Aktuell

Arbeitsschutz

Projekt: Sonnenschutz bei der Arbeit

Da sich rund zweieinhalb Millionen Beschäftigte in Deutschland berufsbedingt häufig acht Stunden oder länger der Sonne aussetzen müssen, haben sie ein erhöhtes Risiko, bestimmte Hauttumore auszubilden. Auch die Augen sind gefährdet und sollten gut geschützt werden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und die Klinik und Poliklinik für Dermatologie / Technische Universität Dresden führen daher ein Forschungsprojekt durch, in dem nach optimalen Schutzmaßnahmen gesucht wird, die von den Arbeitnehmern auch angenommen und angewendet werden. Bereits vorhandene Ausrüstungen sollen auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Quelle: Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Ernährung

Studenten entwickeln laktosefreies Schokoladeneis auf Kuhmilchbasis

Da es bisher kein lactosefreies Schokoladeneis aus natürlicher Kuhmilch gab, obwohl die Nachfrage groß ist, setzten sich 14 Studierende des Studiengangs Bioverfahrenstechnik der Fachhochschule Frankfurt am Main unter der Leitung von Prof. Ilona Brändlin das Ziel, selbst welches herzustellen. Das Experiment gelang und so könnten Menschen, die unter Lactose-Intoleranz leiden, nun vollkommen gefahrlos ein Schokoladeneis genießen, sobald sich ein Eishersteller findet, der „Choco-lac“ in sein Programm aufnimmt.

Quelle: Pressemitteilung der Fachhochschule Frankfurt am Main

Schwangerschaft

Drogenbeauftragte und Apotheker stellen neuen Informations-Flyer vor

Immer noch wissen viele Schwangere nicht, welche Risiken der Konsum von Alkohol, Tabak und Medikamente für das ungeborene Kind bedeutet. Ein neuer Flyer, der von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung in Kooperation mit der ABDA herausgegeben wurde, soll nun die Beratung in der Apotheke unterstützen. Alle Apotheken können den Flyer bei der ABDA bis zum 14. September kostenfrei bestellen und ihn gezielt an Kundinnen und Kunden weitergeben, die für sich oder ihre Partnerinnen einen Schwangerschaftstest oder Schwangerschaftspräparate (wie z.B. Folsäuretabletten) erwerben. Mehr dazu hier 

 

Quelle: Gemeinsame Pressemeldung der ABDA und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung
Foto: Duke Eichholz Medienladen e. V.

Biorhythmus

Neuer Ansatz zur Behandlung von Jetlag

Dass sich die innere Uhr über ein bestimmtes Enzym in ihrer Geschwindigkeit beeinflussen lässt, konnten britische Wissenschaftler im Tierversuch zeigen. Sie hemmten gezielt das Enzym Casein Kinase 1 und kontrollierten so den zirkadianen Rhythmus. Für das Experiment wurden Mäuse verwendet, da sie einen ähnlichen Tag-Nacht-Rhythmus wie der Mensch besitzen. Die Forscher gehen davon aus, dass sich ihre Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen und sich möglicherweise damit ein neuer Ansatz bietet, Jetlag oder auch psychische Erkrankungen, die mit Störungen des zirkadianen Rhythmus zusammenhängen, zu behandeln.

Quelle: Proceedings of the National Academy of Sciences / Meng, Q.-J. et al.

Alkohol

Kampagne zur Aufklärung über die Gefahren

Da Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland ist, will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) über die Gefahren übermäßigen Konsums informieren und Menschen zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol motivieren. Auf der Internetseite www.kenn-dein-limit.de findet man zwei neue interaktive Tools, die die Auswirkung von Alkohol deutlich machen. Außerdem gibt es konkrete Empfehlungen für einen risikoarmen Alkoholgenuss und praktische Hilfestellungen für eine Reduzierung des Konsums. Mit einem Selbst-Test können Interessierte zudem ihren eigenen Umgang mit Alkohol überprüfen.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung/Foto: Sket

 

Masern

Tödliche Spätfolgen durch Infektion

Da besonders viele ältere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ungeimpft sind, treten immer wieder Erkrankungen durch Masern auf, die tödliche Spätfolgen haben können. Zwischen 2003 und 2009 sind in Deutschland allein 19 Kinder an der stets tödlich verlaufenden subakuten sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) erkrankt, die erst Monate oder Jahre nach der Infektion auftritt und daher selten mit Masern in Verbindung gebracht wird. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat daher ihre Impfempfehlungen erweitert, um die regelmäßigen Ausbrüche der Krankheit zu verhindern. Mehr dazu hier

Tag der offenen Tür

Spaß für Kinder im Bundesgesundheitsministerium

Am vergangenen Wochenende (21./22. August 2010) gab es beim Bundesgesundheitsministerium in Berlin einen Tag der offenen Tür. Ein besonders nettes Angebot gab es dort für Kinder: In einem Teddykrankenhaus konnten mitgebrachte Teddybären untersucht, behandelt und versorgt werden. Li, 6 Jahre alt, fand diese Idee super. Ihr Teddy hatte offenbar den Arm gebrochen, denn er bekam einen Gips. Der Höhepunkt war dann, als Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler persönlich ein Bildchen auf den Teddy-Gips malte. Li schaut ihm dabei zu (Foto).

Quelle: PTAheute

Flutkatastrophe

Apotheker sammeln Spenden für Pakistan

In Zusammenarbeit mit internationalen und regionalen Partnern haben engagierte Apothekerinnen und Apotheker Erste Hilfe für Pakistan geleistet und planen weitere Projekte zur Versorgung der Bedürftigen. So wurden vom Hilfswerk der Bayerischen Apotheker bereits 3 Millionen Wasserentkeimungstabletten, 10.000 Cholera-Kits und 3 Tonnen Fertignahrung nach Pakistan geschickt. Weitere Tabletten und Kits sollen folgen. Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V. prüft derzeit, ob und wann pharmazeutische Hilfe vor Ort geleistet werden kann. Verschiedene Spendenkonten findet man bei der ABDA.

Quelle: ABDA

BtM-Recht

Cannabis-Medikamente auf Rezept?

Durch eine Gesetzesänderung soll zukünftig auch Cannabis verschrieben werden dürfen. Darauf haben sich laut Angaben der FDP die Koalitionsfraktionen am 16. August geeinigt. Damit könnte die Versorgung schwerstkranker Menschen erleichtert werden. Bislang dürfen in Deutschland bundesweit nur 40 Patienten, z.B. mit Krebserkrankungen oder multipler Sklerose, Cannabis-Medikamente beziehen, in der Regel nach langwierigem Kampf mit Ärzten, Behörden und Krankenkassen. Wenn Cannabis-Extrakt in die Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) aufgenommen würde, könnten entsprechende Fertigarzneimittel auch in Deutschland in den Handel gebracht werden.

 

Quelle: DAZ vom 19.08.2010/Foto: Klosterfrau Gesundheitsservice

Cannabis-Rezepturen

Qualitätsvorschriften im NRF und DAC

Die Apothekerschaft begrüßt die aktuellen Absichten der Bundesregierung, die Versorgung schwerkranker Patienten mit Cannabis zu erleichtern. Der wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoff des Cannabis-Extrakts, Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) bzw. Dronabinol, ist qualitätsgesichert nach dem Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC) als Rezeptursubstanz verfügbar.

Apotheken können damit bereits jetzt auf ärztliche Verordnung Rezepturen herstellen. Das Neue Rezeptur Formularium (NRF) und der DAC haben bereits vor einigen Jahren Qualitätsvorschriften für Tropfen und Kapseln mit THC erarbeitet.

Quelle: ABDA