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Vitamin-B12-Mangel: Diese drei Risikogruppen sollten Sie im Blick haben

Drei Spielfiguren in Lupe

Risikogruppe 1: Personen mit Resorptionsstörungen

Die häufigste Ursache eines klinisch manifesten Mangels bei Erwachsenen ist eine gestörte Vitamin-B12-Resorption. Resorptionsstörungen können als Folge von chronischen Magen-Darm-Erkrankungen, wie einer atrophischen Gastritis und Morbus Crohn, oder Magen- oder Darmoperationen auftreten. Aber auch durch die längerfristige Einnahme einiger Medikamente und durch altersbedingte Veränderungen im Verdauungstrakt kann es zur Malabsorption kommen. Daher sind vor allem ältere Menschen häufig von einem Vitamin-B12-Mangel betroffen (1).

Risikogruppe 2: Personen unter Metformin- oder PPI-Therapie

Ein häufig verordnetes Medikament, das einen Vitamin-B12-Mangel verursachen kann, ist Metformin. Das Antidiabetikum verringert die aktive Aufnahme von Vitamin B12 im Darm. Bei einer längerfristigen Therapie mit mehr als 2.000 mg Metformin täglich haben Patienten mit Typ-2-Diabetes ein dreifach höheres Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel als Patienten ohne diese Behandlung (2). Der Mangel tritt bei bis zu 30 % der Patienten unter Metformintherapie auf (3)
Auch die Einnahme von PPI wie Omeprazol oder Pantoprazol kann zum Vitamin-B12-Mangel führen. Die Magensäure ist erforderlich, um das Vitamin aus dem Nahrungsprotein freizusetzen. Eine Einnahme von PPI über mindestens zwei Jahre erhöht das Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel um 65 % (4).

Risikogruppe 3: Veganer und Vegetarier

Vitamin B12 kommt nahezu nur in tierischen Lebensmitteln vor. Personen, die sich vegan ernähren und keine Vitamin-B12-Präparate einnehmen, haben daher ein hohes Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel (5). Auch für Menschen, die sich vegetarisch oder einseitig ernähren oder eine restriktive Diät einhalten, kann das Risiko steigen (6). Vor allem in der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Frauen aufgrund ihres erhöhten Nährstoffbedarfs auf eine ausreichende Vitamin-B12-Zufuhr achten und bei Bedarf supplementieren (7).

Schwerwiegende Folgen des Mangels möglich

Bei den genannten Risikogruppen ist kompetente Beratung in der Apotheke gefordert. Denn oftmals ist den Betroffenen ihr Risiko nicht bewusst. Wird der Mangel jedoch nicht ausgeglichen, sind gravierende Folgen möglich: Neben einer Anämie können neurologische Erkrankungen entstehen (8)*. Bei Schwangeren und Stillenden ist auch das Kind von diesen Risiken mitbetroffen. Ein Vitamin-B12-Defizit kann der Arzt durch eine gezielte Blutuntersuchung feststellen.

Arzneimittel mit hoher Dosierung erforderlich

Wichtig zu wissen für die Produktempfehlung: Um einen Vitamin-B12-Mangel effektiv auszugleichen, sind hohe Dosierungen erforderlich. In Studien hat sich die Einnahme hochdosierter Tabletten mit 1.000 µg Vitamin B12 als wirksam erwiesen – auch bei Resorptionsstörungen, etwa in Folge einer medikamentösen Therapie (9–12)*. Bei entsprechend hoher oraler Dosierung kann ein relevanter Anteil des Vitamin B12 passiv durch Diffusion über die Darmschleimhaut aufgenommen werden – unabhängig vom Intrinsic Factor, der für die aktive Aufnahme erforderlich ist. Störfaktoren der aktiven Aufnahme können auf diese Weise umgangen werden.

Zu beachten ist außerdem, dass nur Arzneimittel zur Therapie eines Vitamin-B12-Mangels zugelassen sind. Im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmitteln sind sie im Hinblick auf Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit behördlich geprüft.

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Literatur
(1) Obeid R et al. Diagnosis, Treatment and Long-Term Management of Vitamin B12 Deficiency in Adults: A Delphi Expert Consensus. 
   Journal of Clinical Medicine 2024; 13 (8): 2176. https://doi.org/10.3390/jcm13082176
(2) Yang W et al. Associations between metformin use and vitamin B12 levels, anemia, and neuropathy in patients with diabetes: a 
    metaanalysis. J Diabetes 2019; 11 (9): 729–743
(3) Chapman LE et al. Association between metformin and vitamin B12 deficiency in patients with type 2 diabetes: A systematic review and      meta-analysis. Diabetes Metab 2016 Nov; 42 (5): 316–327
(4) Lam JR, Schneider JL, Zhao W et al.: Proton Pump Inhibitor and Histamine 2 Receptor Antagonist Use and Vitamin B12 Deficiency. JAMA      2013; 310 (22): 2435–2442
(5) Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Ausgewählte Fragen und Antworten zu B₁₂. 
   https://www.dge.de/gesunde-   ernaehrung/faq/vitamin-b12/#c3446
(6) Pawlak R, Lester S, Babatunde T. The prevalence of cobalamin deficiency among vegetarians assessed by serum vitamin B12: a review         of literature. Eur J Clin Nutr 2014; 68: 541–548. https://doi.org/10.1038/ejcn.2014.46
(7) Reiners K: Vitamin-B12-Mangel: Symptome, Ursachen und Behandlung. Springer Medizin, CME-Fortbildung, 2020
(8) Stabler SP: Vitamin B12 Deficiency. N Engl J Med 2013; 368: 149–160
(9) Wang et al. Oral vitamin B12 versus intramuscular vitamin B12 for vitamin B12 deficiency (Review). Cochrane Database Syst Rev 2018     
    March 15; 3 (3): CD004655
(10) Andrès E, Zulfiqar A-A, Serraj K, Vogel T, Kaltenbach G: Systematic Review and Pragmatic Clinical Approach to Oral and Nasal Vitamin          B12 (Cobalamin) Treatment in Patients with Vitamin B12 Deficiency Related to Gastrointestinal Disorders. J Clin Med 2018; 7 (10): 304
(11) Didangelos T et al. Vitamin B12 Supplementation in Diabetic Neuropathy: A 1-Year, Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial. 
     Nutrients 2021, 13, 395
(12) Eussen et al. Arch Intern Med 2005 May 23; 165 (10): 1167–1172; Bei der Untersuchung unterschiedlicher täglicher Dosierungen (2,5, 
     100, 250, 500 und 1.000 μg Vitamin B12) erwiesen sich 1.000 µg als am wirksamsten.

* Die Behandlung einer perniziösen Anämie, neurologischer Symptome oder eines schweren Mangels erfolgt zu Beginn parenteral bis zur Normalisierung der Blutwerte.

** B12 Ankermann® ist das am häufigsten in der Apotheke abgegebene orale Vitamin-B12-Arzneimittel in Deutschland gemäß IQVIA, Pharma Trend, Vitamin B12 rein, A11FO, Abverkauf Pharmacy, MAT 5/2025

B12 Ankermann®. Wirkstoff: Cyanocobalamin 1000 μg (Vitamin B12). Zusammensetzung: 1 überzogene Tabl. enth.: Arzneil. wirks. Bestandt.: Cyanocobalamin (Vitamin B12) 1000 μg. Sonst. Bestandt.: Povidon K30, Stearinsäure (Ph. Eur.) [pflanzlich], Montanglycolwachs, Lactose-Monohydrat, Saccharose, Arabisches Gummi (getrocknete Dispersion), Talkum, Calciumcarbonat, Weißer Ton, Macrogol 6000, Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph. Eur.), Natriumdodecylsulfat, Croscarmellose-Natrium, Hypromellose 15 mPa*s, Hydroxypropylcellulose (Ph. Eur.). Anwendungsgebiete: Behandlung von Vit.-B12-Mangelzuständen, d. durch Mangelernährung verursacht werden, Behandlung (Erhaltungstherapie) von Vit.-B12-Mangelsyndromen, z. B. infolge einer beeinträchtigten Resorption von Vit. B12 (z. B. infolge atrophischer Gastritis, entzündlicher Darmerkrankung, Zöliakie, totaler o. partieller Gastrektomie, Ileumresektion, Magenbypass o. anderer bariatrischer Operationen, langfristiger Einnahme von H2-Histamin-Rezeptorblockern, Protonenpumpenhemmern, Aminosalicylaten u. Metformin), dauerhafte Behandl. einer durch Vit.-B12-Mangel induzierten perniziösen Anämie nach Normalisierung d. Blutwerte. Die Behandl. ei. perniziösen Anämie bzw. neurolog. Symptome erfolgt zu Beginn parenteral bis zur Normalisierung d. Blutwerte. B12 Ankermann® wird angew. bei Erw. Gegenanzeigen: Bekannte Überempfindlichkeit ggü. Cyanocobalamin od. einem d. sonst. Bestandt. B12 Ankermann® darf nicht zur Behandlung einer megaloblastischen Anämie angewendet werden, d. ausschließl. durch einen Folsäuremangel verursacht wird. B12 Ankermann® darf bei Pat. nicht angewendet werden, d. sich einer Cyanid-Entgiftung unterziehen müssen (z. B. Pat. mit einer Tabak-bedingten Amblyopie od. retrobulbärer Neuritis bei perniziöser Anämie). In diesen Fällen muss ein anderes Cobalamin-Derivat verabreicht werden. Pat. mit B12-Mangel, bei denen das Risiko einer Leberschen Optikusatrophie besteht, dürfen zur Behandl. eines B12-Mangels nicht mit Cyanocobalamin behandelt werden. B12 Ankermann® darf bei Pat. mit einer du. Tabak od. Alkohol bedingten Amblyopie nicht angewendet werden. Nebenwirkungen: Gelegentlich: Schwere Überempfindlichkeitsreakt., d. sich in Form von Nesselsucht, Hautausschlag od. Juckreiz an großen Körperbereichen manifestieren können. Häufigkeit nicht bekannt: akneähnliche Hautreakt., Blasenbildung, Fieber. Nähere Informationen s. Fachinformation! Apothekenpflichtig. Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, 71034 Böblingen. Stand: 05/2025

 

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