Aktuell

Statine und Antibiotika

Sie zählen zu den zehn häufigsten Arzneimittelinteraktionen: Wechselwirkungen zwischen Statinen und Makrolidantibiotika. So hemmen manche ­Makrolide, insbesondere Clarithromycin und Erythromycin, das Cytochrom-P450-Isoenzym 3A4 (CYP3A4), über welches einige Statine (Simvastatin, Lovastatin, Atorvastatin) metabolisiert werden. Deren Plasmakonzentration steigt dadurch an. Eine mögliche schwerwiegende Folge dieser Statin-Überdosierung ist die Rhabdomyolyse – eine Auflösung von quergestreiften Muskelfasern. Da Antibiotika und Lipidsenker nicht immer von ein und demselben Arzt verordnet werden, ist die Kontrollfunktion in der Apotheke besonders wichtig.

Quelle: Landesapothekerkammer Baden-Württemberg / Foto: © Gerhard Seybert - Fotolia.com

Cholesterin-Eierlei

Ob bunt gefärbt oder als Backzutat – Eier sind vor allem an Ostern unverzichtbar. Allerdings hat das Hühnerei wegen seines hohen Cholesteringehalts (circa 220  mg) einen schlechten Ruf. Dass ein vermehrter Konsum dennoch bei den meisten Menschen den Cholesterinspiegel nicht drastisch erhöht, liegt u. a. am Lecithin im Ei. Es verhindert die komplette Cholesterin-Resorption aus dem Darmlumen. Übrigens: Amerika­nische Wissenschaftler haben ein veganes Rührei (aus verschiedenen Pflanzenproteinen) entwickelt, das choles­terin-frei ist.

Quellen: Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V.; aid infodienst /
Foto: © BeTa-Artworks - Fotolia.com

 

Anzeige: Nachgefragt: Was hilft bei nervöser Unruhe?

Nervöse Unruhe, Angespanntheit, erhöhte Reizbarkeit: All das können Symptome für eine permanente Stress(über)belastung sein. Diese entsteht, wenn nach Stressphasen die Entspannung fehlt. Und das kann schnell passieren, schließlich wird unser Alltag durch eine Vielzahl von Stressoren geprägt. Sind diese zu dominant und fehlt der Ausgleich, hat das vielfältige Auswirkungen auf Psyche und Körper. Linderung kann hier die Passionsblume bringen. Weiterlesen…

Zu viel Fleisch

Einen Fleischverzehr von höchstens 300 bis 600 g pro Woche em­pfiehlt die Deutsche ­Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Während Frauen mit wöchentlich 600 g bereits die obere Grenze berühren, liegen Männer mit 1.092 g weit darüber. Beim täglichen Obstverzehr haben zwar die Frauen die Nase vorn (192 g gegenüber 143 g bei Männern), erreichen aber nicht die empfohlene Mindestmenge von 250 g pro Tag. Noch ungenügender ist der Gemüsekonsum: Mit nur 124 g pro Tag essen beide Geschlechter nicht einmal die Hälfte der empfohlenen mindestens 400 g  pro Tag.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) / Foto: © Darius Dzinnik - Fotolia.com

Morbus Parkinson im Fokus

Mindestens 280.000 Menschen leben in Deutschland mit der Dia-gnose Morbus Parkinson. Die neurodegenerative Erkrankung steht jährlich am Welt-Parkinson-Tag am 11. April – dem Geburtstag des Erstbeschreibers James Parkinson (1755-1824) – besonders im Blickpunkt. Die aktuelle Forschung bemüht sich derzeit um Früherkennung und Prävention. Untersucht wird z.B., ob die Ablagerungen des Proteins α-Synuclein im Gehirn der Patienten die Hauptkrankheitsursache sind und ob sie sich verhindern lassen, evtl. mit einem Impfstoff.

Quellen: www.welt-parkinson-tag.de;  Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH)

Sexualität entdeckt

Dass auch Pflanzen eine Sexualität haben, wurde im Jahr 1694 entdeckt – am Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis). Dieses in krautreichen Wäldern heimische, bis 30 Zentimeter hohe Wolfsmilchgewächs ist zweihäusig, bringt also weibliche und männliche Pflanzen hervor. Im April /Mai tragen sie ihre unscheinbaren Blüten. Das Kraut diente früher als Laxans und Diuretikum. Noch heute findet sich Mercurialis in einigen anthroposophischen Haut- und Augenpräparaten (z. B. Weleda Mercurialis perennis 10 % Salbe, Wala Mercurialis Augentropfen). 

Quellen: Der Kosmos Pflanzenführer, Franckh-Kosmos 2006; www.botanikus.de; www.heilkraeuter.de / Foto: Ulrike Weber-Fina

Diabetes erhöht Krebsrisiko

Wer an Typ-2-Diabetes leidet, hat gleichzeitig ein höheres Krebsrisiko. Die Gefahr, an Leberzellkrebs zu erkranken, ist mehr als doppelt so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung. Das Risiko für Brust-, Darm-, Harnblasen- und Pankreaskrebs ist immerhin bis zu 1,7-fach erhöht. Als eine Ursache sieht man Übergewicht an, das als Risikofaktor sowohl für Diabetes als auch für Tumorerkrankungen gilt. Typ-2-Diabetiker sollte man deshalb besonders zur Gewichtsreduktion sowie zu Krebsfrüherkennungsuntersuchungen raten.

Quelle: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe / Foto:  PeJo – Fotolia.com

Zur Migräneprophylaxe?

Für die Migräneprophylaxe gibt es vielleicht zukünftig eine weitere Therapieoption. Der Angiotensin-Rezeptorblocker Candesartan – derzeit zur Behandlung von Hypertonie und Herzinsuffizienz zugelassen – erwies sich in einer aktuellen Studie zur Migräneprophylaxe als ähnlich wirksam wie der in dieser Indikation häufig verschriebene Betablocker Propranolol. Candesartan könnten auch Patienten erhalten, die z.B. wegen Asthma kein Propranolol vertragen. Zunächst müssen aber noch weitere Studien abgewartet werden.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN); DAZ Nr. 7/2014, S. 42 / Foto: Alliance – Fotolia.com

Gefährliche Antibiotika-Einnahme

Wer zusätzlich zu einer blutgerinnungshemmenden Therapie mit einem Vitamin-K-Antagonisten (z.B. Marcumar®) ein Antibiotikum einnehmen muss, sollte vom Arzt engmaschig kontrolliert werden. Eine solche Medikamentenkombination kann nämlich – je nach Art des Antibiotikums – das Blutungsrisiko um das Zwei- bis Fünffache erhöhen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Daten von 24 Mio. AOK-Versicherten.

Quelle: Uniklinik Köln / Foto: Alexander Raths - Fotolia.com

Hinweis zur Teamschulung 2014/Nr. 1

In der „Teamschulung 2014/Nr. 1 – Heuschnupfen“ (Beilage der PTAheute Nr. 6/2014) ist uns in der Tabelle auf Seite 25 (Medizinprodukte/Wichtige Hinweise, Auswahlkriterien, Vorteile) leider ein Fehler unterlaufen.

GeloRevoice® Lutschtabletten sollten laut Gebrauchsanweisung, die dem Medizinprodukt beiliegt, nicht bei Kindern unter 6 Jahre angewendet werden. Zudem sollten die Halstabletten nicht gleichzeitig mit anderen im Mund und Rachen anzuwendenden Mitteln verwendet werden.

Richtig sind an dieser Stelle der Tabelle die folgenden Angaben:

  • nicht bei Kindern unter 6 Jahre anwenden
  • nicht anwenden bei eingeschränkter Speichelproduktion
  • nicht gleichzeitig mit anderen im Mund und Rachen anzuwendenden Mitteln verwenden

Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen und die Angaben entsprechend zu korrigieren.