Aktuelle Kurzmeldungen zur Corona-Pandemie

Woche vom 25. bis 29.05.2020

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Die Entwicklung der Corona-Krise ist sehr dynamisch. Um Sie zeitnah mit apothekenrelevanten Neuigkeiten zu versorgen, fassen wir laufend die wichtigsten Meldungen zum Thema für Sie zusammen.

Freitag, den 29.05.2020

Experten: Nachverfolgung von Corona-Infektionen aktuell zuverlässig

Die Nachverfolgung der Corona-Infektionen ist für die Gesundheitsämter nach eigenen Angaben derzeit beherrschbar. Im Moment sei die Lage vergleichsweise entspannt, ¬¬äußerte sich Markus Mempel vom Deutschen Landkreistag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) bescheinigt den Behörden aktuell ein gutes Management bei der Verfolgung von Kontaktpersonen. „Die Gesundheitsämter ermitteln zuverlässig und zeitnah“, sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert. Sie warnte aber auch: „Wenn die Infektionszahlen flächendeckend wieder ansteigen, sind die Gesundheitsämter mit der aktuellen Personalausstattung nicht in der Lage die Kontaktpersonennachverfolgung konsequent durchzuführen.“ Sie forderte ein Konjunkturprogramm für den öffentlichen Gesundheitsdienst.

ABDA wünscht sich finanzielle Unterstützung für PTA-Schüler während Corona-Pandemie

Vergangene Woche hatte das Bundesgesundheitsministerium einen Referentenentwurf einer Verordnung vorgelegt, die eine flexiblere Gestaltung der PTA-Ausbildung während der Corona-Pandemie ermöglichen soll. Die ABDA, die Standesvertretung der Apotheker, geht noch einen Schritt weiter und fordert finanzielle Unterstützung beim Schulgeld. Wir haben die Hintergründe für Sie zusammengefasst.

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Donnerstag, den 28.05.2020

Weiterhin abnehmender Trend: RKI meldet 353 Neuinfektionen

Der abnehmende Trend bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hält an. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 353 neue Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 179.717 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Donnerstag meldete (Datenstand 28.05. 0 Uhr).

Am 2. April war die Zahl der Neu-Infektionen mit rund 6.500 auf ihrem bisherigen Höhepunkt gewesen. Seitdem sind die Zahlen - mit tagesabhängigen Schwankungen - kontinuierlich gesunken. Bislang starben dem RKI zufolge 8.411 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 62. 163.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag bei 0,61 (Datenstand 28.5. 0 Uhr; Dienstag 0,68). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel etwa sechs weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 28.5. 0.00 Uhr) bei 0,78. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Nach Angaben des RKI haben aktuell rund ein Viertel aller Landkreise innerhalb von sieben Tagen gar keine Neuinfektionen registriert. Nur eine Handvoll Kreise oder kreisfreie Städte verzeichnet mehr als 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Allerdings können die RKI-Angaben den Zahlen vor Ort wegen Meldeverzögerungen etwas hinterherhinken.

Corona-Warn-App soll Mitte Juni kommen

Bundesinnenminister Horst Seehofer geht davon aus, dass die deutsche Corona-Warn-App etwa Mitte Juni zur Verfügung stehen wird. Es habe dazu am Vorabend ein „sehr, sehr gutes Gespräch“ mit den Projektträgern SAP und Deutsche Telekom gegeben, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in einer Video-Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung. Er sei zuversichtlich. „dass wir um Mitte Juni (...) diese berühmte Warn-App bekommen.“

Angestrebt werde, diese App europaweit einsetzbar zu machen, sagte Seehofer. „Die Leute sind ja mobil. Und die App hat ja nur eine begrenzte Wirkung, wenn wir sie dann nur in der Bundesrepublik Deutschland verwenden.“ Dafür müssten mit den Konzernen Google und Apple aber noch ein paar Probleme bei den Schnittstellen gelöst werden.Seehofer wies darauf hin, dass sich in Deutschland und Frankreich das Infektionsgeschehen sehr positiv entwickelt habe. Sollte es dabei bleiben, würden die Grenzkontrollen zu Frankreich am 15. Juni komplett aufgehoben. „Gleichzeitig zum 15. Juni will die deutsche Regierung auch ihre Reisewarnungen und Reisehinweise neu gestalten.“ Dies werde das Bundeskabinett am kommenden Mittwoch beschließen. Angestrebt werde auch, dann die weltweite strikte Reisewarnung „so nicht aufrechtzuerhalten, sondern unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens Lockerungen durchzuführen“.

Seehofer betonte, die Mitte März eingeführten Grenzkontrollen hätten ihren Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens geleistet. „Es geht immer darum, das Virus nicht zu importieren“, sagte er. „Deshalb hat sich diese Anstrengung schon gelohnt.“ Mit Blick auf Lockerungen betonte Seehofer: „Der Schutz der Gesundheit und des Lebens muss bei diesen Fragen an oberster Stelle stehen. Das ist nicht verhandelbar.“

Mittwoch, den 27.05.2020

Corona-Update des RKI: 362 Neuinfektionen in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 362 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mehr als 179 300 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Mittwochmorgen meldete (Datenstand 27.05, 0 Uhr). Unklar ist, wie hoch die Dunkelziffer in Deutschland ist. Das RKI weist darauf hin, dass zwischen Bekanntwerden eines Infektionsfalls vor Ort und der Veröffentlichung durch das RKI ein Zeitverzug entsteht, so dass es Abweichungen zu anderen Quellen geben kann.

Bislang starben dem RKI zufolge 8.349 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 47. 162.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind etwa 800 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag bei 0,70 (Datenstand 26.5. 0 Uhr; Montag 0,83). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel sieben weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 26.5. 0.00 Uhr) bei 0,78. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Doch übertragbar? SARS-CoV-2 in Muttermilch nachgewiesen

In der Muttermilch einer mit SARS-CoV-2 infizierten Frau haben Forscher das Erbgut der Viren nachgewiesen. Unklar ist aber, ob ihr ebenfalls erkranktes Kind sich tatsächlich darüber angesteckt hat. Handelt es sich um einen neuen Übertragungsweg?

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Geflüchtete helfen in der Coronakrise

Masken nähen, Hilfe bei Hygienemaßnahmen und sonstige freiwillige Arbeiten: Viele Flüchtlinge möchten während der Pandemie nicht untätig sein. Sie übernehmen neue Aufgaben in den Unterkünften und engagieren sich in der Nachbarschaftshilfe.

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Quelle: DAZ.online / ms

Dienstag, den 26.05.2020

Weniger Verkehrstote während der Corona-Krise

„Bleiben Sie zuhause!“: Dieser Aufforderung kamen die Deutschen im März und April aufgrund der Corona-Beschränkungen nach. Leere Straßen und Autobahnen waren die Folge. Das durch die Corona-Pandemie bedingte geringe Verkehrsaufkommen hat sich im März 2020 auch auf die Zahl der Straßenverkehrsunfälle ausgewirkt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Zahl der Verkehrsunfälle gegenüber März 2019 um 23 % auf 166 000. Auch die Zahl der Verkehrstoten ging deutlich zurück: Im März 2020 kamen in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 158 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben (März 2019: 234). Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020.
Die Zahl der Verletzten sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27 % auf rund 20 400. Einzig im Februar 2010 hatte es in einem Monat weniger Verletzte bei Verkehrsunfällen gegeben (rund 19 500).

Quelle: Destatis / cn

Hygiene-Richtlinien Ampel regelt Zugang zur Apotheke

Sibylle Fath hat an ihrer Andreas-Apotheke im südhessischen Lampertheim eine Ampel installieren lassen. Sie testet das Einlasskontrollsystem für den Hersteller und kann sich vorstellen, dass man es in den Corona-Zeiten bald an vielen Apotheken, Supermärkten, Bäckereien und anderen Geschäften sehen  wird. Wie genau das System funktioniert, haben sich die Kollegen von DAZ.online angeschaut.

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Quelle: DAZ.online  / cn

Mehr als 178.800 Corona-Nachweise in Deutschland - über 8.280 Tote

Bundesweit sind bis Dienstagvormittag mehr als 178.800 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. 24 Stunden zuvor lag die gemeldete Zahl bei mehr als 178.500 Fällen. Mindestens 8.283 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Stand Montagvormittag: 8.252). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag bei 0,83 (Datenstand 25.5. 0 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 25.5. 0.00 Uhr) bei 0,84. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Nach weiteren Schätzungen des RKI haben in Deutschland rund 162.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 46.600 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2.402 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 37.200 Fällen und mindestens 1.564 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 34.400 bestätigten Fällen und mindestens 1.707 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert sowohl von Bundesland zu Bundesland als auch unter Umständen von Tag zu Tag.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 356,7 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 215,1. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Quelle: dpa / cn

Montag, den 25.05.2020

Erster Erfolg mit möglichem Corona-Impfstoff in China

Chinesische Forscher haben weltweit erstmals mit einem möglichen Corona-Impfstoff eine Reaktion des Immunsystems bei Menschen hervorgerufen. Der in China getestete Impfstoff Ad5-nCoV habe sich in einer ersten Versuchsphase als sicher und gut verträglich herausgestellt, schreiben die Forscher im Journal „The Lancet“ vom Freitag. Vor allem aber habe er eine Immunabwehr-Reaktion auf das Virus Sars-CoV-2 im menschlichen Körper erzeugt. Weitere Versuche seien notwendig, um herauszufinden, ob diese Reaktion auch eine Infektion mit dem Virus verhindere.

„Diese Ergebnisse stellen einen wichtigen Meilenstein dar“, erklärte Hauptautor Wei Chen vom Beijing Institute of Biotechnology. Eine einzelne Dosis von Ad5-nCoV reiche demnach aus, um in 14 Tagen bei den Probanden virusspezifische, neutralisierende Antikörper und eine entsprechende Reaktion spezieller Abwehrzellen (T-Zellen) zu erzeugen. Er riet dazu, die Ergebnisse dennoch „vorsichtig“ zu interpretieren. Ein Impfstoff, der allen zugänglich sei, sei noch weit entfernt.

Ad5-nCoV wurde 108 gesunden Freiwilligen im chinesischen Wuhan verabreicht und die Wirkung bis 28 Tage danach ausgewertet. Eine finale Auswertung soll es nach sechs Monaten geben. Eine Doppelblind-Studie mit Kontrollgruppe wurde als Phase 2-Versuch mit dem Wirkstoff ebenfalls in Wuhan bereits gestartet. Momentan sind nach „Lancet“-Angaben mehr als 100 mögliche Wirkstoffe gegen Covid-19 weltweit in der Entwicklung.

Quelle: DAZ.online / br / dpa

Keine Engpässe bei Schutzkleidung und Desinfektionsmittel mehr

„Die Engpässe bei Schutzkleidung und Desinfektionsmittel konnten behoben werden“, teilte das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) zu Liefer- und Versorgungsengpässen in der Coronakrise mit. Aktuell sei eine GMP-konforme Herstellung sichergestellt und Produktionsausfälle nicht zu erwarten. Auch die Versorgungslage mit Arzneimitteln in Apotheken und Kliniken zeigt sich nach Einschätzung des regelmäßig stattfindenden BfArM Jour fixe, „aufgrund der getroffenen Maßnahmen und der sinkenden Anzahl zu behandelnder Patienten in der Fläche generell leicht entspannt“. Die Verordnungszahlen von Hydroxychloroquin und Paracetamol zeigten derzeit ebenfalls keine Auffälligkeiten. Nachdem Ibuprofen, bislang wissenschaftlich unbelegt, in Verdacht geriet, COVID-19-Verläufe zu verkomplizieren und Hydroxychloroquin eine zeitlang als Hoffnungsträger bei Corona-bedingten Erkrankungen galt, war die Nachfrage nach Paracetamol und dem Malariamittel kurzzeitig enorm gestiegen.

Quelle: DAZ.online / cm / BfArM / cn

Mehr Anrufe wegen Desinfektionsmitteln: Giftnotruf hat viel zu tun

Seit Beginn der Corona-Krise gehen bei den Giftnotrufzentralen mehr Anrufe ein. Häufiger als vorher geht es um Desinfektionsmittel, Seife und Co. Wer davon am meisten betroffen ist und welche Tipps zur Anwendung Sie Ihren Kunden mit auf den Weg geben sollten, erfahren Sie hier.

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Quelle: dpa / cn

 

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