Substitutionsausschlussliste von der ärztlichen Verordnung abweichen dürfen. Dies ist nicht explizit geschehen – doch jedenfalls die Ersatzkassen finden, dass ein solcher Austausch schon nach den jetzigen Vorgaben zulässig ist.

So informiert die Sächsische Landesapothekerkammer, der Verband der Ersatzkassen (vdek) habe mitgeteilt, dass auch diese Wirkstoffe ausgetauscht werden können, wenn eine Rücksprache mit dem Arzt erfolgt und diese auf dem Verordnungsblatt dokumentiert (mit Datum + Unterschrift) wird. Die Änderung oder Neuausstellung einer Verordnung durch den Arzt sei in diesem Fall nicht erforderlich.

Ein vdek-Sprecher bestätigte dies auf Nachfrage von DAZ.online. Zwar gebe es keine Vereinbarung mit dem Deutschen Apothekerverband hierzu. Doch beim vdek sehe man diesen Fall kongruent zum Vorgehen beim Aut-idem-Ausschluss.

Quelle: daz.online/ks

 

Hier geht es zu den Meldungen der vergangenen Tage