Aktuell

Stevia-Euphorie gedämpft

Bis zu 300-mal süßer als Saccharose und praktisch kalorienfrei – das hat den Steviolglykosiden („Stevia“) zum Boom verholfen. Seit Ende letzten Jahres ist das aus dem südamerikanischen Korbblütler Stevia rebaudiana gewonnene Süßungsmittel von der Europäischen Union als Lebensmittelzusatzstoff „E 60“ zugelassen. Für Diabetiker sind mit Stevia gesüßte Lebensmittel nach Expertenmeinung dennoch nur bedingt empfehlenswert, da mögliche Gefahren einer Überdosierung noch nicht umfassend geklärt und die Dosierung nur schwer kontrollierbar sei. Das Verlangen nach Süßem werde dadurch nicht reduziert.

Quelle: Deutsche Diabetes-Hilfe (www.diabetesde.org), Pressemitteilung vom 18. Januar 2012 / Foto: Heike Rau – Fotolia

Screening auf Schwangerschafts-Diabetes

Die Schwangeren-Vorsorge ist kürzlich um einen wichtigen Baustein erweitert worden: Alle werdenden Mütter können nun einen blutzuckergestützten Test auf Schwangerschafts-Diabetes (Gestations-Diabetes) als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen in Anspruch nehmen. Das Screening erfolgt zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche mittels oralem Glucosetoleranztest. Bei erhöhten Werten schließt sich dann eine genauere 
Diagnostik an.

 

Quelle: Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ) Düsseldorf (www.diabetes-heute.de), Nachricht vom 13. März 2012 / Foto: Valua Vitaly - Fotolia.com

Asthma-Schulung online

Für junge Asthmatiker gibt es etwas Neues: eine Asthma-Nachschulung im Internet. Denn nach einer Asthma-Basisschulung sollten asthmakranke Jugendliche ihr Wissen nach einigen Monaten auffrischen. Das können sie nun online auf www.my-Air.TV. Die Anmeldung zur Teilnahme an dem Internet-Programm erfolgt über den behandelnden Arzt. Jeder Teilnehmer erhält einen Password-geschützten Zugang. Allgemeine Informationen sind allen Nutzern auch ohne Login zugänglich. My-Air.TV ist ein firmenunabhängiges Angebot des CJD Asthmazentrum Berchtesgaden.

Quelle: CJD Asthmazentrum Berchtesgaden, Pressemitteilung vom 12. März 2012

Apotheke auf Platz zwei

Auch im Bereich der Hautpflege ist die Apotheke ein gefragter Beratungspartner. Dies bestätigt eine aktuelle Umfrage des frei® HautforschungsInstituts unter 1022 deutschen Frauen. 39,6 Prozent der Teilnehmerinnen nennen die Apotheke als wichtigste Informationsquelle für Kosmetikthemen. Damit nimmt sie nach Zeitschriften (47,5 Prozent) die zweite Stelle ein. Danach erst folgen Fernsehen und Internet.

Quelle: frei® HautforschungsInstitut, Hautreport März / April 2012 / Foto: Marco Wydmuch - Fotolia

Laufen – aber richtig!

Laufsportarten unterstützen nicht nur die Wadenmuskelpumpe und damit den venösen Rückfluss aus den Beinen, sondern trainieren bis zu 90 Prozent der Muskulatur. Regelmäßige Laufeinheiten bauen die Rumpfmuskulatur auf und schützen so vor Rückenproblemen. Sie stärken außerdem das Herz-Kreislauf-System und beugen Osteoporose vor. Folgendes gilt es beim Laufen zu beachten:

  • als Anfänger kurze Strecken wählen und die Distanz allmählich steigern, ebenso das Tempo
  • Stoßdämpfende Laufschuhe tragen
  • über die Füße abrollen, um die Wirbelsäule zu schonen
  • bei Übergewicht und Gelenkproblemen sanfte Laufformen wie z. B. Nordic Walking wählen
  • beim Joggen harte Asphaltstraßen und unebenes Gelände meiden

Quellen: Avicenna Klinik, Berlin, Presseinformation vom März 2012 / Foto: Brocreative - Fotolia

Kraut für heile Beine

Schon früher verwendete man Beinwell bei Knochenbrüchen und Wunden. Daher rühren auch die Namensteile „Bein“ (für Knochen) und „well“ (von „wallen“ für zusammenwachsen). Der Gewöhnliche Beinwell (Symphytum officinale) verdankt seine wund- und knochenheilungsfördernde Wirkung vor allem dem enthaltenen Allantoin. Die alte Heilpflanze wird äußerlich bei Prellungen und Verstauchungen eingesetzt. Das ab Mai rot-violett oder gelblich-weiß blühende Rauhblattgewächs (Boraginaceae) kommt verbreitet auf feuchten, nährstoffreichen Böden vor.

Quellen: H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegener: Leitfaden Phytotherapie, Urban & Fischer 2007; M. Spohn, D. Aichele: Was blüht denn da?, Franckh-Kosmos 2010  / Foto: Thomas Renz - Fotolia

ADHS-Serviceangebot

Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) brauchen für ihren schulischen Erfolg geeignete Förderung. Oftmals mangelt es Eltern und Lehrern jedoch an professioneller Unterstützung. Hilfe bietet das Online-ADHS-Schul- und Lernkit auf der Website www.adhs-lebenswelt.de (von Shire Pharmaceuticals in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfeorganisation ADHD Europe). Fünf virtuelle Bücher helfen Eltern und Lehrern dabei, mit ADHS-typischem Verhalten umzugehen und die schulischen sowie sozialen Kompetenzen der Kinder zu stärken.

 

Quelle: Shire Deutschland GmbH, ­Pressemitteilung vom 7. November 2011

Zartblaue Windrädchen

Mit vielen himmelblauen „Windrädchen“ übersät das kleine Immergrün (Vinca minor) im Frühjahr manchmal die Böden von Laubmischwäldern. Seinen botanischen Namen „Vinca“ erhielt das mehrjährige, 15–20 cm hohe Hundsgiftgewächs (Apocynaceae) vom lateinischen „vincere“ –„besiegen“, denn es besiegt mit seinen immergrünen, ledrigen Blättern den Winter. Die alkaloidreiche Pflanze wurde volksmedizinisch u. a. bei Bluthochdruck eingesetzt. Das Hauptalkaloid Vincamin wirkt gegen zerebrale Durchblutungsstörungen.

 

Quellen: B.-E. van Wyk, C. Wink, M. Wink: Handbuch der Arzneipflanzen, WVG 2004; B. Vonarburg: Homöotanik, 3. Aufl., Haug 2005 / Foto: emer – Fotolia

Bildschirm intensiv

Mindestens 6 Stunden pro Tag vor dem Bildschirm – diesen stattlichen Wert schafft fast jeder fünfte Schüler, wie eine Studie der DAK-Gesundheit ermittelte. Dabei sind die 15- bis 16-Jährigen die Spitzenreiter. Von ihnen nutzen sogar 23 Prozent täglich 6 oder mehr Stunden Fernseher bzw. Computer. Diese Intensivnutzer klagen aber auch besonders häufig über Schulunlust und zu geringe Leistung. Außerdem sind sie deutlich weniger körperlich aktiv. Die sozialen Kontakte scheinen allerdings nicht zu leiden. So treffen sich Medien-Intensivnutzer sogar häufiger mit Freunden als Geringnutzer. Offenbar werden Medien oft gemeinsam genutzt.

 

Quelle: DAK-Pressemeldung vom 29. Februar 2012 / Foto: shootingankauf - Fotolia