Abstand halten ist wichtig – Video verdeutlicht warum

Experten visualisieren Luftströmungen, die beim Husten unter verschiedenen Bedingungen entstehen.
Bild: Screenshot/Vimeo

Das neuartige Coronavirus verbreitet sich vor allem durch die Atemluft. Abstand halten ist daher das Gebot der Stunde. Ein neuer Kurzfilm der Bauhaus-Universität Weimar veranschaulicht, wie sinnvoll diese aktuelle Verhaltensregel ist. 

Mithilfe des sogenannten Schlierenspiegels machen Bauphysiker aus Weimar sichtbar, was das menschliche Auge normalerweise nicht sehen kann: kleinste Luftströmungen im Raum. In einem rund einminütigen Videoclip demonstrieren die Wissenschaftler aus aktuellem Anlass ein Experiment. Sie visualisieren hierbei die Luftströmungen, die beim Husten unter verschiedenen Bedingungen entstehen.

Wie sich die Atemluft ausbreitet

In dem Kurzfilm ist die Silhouette eines Mannes zu sehen, der zunächst normal atmet und anschließend stark hustet. Dies geschieht als erstes ohne Schutzvorkehrungen, dann mit vorgehaltener Hand, danach in die Armbeuge und schließlich mit zwei verschiedenen Atemschutzmasken. Besonders beim Husten ohne Schutz vor dem Mund zeigt sich, wie stark sich die Atemluft im Raum ausbreitet. Das Video verdeutlicht damit, dass wir die Verhaltensempfehlungen der WHO zum Schutz vor SARS-CoV-2 unbedingt einhalten sollten.

Innovatives Verfahren aus der Bauphysik

Das sogenannte Schlierenverfahren zur Visualisierung und Messung von Raumluftströmungen wurde ursprünglich zu bauphysikalischen Zwecken entwickelt. Es wird eingesetzt, um die Energieeffizienz von Räumen zu optimieren. Herzstück des Messsystems ist der Schlierenspiegel – ein konkaver und extrem fein geschliffener Spiegel mit rund einem Meter Durchmesser. Die Weimarer Forscher wurden im Jahr 2017 dafür in einem Innovationswettbewerb ausgezeichnet.

Quelle: Bauhaus-Universität Weimar