Aktuell

Morbus Parkinson im Fokus

Mindestens 280.000 Menschen leben in Deutschland mit der Dia-gnose Morbus Parkinson. Die neurodegenerative Erkrankung steht jährlich am Welt-Parkinson-Tag am 11. April – dem Geburtstag des Erstbeschreibers James Parkinson (1755-1824) – besonders im Blickpunkt. Die aktuelle Forschung bemüht sich derzeit um Früherkennung und Prävention. Untersucht wird z.B., ob die Ablagerungen des Proteins α-Synuclein im Gehirn der Patienten die Hauptkrankheitsursache sind und ob sie sich verhindern lassen, evtl. mit einem Impfstoff.

Quellen: www.welt-parkinson-tag.de;  Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH)

Sexualität entdeckt

Dass auch Pflanzen eine Sexualität haben, wurde im Jahr 1694 entdeckt – am Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis). Dieses in krautreichen Wäldern heimische, bis 30 Zentimeter hohe Wolfsmilchgewächs ist zweihäusig, bringt also weibliche und männliche Pflanzen hervor. Im April /Mai tragen sie ihre unscheinbaren Blüten. Das Kraut diente früher als Laxans und Diuretikum. Noch heute findet sich Mercurialis in einigen anthroposophischen Haut- und Augenpräparaten (z. B. Weleda Mercurialis perennis 10 % Salbe, Wala Mercurialis Augentropfen). 

Quellen: Der Kosmos Pflanzenführer, Franckh-Kosmos 2006; www.botanikus.de; www.heilkraeuter.de / Foto: Ulrike Weber-Fina

Anzeige: Nachgefragt: Was hilft bei nervöser Unruhe?

Nervöse Unruhe, Angespanntheit, erhöhte Reizbarkeit: All das können Symptome für eine permanente Stress(über)belastung sein. Diese entsteht, wenn nach Stressphasen die Entspannung fehlt. Und das kann schnell passieren, schließlich wird unser Alltag durch eine Vielzahl von Stressoren geprägt. Sind diese zu dominant und fehlt der Ausgleich, hat das vielfältige Auswirkungen auf Psyche und Körper. Linderung kann hier die Passionsblume bringen. Weiterlesen…

Diabetes erhöht Krebsrisiko

Wer an Typ-2-Diabetes leidet, hat gleichzeitig ein höheres Krebsrisiko. Die Gefahr, an Leberzellkrebs zu erkranken, ist mehr als doppelt so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung. Das Risiko für Brust-, Darm-, Harnblasen- und Pankreaskrebs ist immerhin bis zu 1,7-fach erhöht. Als eine Ursache sieht man Übergewicht an, das als Risikofaktor sowohl für Diabetes als auch für Tumorerkrankungen gilt. Typ-2-Diabetiker sollte man deshalb besonders zur Gewichtsreduktion sowie zu Krebsfrüherkennungsuntersuchungen raten.

Quelle: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe / Foto:  PeJo – Fotolia.com

Zur Migräneprophylaxe?

Für die Migräneprophylaxe gibt es vielleicht zukünftig eine weitere Therapieoption. Der Angiotensin-Rezeptorblocker Candesartan – derzeit zur Behandlung von Hypertonie und Herzinsuffizienz zugelassen – erwies sich in einer aktuellen Studie zur Migräneprophylaxe als ähnlich wirksam wie der in dieser Indikation häufig verschriebene Betablocker Propranolol. Candesartan könnten auch Patienten erhalten, die z.B. wegen Asthma kein Propranolol vertragen. Zunächst müssen aber noch weitere Studien abgewartet werden.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN); DAZ Nr. 7/2014, S. 42 / Foto: Alliance – Fotolia.com

Gefährliche Antibiotika-Einnahme

Wer zusätzlich zu einer blutgerinnungshemmenden Therapie mit einem Vitamin-K-Antagonisten (z.B. Marcumar®) ein Antibiotikum einnehmen muss, sollte vom Arzt engmaschig kontrolliert werden. Eine solche Medikamentenkombination kann nämlich – je nach Art des Antibiotikums – das Blutungsrisiko um das Zwei- bis Fünffache erhöhen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Daten von 24 Mio. AOK-Versicherten.

Quelle: Uniklinik Köln / Foto: Alexander Raths - Fotolia.com

Hinweis zur Teamschulung 2014/Nr. 1

In der „Teamschulung 2014/Nr. 1 – Heuschnupfen“ (Beilage der PTAheute Nr. 6/2014) ist uns in der Tabelle auf Seite 25 (Medizinprodukte/Wichtige Hinweise, Auswahlkriterien, Vorteile) leider ein Fehler unterlaufen.

GeloRevoice® Lutschtabletten sollten laut Gebrauchsanweisung, die dem Medizinprodukt beiliegt, nicht bei Kindern unter 6 Jahre angewendet werden. Zudem sollten die Halstabletten nicht gleichzeitig mit anderen im Mund und Rachen anzuwendenden Mitteln verwendet werden.

Richtig sind an dieser Stelle der Tabelle die folgenden Angaben:

  • nicht bei Kindern unter 6 Jahre anwenden
  • nicht anwenden bei eingeschränkter Speichelproduktion
  • nicht gleichzeitig mit anderen im Mund und Rachen anzuwendenden Mitteln verwenden

Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen und die Angaben entsprechend zu korrigieren.

Interaktionen mit Lebensmitteln

Patienten, die unter Antikoagulation mit einem Vitamin-K-Antagonisten (z.B. Marcumar® oder Coumadin®) stehen, sollten nicht abrupt ihre Ernährungsgewohnheiten ändern. Verzichtet jemand z.B. plötzlich auf Vitamin-K-haltige Gemüse wie Spinat und Brokkoli sowie Blattsalat, verändert sich damit das Verhältnis von Vitamin-K-Menge und Medikamentendosis. Das kann die Gerinnungshemmung verstärken und eventuell zu Blutungen führen.

Quelle: Deutsche Herzstiftung / Foto: Gordan Jankulov - Fotolia.com

Neuer Gehaltstarifvertrag für Nordrhein

Mit Wirkung zum 1. März 2014 ist ein neuer Gehaltstarifvertrag für den Kammerbezirk Nordrhein zwischen ADEXA und der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) Nordrhein abgeschlossen worden. Er läuft über 22 Monate bis Ende 2015. Ein zentrales Kriterium war bei den Verhandlungen, die Apothekenberufe für den Nachwuchs attraktiv zu halten.

„Der neue Tarifvertrag sorgt dafür, dass alle Auszubildenden jetzt bundesweit auf einem einheitlichen Niveau liegen – wenn man das tariflose Sachsen einmal ausnimmt“, erläutert die Vorsitzende der ADEXA-Tarifkommission Tanja Kratt. Bei den PTA-PraktikantInnen und den PKA-Azubis im ersten Ausbildungsjahr gibt es jeweils 100 Euro pro Monat mehr als bisher. PKA-Azubis im zweiten Jahr und Pharmazeuten im Praktikum in den ersten sechs Monaten des PJs erhalten 80 Euro mehr. Die Ausbildungsvergütung für angehende PKA im dritten Jahr steigt um 60 Euro.

Tanja Kratt: „Auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit abgeschlossener Ausbildung werden die unteren Berufsjahresgruppen prozentual stärker angehoben, so dass die Zuwächse in absoluten Eurobeträgen optimal verteilt sind. Die Gehälter steigen daher zwischen 3 und 5,7 Prozent.“

Bei den Approbierten und den PKA beträgt die Gehaltssteigerung im Schnitt 3,9 Prozent, bei den PTA durchschnittlich 4,3 Prozent.

Steigerung auch bei LOB

Auch der Tarifvertrag zur leistungsorientierten Bezahlung (LOB) wurde neu abgeschlossen. Der bisherige Höchstbetrag von 1,5 Prozent des jährlichen tariflichen Grundgehaltes ist auf 3,0 Prozent angehoben worden. Diesen erreicht man, wenn man mindestens 91 von 100 möglichen Punkten im Leistungsbewertungsverfahren erzielt. Mit einer zufriedenstellenden Leistung von 51 bis 60 Punkten kann eine LOB-Prämie von 1,0 Prozent erreicht werden. „Unsere Mitglieder in Nordrhein erhalten in Kürze den Gehaltstarifvertrag sowie weitere Informationen zugeschickt“, so Tanja Kratt. 

Weitere Informationen zum neuen Tarifvertrag finden Sie unter www.adexa-online.de.

Teamschulung

Endlich ist sie da: die Teamschulung – unsere neue Fortbildungszeitschrift, die sich an das gesamte Apothekenteam richtet. Damit bieten wir Ihnen eine Möglichkeit, sich im Selbststudium mit einem typischen OTC-Thema zu beschäftigen, um anschließend im Team eine einheitliche Beratungslinie zu finden. Den Anfang macht – der Jahreszeit entsprechend – das Thema Heuschnupfen.

Das bietet die ­Teamschulung

Da ein Kunde von jedem Mitarbeiter gleich gut beraten werden möchte, egal ob vom Apotheker oder der PTA, sollte das gesamte Apothekenteam den gleichen Wissensstand haben. Eine gemeinsame Schulung ist im Apothekenalltag gar nicht so einfach zu bewerkstelligen. Daher bietet Ihnen jede Ausgabe der Teamschulung detaillierte und firmenunabhängige Informationen zu einem beratungsintensiven OTC-Thema zum Selbststudium. Wenn Sie die jeweilige Ausgabe durchgearbeitet haben, können Sie dies in einer Vorlage am Ende des Hefts mit Ihrem Namenskürzel oder Ihrer Unterschrift dokumentieren. Somit sind auch die Kriterien der Apothekenbetriebsordnung erfüllt. Diese verlangt, dass bestimmte pharmazeutische Tätigkeiten erfasst und dokumentiert werden – auch die Beratung. Übersichtlich abgeheftet, haben Sie die Informationen bei Bedarf schnell zur Hand, was auch neuen Mitarbeitern die Einarbeitung erleichtert.

Online Punkte sammeln

Die Teamschulung ist übrigens bei der Bundesapothekerkammer mit einem Fortbildungspunkt akkreditiert. Sowohl PTA als auch Apotheker können im Internet nach erfolgter Beantwortung von zehn Fragen jeweils einen Fortbildungspunkt erwerben. Pharmazeutisch-technische Assistenten gelangen hier zum Punkte sammeln, dort können die Fragen dann vom 10.03.2014 bis 05.05.2014 beantwortet werden. Nach Ablauf dieses Zeitraums von acht Wochen nach Erscheinen der Teamschulung in der PTAheute erhalten Sie bei mindestens 70 % richtigen Antworten Ihr Zertifikat über den erworbenen Fortbildungspunkt.

Apotheker/innen finden die Fragen für die zertifizierte Fortildung auf DAZ.online. Klicken Sie hier. Dort können die Fragen dann vom 06.03.2014 bis 01.05.2014 beantwortet werden.