Aktuelles
29 min merken gemerkt Artikel drucken

Das war die INTERPHARM 2024

Masten mit Interpharm-Fahnen
Vom 12. bis 13. April fand die INTERPHRAM 2024 in dem einmaligen historischen Ambiente des Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. | Bild: Schelbert / PTAheute

In diesem Jahr begrüßte Sie die INTERPHARM in Mannheim mit einem neuen Konzept. Es gab drei Themenwelten, die Sie frei nach Interesse an zwei Tagen besuchen konnten. Dazu gehörten die Bereiche

  • Beratung & Praxis,
  • Pharmazie & Wissenschaft sowie
  • Apotheke & Trends.

In jeder Themenwelt erwarteten Sie spannende Vorträge zu praxisnahen Themen für Ihre Beratung in der Apotheke.

Auch zahlreiche Aussteller präsentierten auf dem Messegelände ihre Produktneuheiten und Innovationen. Mit dabei waren unter anderem die Apothekengewerkschaft Adexa, der Bundesverband PTA (BVpta), das Deutsche Apothekenportal (DAP), CC Pharma, Dr. Lennartz, Pfizer Pharma, Caelo, Pharmatechnik, PTA des Jahres, Wepa und viele mehr.

Natürlich gab es auch in diesem Jahr wieder die PTAheute-Clubwelt, die sich in Jahrmarktstimmung darstellte. Neben kostenlosen Getränken und Snacks für PTAheute-Clubmitglieder warteten noch weitere Überraschungen.

Und auch PTAheute war in Mannheim vor Ort und berichtete live von den Vorträgen, sodass Sie nichts verpassen konnten.

Gut zu wissen: Fortbildungspunkte sammeln

Mit Ihrer Teilnahme an den akkreditierten Vorträgen der INTERPHARM 2024 in Mannheim erhalten Sie Punkte zur Erlangung Ihres freiwilligen Fortbildungszertifikates.

Sie können auch im Nachgang noch zusätzlich Punkte erhalten, indem Sie im Rahmen der zertifizierten Fortbildung die vorbereiteten Fragebögen bearbeiten. Für jeden Fragebogen, den Sie überwiegend richtig (7 von 10 Fragen) beantworten, erhalten Sie einen zusätzlichen Fortbildungspunkt.

Die Fragebögen können ausschließlich elektronisch auf der Website der INTERPHARM beantwortet werden. Die Zertifikate erhalten Sie nach Ende des Beantwortungszeitraums.

Hier finden Sie unseren Liveticker der beiden INTERPHARM-Tage noch einmal zum Nachlesen:

Samstag, 13.04.2024: INTERPHARM Tag 2

LiveSortierung chronologisch
16:44

Danke, Mannheim!

Bild: Alex Schelbert / PTAheute

Das war die INTERPHARM 2024 in Mannheim. Vielen Dank an alle Teilnehmenden, Aussteller und Gäste!

16:16

Keine Diskussion mehr – Tipps zur Kommunikation bei Lieferschwierigkeiten 

Apotheker Stephan Torke gibt zum Abschluss des Tages wertvolle Tipps zur Kommunikation in der Apotheke. | Bild: C. Neth / PTAheute
15:10
Melissa Iakovidou
Melissa Iakovidou
Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Wie kann man das Freiwahl-Regal neu gestalten?

Enrico Kappus
Wie er seine Freiwahl neu gestaltet hat, erklärte Apotheker Enrico Kappus auf der INTERPHARM 2024. | Bild: Iakovidou / PTAheute

Was gehört eigentlich in die Freiwahl und welche Gestaltungsmöglichkeiten hat eine Apotheke in diesem Bereich? Mit diesen und weiteren Fragen hat sich Apotheker Enrico Kappus auseinandergesetzt und präsentierte in seinem Vortrag, wie er in seiner Apotheke das Freiwahl-Regal nach Trends neu ausgerichtet hat.

Apotheken seien zwar keine Trendsetter, sollten Trends jedoch erkennen, um diese bei Bedarf bedienen zu können, erklärte er. Trends könne man vor allem in den sozialen Medien wie TikTok beobachten, aber auch Google Trends bietet erste Anhaltspunkte.

Gleichzeitig sollte man sich stets überlegen, welches Ziel man mit dem Freiwahl-Angebot verfolge: Sollen neue Kunden akquiriert werden, soll der Umsatz gesteigert oder die Stammkundschaft gefestigt werden? Je nach Standort der Apotheke und der Kundschaft könne sich dies unterscheiden.

Ausführlich erläuterte er, warum er sich schlussendlich dazu entschied, das Angebot der Apothekenkosmetik um Produkte aus der koreanischen Hautpflege zu erweitern. Weitere Trends seien Selbsttests, Do-it-yourself-Kits oder auch ein Sonnenregal: „Bieten Sie hier neben Ihren speziellen Sonnencremes auch günstige Produkte an, oder auch etwas für die Hautpflege nach dem Sonnenbad, Selbstbräuner und Nahrungsergänzungsmittel“, sagt Kappus. So könne sich die Apotheke als Sonnen-Experte positionieren.

Mit seinem Vortrag machte Kappus deutlich, dass Apotheken eine gewisse Kreativität und Flexibilität mitbringen sollten, um Trends zu erkennen und das eigene Angebot entsprechend anzupassen. „Die Freiwahl bietet in der Apotheke den größten Gestaltungsspielraum“, so Kappus. Hier könne man auch mal etwas ausprobieren.

14:37
Viola Schlitter
Viola Schlitter
PTA und Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Longevity – das Geheimnis eines langen Lebens

Vortrag Longevity Interpharm
Prof. Dr. Hartmut Geiger beschreibt die Alterungsprozesse und welche Möglichkeiten es gibt, der Alterung entgegenzuwirken. | Bild: Schlitter / PTAheute

Was bedeutet Alterung? Welche Prozesse laufen mit dem Altern ab? Darauf ging Prof. Dr. Hartmut Geiger in seinem Vortrag zum Thema „Longevity“ ein. Dabei hat er die Alterung von Zellen, Zellbestandteilen und Organen als „einen Übergang zwischen Ordnung zu Unordnung“ beschrieben. 

Die Mechanismen des Alterns tragen laut Prof. Dr. Geiger zu altersbedingten chronischen Beschwerden und Krankheiten bei. Und diese alterungsbedingten Erkrankungen haben im Laufe der Jahre zugenommen.

Doch kann man dieser Alterung entgegenwirken? Dies gelingt laut Prof. Dr. Geiger beispielsweise durch den Austausch von Organen, aber auch durch die Verjüngung von Zellen, um die jeweilige Organfunktion zu verbessern.

14:15

Online-Fortbildung: Retax-Profi 

Werden Sie jetzt Retax-Profi und eignen Sie sich mit PTAheute und dem DeutschenApothekenPortal Fachwissen rund um die korrekte und vertragskonforme Rezeptbelieferung an.

Die Fortbildung „Retax-Profi“ findet live online statt. Ihnen stehen pro Modul zwei Termine zur Verfügung.

Modul 1: Rx-Verordnungen: Die E-Rezept-Klassiker

18.04. und 06.06., jeweils 19:00 Uhr Beginn

Modul 2: Sonderrezepte

25.04. und 13.06., jeweils 19:00 Uhr Beginn

Die Fortbildung zum „Retax-Profi“ kostet insgesamt 399,00 Euro (inkl. MwSt.). Sie umfasst die Teilnahme an beiden Modulen und den Download der Handouts sowie den Zugang zu den Aufzeichnungen. Entsprechende Informationen zu Terminen und Zugangsdaten zu dem Live-Webinar erhalten Sie dann rechtzeitig per E-Mail.

Hier geht's zur Anmeldung!

14:14
Cornelia Neth
Cornelia Neth
Chefredakteurin PTAheute.de
E-mail

Vorsicht ist besser als Nachsicht: Retax gar nicht erst zulassen 

PTA und Redakteur beim Deutschen Apotheken Portal, Thomas Noll, gab den Anwesenden einen Überblick über potenzielle Retaxfallen und ihre Vermeidung. | Bild: C. Neth / PTAheute

Fast jedem Apothekenleiter sind sie ein Dorn im Auge: Retaxierungen. Manchmal sind sie gerechtfertigt, manchmal sind sie es nicht. Doch in allen Fällen kosten sie Zeit, Personal, Nerven und oftmals auch Geld.  

Thomas Noll, PTA und Experte auf dem Gebiet der Vermeidung von Retaxfallen, hatte gleich zu Beginn seines Vortrags einen wichtigen Tipp: Vier Augen sehen mehr als zwei, bei Hochpreisern schauen lieber gleich sechs drauf. Die häufigsten Gründe für Retaxierungen waren 2023 unter anderem ein falscher Zuzahlungsstatus, die fehlende Sonder-PZN, ein missachteter Rabattvertrag und vieles mehr. Heute haben sich einige der Top-10 durch Retaxverbote und andere Änderungen erledigt, er kamen aber Neuerungen dazu, die beispielsweise das E-Rezept mit sich bringt.  

Der Referent erklärte den Teilnehmenden step-by-step, welche Formalien erfüllt sein müssen, damit es zu keiner Retaxierung kommen kann und gab einen Überblick über die häufigsten Fragen zu E-Rezepten. 

13:58

In der PTAheute-Clubwelt kann man sich mit Kaffee und Popcorn ein wenig stärken ...

PTAheute-Clubwelt Interpharm
Die PTAheute-Clubwelt präsentiert sich in diesem Jahr in Jahrmarktstimmung. | Bild: Schelbert / PTAheute
13:55
Melissa Iakovidou
Melissa Iakovidou
Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Rosazea – eine behandelbare Hauterkrankung

Juliane von Meding
Rosazea ist kein persönlicher Makel, sondern eine behandelbare Hauterkrankung, so Juliane von Meding. | Bild: Iakovidou / PTAheute

Nach der Mittagspause setzte Juliane von Meding im Bereich „Pharmazie & Wissenschaft“ mit ihrem Vortrag über die entzündliche Hauterkrankung Rosazea den Kongresssamstag fort.

Die Apothekerin erklärte eingangs, dass es in der Regel mehrere Faktoren bei einer Person gibt, die zu der Erkrankung führen. „Rosazea ist nicht heilbar, aber behandelbar“, so von Meding. Eine Behandlung setze zum einen darauf, die Trigger zu vermeiden und die Remission durch topische sowie systemische Arzneimittel zu erhalten. Mittel der 1. Wahl, so stimmten auch die Zuhörenden zu, ist Metronidazol. Neben diesem und weiteren Rx-Arzneimitteln gibt es laut von Meding nur ein zugelassenes OTC-Arzneimittel: Natriumbituminosulfat, welches in der Marke Ichtraletten® zum Einsatz kommt. Der Wirkstoff wird aus Schieferöl gewonnen und wirkt sowohl antiinflammatorisch als auch talgflussmindernd. Die Tabletten könnten als Zusatztherapie zu topischen Rx-Arzneimitteln in der Apotheke empfohlen werden, meint von Meding.

Anhand einiger Grafiken erläuterte von Meding die Studien zu Natriumbituminosulfat. Es wirke bereits nach vier Wochen gegen Pusteln und Papeln, nach sechs Wochen werden Rötungen gemindert. Daher betrage die Behandlungsdauer sechs Wochen, danach müsse zwei Wochen Pause gemacht werden.

12:30
Viola Schlitter
Viola Schlitter
PTA und Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit

Vortrag AM und Schwangerschaft Interpharm
Dr. med. Wolfgang Paulus ging in seinem Vortrag auf Arzneimittel während der Schwangerschaft und Stillzeit ein. | Bild: Schlitter / PTAheute

Welche Arzneimittel sind während der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet? Und welche Auswirkungen können Arzneimittel auf das Baby haben? Darin ging es im Vortrag von Dr. med. Wolfgang Paulus.  

Als Einstieg seines Vortrags warf er einen kurzen Blick auf den Contergan-Skandal vor über 60 Jahren (Stichwort: teratogen wirksame Arzneistoffe wie Thalidomid). Heute noch sind die Auswirkungen des Skandals spürbar: So besteht bei Schwangeren, Stillenden und pharmazeutischem Personal immer noch eine große Zurückhaltung im Hinblick auf die Einnahme von Arzneimitteln für Mutter und Kind.  

Im weiteren Verlauf seines Vortrags ging Prof. Dr. med. Paulus auf die unterschiedlichen Auswirkungen ein, die bei Anwendung bestimmter Arzneimittel während der Schwangerschaft auftreten können – dazu zählen beispielsweise Fehlgeburt, Fehlbildungen, kindliche Entwicklungsstörungen, Tumorentwicklung, Entzugssymptome (z. B. bei Opioiden). Welche Auswirkungen ein Arzneistoff auf den Organismus hat, ist abhängig von dessen chemischen und physikalischen Eigenschaften.

Welche Arzneimittel nun während der Schwangerschaft angewendet werden können, unterteilte Dr. med. Paulus anhand möglicher Symptome. So kann beispielsweise bei Übelkeit zu Ingwer, Vitamin B6 oder H1-Antihistaminika geraten werden. Bei Sodbrennen seien Protonenpumpenhemmer (PPI), Antazida und H2-Rezeptorantagonisten empfehlenswert.

11:45
Cornelia Neth
Cornelia Neth
Chefredakteurin PTAheute.de
E-mail

Wie entstehen eigentlich Trends wie der Hype um Ozempic® und Elotrans®?

Frank Weißenfeldt von INSIGHT Health kerlärte den Hype und die Trends rund um Ozempic® und Elotrans® | Bild: C. Neth / PTAheute

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der Elotrans® ein stinknormales Arzneimittel war, von dem man vielleicht nur zwei bis drei Packungen an Lager hatte? Und dann entstand auf einmal ein riesiger Hype um das Elektrolytpräparat als „Katerkiller“.

Wie entstehen eigentlich solche Hypes? Was haben Brad Pitt und Capital Bra damit zu tun und wieso ist das Diabetes-Medikament „Ozempic“ so viral gegangen? Das erläuterte Frank Weißenfeldt in seinem Vortrag.

Ausgangspunkt eines Hypes sei eben oft das Statement einer prominenten Person – immer begleitet von Instagram, TikTok und Co. Aber auch das Boulevardblatt mit den vier großen Buchstaben und weitere Medien seien in der Regel mit von der Partie. Spätestens seit dem Viagra-Boom wird gefühlt jedes Jahr medial „eine neue Sau durchs Dorf getrieben“ und führe zu Enthusiasmus – aber auch zu Irritationen sowie zu Lieferengpässen im Apothekenmarkt. Arzneimittel sind ein besonderes Gut, weil die Gesundheit der Menschen etwas Besonderes ist. Vor diesem Hintergrund beleuchtete der Senior Business Development Manager bei INSIGHT Health unter anderem den Hype und die Trends rund um die mediale Präsenz und Marktentwicklung von Ozempic® und eben Elotrans®  

10:48
Viola Schlitter
Viola Schlitter
PTA und Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Tipps und Tricks für die Belieferung von E-Rezepten

Vortrag Interpharm E-Rezept
Annette Sieper gibt Tipps und Tricks im Umgang mit dem E-Rezept. | Bild: Schlitter / PTAheute

Weiter ging es mit dem E-Rezept. Zwar haben elektronische Verordnungen mittlerweile Fuß gefasst in Apotheken, jedoch läuft es noch nicht ganz so rund. Mit welchen Tipps und Tricks man Schwierigkeiten beim Auslesen und Abrechnen von E-Rezepten umgehen kann, das erklärte Annette Sieper in ihrem Vortrag. 

Sie erläuterte, welche Vor- und Nachteile es beispielsweise bei der elektronischen Gesundheitskarte (eGK), der E-Rezept-App sowie dem Card-Link-Verfahren gibt. Auch ging es darum, was man tun kann, wenn E-Rezepte nicht einlösbar sind, worauf bei der Rezeptkontrolle zu achten ist und vieles mehr.

10:39
Melissa Iakovidou
Melissa Iakovidou
Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Wie kann der Kinderwunsch erfüllt werden?

Dr. med. Christina Thöne
Dr. med. Christina Thöne berichtet über Methoden in der Kinderwunschbehandlung. | Bild: Iakovidou / PTAheute

Gynäkologin Dr. med. Christina Thöne gibt eine Übersicht über die aktuellen Möglichkeiten einer Kinderwunschbehandlung. Eingangs stellt sie fest, wann Paare mit Kinderwunsch professionelle Hilfe suchen sollten: Wenn nach einem Jahr noch keine Schwangerschaft eingetreten ist – „vor allem junge Paare sollten dann kommen, denn dann liegt meist eine medizinische Ursache vor“, sagt Thöne.

Einerseits seien die Paare sehr motiviert für die Behandlung, gleichzeitig sei der Stressfaktor sehr hoch. „Selten hat die Sterilität psychische Ursachen, jedoch erzeugt der Kinderwunsch massive psychische Auswirkungen. Das ist vergleichbar mit einer Krebsdiagnose und -behandlung“, macht Thöne deutlich.

Im Weiteren stellt sie Ursachen bei Männern und Frauen vor sowie die Behandlungsmöglichkeiten. Auch auf die speziellen Therapien wie IUI, IVF und ICSI geht sie verständlich ein.  

10:24
Melissa Iakovidou
Melissa Iakovidou
Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Kondom löst Pille als beliebtestes Verhütungsmittel ab

Dr. Sabine Werner
Dr. Sabine Werner gibt ein Update zu Verhütungsmethoden. | Bild: Iakovidou / PTAheute

Apothekerin Dr. Sabine Werner gibt zum Auftakt des zweiten Kongresstages im Bereich „Beratung & Praxis“ ein Update zu den hormonellen und nicht hormonellen Kontrazeptiva. 

Auffällig sei, dass das Kondom die Pille als beliebtes Verhütungsmittel abgelöst habe, so Werner. Die Gründe könnten unterschiedlich sein. Eine Beratung in der Apotheke zur sicheren Anwendung der verschiedenen Barrieremethoden sei daher besonders wichtig.

Und so demonstriert sie, welche Methoden zur Verfügung stehen und worauf die Patienten hingewiesen werden sollten. Seit Februar 2024 gibt es zudem eine neue Leitlinie zu nicht hormonellen Empfängnismethoden. Darin wird unter anderem auch die Natürliche Familienplanung nach Sensiplan empfohlen. „Die Sicherheit der Methode ist fast vergleichbar mit der der Pille“, erklärt die Apothekerin.

Zum Schluss stellt die Apothekerin noch heraus, dass auch der Mann bei der Empfängnisverhütung, aber auch Familienplanung einen Beitrag leisten kann. Beide Partner sollten auf einen optimalen Lebensstil achten: nicht rauchen, wenig Alkohol und Kaffee sowie ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind wichtige Faktoren.

10:18

Zinchen ist natürlich auch wieder auf der INTERPHARM dabei ...

Zinchen auf der Interpharm 2024
Zinchen unterhält beim Radeln die Besucher auf der INTERPHARM in Mannheim. | Bild: Schelbert / PTAheute
10:08
Viola Schlitter
Viola Schlitter
PTA und Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Ein Vierteljahr E-Rezept – Wie digital sind wir wirklich?

Interpharm Vortrag E-Rezept
Wie lief es bisher mit dem E-Rezept? In seinem Vortrag zog Florian Giermann ein Zwischenfazit seit der Einführung des E-Rezepts. | Bild: Schlitter / PTAheute

Das E-Rezept ist mittlerweile fester Bestandteil in Apotheken. Doch wie viel E-Rezepte wurden bislang wirklich eingelöst? Wie digital sind wir wirklich? Und wie häufig werden bestimmte Dienste wie beispielsweise die E-Rezept-App genutzt? Darüber spricht Herr Florian Giermann in seinem Vortrag und zieht ein Zwischenfazit über den aktuellen Stand der elektronischen Verordnungen. 

Aus einer Umfrage geht hervor, dass im Verlauf des ersten Quartals des E-Rezepts ein Wandel sichtbar ist von einem „schwierigen“ zu einem „chaotischen“ Ablauf der elektronischen Verordnung. Im weiteren Verlauf seines Vortrags stellt Herr Giermann nochmals die verschiedenen Einlösewege des E-Rezepts vor.

10:02

Tag zwei der INTERPHARM hat begonnen ...

Interpharm-Flaggen
Auch am zweiten Tag der INTERPHARM strömen Besucher in das Congress Zentrum in Mannheim. | Bild: Schelbert / PTAheute

Freitag, 12.04.2024: INTERPHARM Tag 1

LiveSortierung chronologisch
16:49
Cornelia Neth
Cornelia Neth
Chefredakteurin PTAheute.de
E-mail

Was soll ich bei Social Media posten?

Bild: Schelbert / PTAheute

Nachdem die Apotheken-Influencer Paulina Kuberczik und Benedikt Richter um 14:00 Uhr die Grundlagen gelegt haben, was Social Media angeht, ging es um 16:00 Uhr direkt ans Eingemachte. Was soll man posten? Reel oder Foto? Was ist wichtig bei der Caption und wieso sollte sie immer einem Drei-Gänge-Menü ähneln? 

16:32

Arzneimittelherstellung in Apotheken: Ein Blick in die Zukunft

Vortrag Interpharm
Welche alternativen Emulgatoren und Konservierungsmittel können Apotheken künftig zur Verfügung stehen? | Bild: Schlitter / PTAheute

Im nächsten Vortrag ging es um die Entwicklung und künftige Perspektiven in der Arzneimittelherstellung in Apotheken. Dabei ging Herr Prof. Dr. Daniels vor allem auf alternative Formulierungskonzepte für Emulgatoren und Konservierungsmittel ein, wodurch die Applikation und Verträglichkeit verbessert werden sollen. So gibt es beispielsweise noch nicht galenisch realisierbare Konzepte z. B. für Dermatika oder Schäume, auf die Apotheken künftig zurückgreifen könnten. 

16:25
Melissa Iakovidou
Melissa Iakovidou
Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Komplementäre Medizin in der Palliativversorgung

Prof. Dr. Henrikje Stanze
Prof. Dr. Henrikje Stanze spricht über komplementäre Methoden in der Palliativversorgung. | Bild: Iakovidou / PTAheute

Prof. Dr. Henrikje Stanze, Professorin für Pflegewissenschaft an der Hochschule Bremen, stellt in ihrem Vortrag komplementäre Methoden in der Palliativversorgung vor. 

Zunächst spricht sie sich jedoch dafür aus, dass Palliativversorgung stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung und auch Politik rückt. „Jeder wird einmal mehr oder weniger palliativ versorgt werden in seinem Leben“, ist Stanze überzeugt. 

Allerdings werde Palliativversorgung von den Patienten meist gleichgesetzt mit Sterben und Tod, „aber in der Palliativversorgung ist es zunächst einmal meine Aufgabe, die Symptome zu behandeln“. Sterbebegleitung sei nur ein Teil davon. 

Da Sterben und Tod immer noch Tabu-Themen in Deutschland sind, würden die Möglichkeit in der Palliativversorgung noch nicht voll ausgeschöpft, erklärt Stanze weiter. Ergänzend zur Schulmedizin könne hier Komplementärmedizin angewandt werden. Dazu zählen z. B. Akupressur, Aromaöle, Wickel, Umschläge, Einreibungen und Heilpflanzen.

Im weiteren Verlauf ihres Vortrages stellt die Professorin Studienergebnisse zu Substanzen wie Zitrusfrüchten, Zimt und Johanniskraut vor, bei welchen Indikationen diese wie wirken und wie diese schließlich in der Palliativversorgung eingesetzt werden können.

15:30
Cornelia Neth
Cornelia Neth
Chefredakteurin PTAheute.de
E-mail

KI – Fluch oder Segen für die Apotheke vor Ort?

Wie gefährlich ist KI oder bietet sie neue Möglichkeiten für Apotheken?

Anna Schatz berät Apotheken und andere Gesundheitseinrichtungen zu Kommunikationsstrukturen, Marketing und KI. Im heutigen Vortrag hat sie gezeigt, wie sinnvoll Apotheken heute schon die künstliche Intelligenz beispielsweise für die Optimierung von Lagerhaltung oder die Vorhersage von Medikamentenbedarf nutzen können. Gleichzeitig hat sie eindrücklich gezeigt, wo die KI eher gefährlich werden kann. 

15:14
Melissa Iakovidou
Melissa Iakovidou
Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Was machen Apotheker eigentlich in der Palliativversorgung?

Apothekerin Dr. Lisa Krumm
Apothekerin Dr. Lisa Krumm hebt die Bedeutung der Apothekerin in der Palliativversorgung heraus. | Bild: Iakovidou / PTAheute

Wie ihre Kollegin zuvor betont auch Dr. Lisa Krumm, dass die Arzneimitteltherapie eine der wichtigsten Säulen in der Palliativversorgung darstellt. Aber Apotheker wissen natürlich, dass jedes Arzneimittel neben der erwünschten Wirkung auch potenziell Nebenwirkungen und Wechselwirkungen hervorrufen kann. Zudem können Inkompatibilitäten auftreten.

„Off-Label-Use kommt in der Palliativversorgung häufig vor“, erklärt die Apothekerin und veranschaulicht anhand einiger Praxisbeispiele, wie Arzneimittel außerhalb ihrer Zulassungen eingesetzt werden können. Erfahrungswerte der Behandelnden seien hier oft sehr wertvoll und ausschlaggebend, so Krumm. Ebenso würden viele Arzneimittel subkutan verabreicht, weil dies von Patienten meist besser akzeptiert wird.

Wie wichtig Apotheker (und sicherlich Apotheken generell) in der Palliativversorgung sind, stellt Krumm anschaulich heraus. So können Apotheker die Verordner bei der Arzneimitteltherapie unterstützen, indem sie diese optimieren und die Arzneimitteltherapiesicherheit erhöhen. Dies gelingt zum Beispiel durch Entschlacken des Medikationsplans und die prophylaktische Behandlung von potenziellen Nebenwirkungen.

Ein wichtiger Punkt seien auch die Rezepturen. „Wir haben die Erlaubnis für Arzneimittelrezepturen und können so abgestimmt auf die Patienten Rezepturen herstellen“, sagt Krumm. So könne man zum Beispiel Lösungen bei Schluckstörungen anbieten. Außerdem kennen insbesondere Apotheker die zur Verfügung stehenden Applikationstechniken für ein Arzneimittel und können bei Bedarf Alternativen vorschlagen.

Im Anschluss findet ein angeregter Austausch der Anwesenden über ihre Erfahrungen in der Palliativversorgung statt.

14:53
Cornelia Neth
Cornelia Neth
Chefredakteurin PTAheute.de
E-mail

Von (Apotheken-)Influencern lernen: So geht Social Media

Benedikt Richter und Paulina Kuberczik alias Paulini Mathini haben große Reichweiten in den sozialen Netzwerken. | Bild: A. Wilhelm / PTAheute

Welche Social-Media-Kanäle eignen sich für Apotheken? Welche Zielgruppen soll ich bedienen und wie erfahren die eigentlich von mir? Wie baut man einen Social-Media-Account für eine Apotheke auf und welche Fehler sollte man dabei besser nicht machen? Diese Fragen haben die Apotheken-Influencer Paulina Kuberczik alias „Paulini Mathini“ und der angerichterte Benedikt Richter für die Teilnehmenden beantwortet. 

14:49
Viola Schlitter
Viola Schlitter
PTA und Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Schritt für Schritt vom Lieferengpass zum Rezepturarzneimittel

Vortrag Interpharm
Um den anhaltenden Lieferengpässen entgegenzuwirken, können Apotheken Rezepturarzneimittel selber herstellen. Worauf dabei zu achten ist, hat Herr Dr. Pohl in seinem Vortrag dargestellt. | Bild: Schlitter / PTAheute

Lieferengpässe prägen den Apothekenalltag. Umso wichtiger ist die Herstellung von Rezepturarzneimitteln. Herr Dr. Berthold Pohl hat in seinem Vortrag Schritt für Schritt erklärt, worauf bei der Rezepturherstellung zu achten ist.  

Als gesetzliche Grundlage dient die Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO). Zur Festlegung der Dosierung ist es empfehlenswert, auf Kinderformularium.de, DAC/NRF oder Ziegler AS Plausi-Check zurückzugreifen. Vor der Herstellung sollten die jeweiligen Arzneistoffeigenschaften – dazu zählen Toxizität, Löslichkeit, Stabilität – genau überprüft werden.  

Gängige Rezepturen für Kinder, die in der Apotheke häufig vorkommen, sind insbesondere Dermatika (z. B. Salben, Cremes), Zäpfchen und Oralia (z. B. Lösungen, Suspensionen, Säfte).

Abschließend ist Herr Dr. Pohl auf verschiedene Hinweise zur Herstellung bzw. Anwendung von Arzneiformen eingegangen: Beispielsweise welche Suspensionsgrundlagen zur Verfügung stehen, was bei der Konservierung zu beachten ist, welche Aromen zum Überdecken bestimmter Geschmacksrichtungen oder nach Erkrankungszustand ratsam sind u. v. m.

14:38
Melissa Iakovidou
Melissa Iakovidou
Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Eine gute Palliativversorgung braucht Kreativität

Apothekerin Dr. Constanze Rémi

Nach der Mittagspause startet Dr. Constanze Rémi im Themenbereich „Pharmazie & Wissenschaft“ den Nachmittag mit einem Vortrag zur palliativen Arzneimitteltherapie.

Die Apothekerin arbeitet in München an der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin und schildert anhand vieler Praxisbeispiele, wie eine Arzneimitteltherapie bei Palliativ-Patienten aussehen kann.

Bevor eine Therapie begonnen werden kann, müsse zunächst das Therapieziel bestimmt werden, betont sie. Zu Beginn einer Behandlung werde meist diagnoseorientiert behandelt, um zu heilen oder das Leben zu verlängern. Im weiteren Krankheitsverlauf gehe es insbesondere in der Palliativversorgung zunehmend um eine symptomorientierte Behandlung, um die Lebensqualität zu erhalten, so Rémi.

Die Therapie erfolgt in der Palliativversorgung stark individualisiert, da auf die einzelnen Symptome und auch Toleranzen der Patienten geachtet werden muss. So gebe es zwar eine S3-Leitlinie, dennoch sei ab einem gewissen Punkt oft Kreativität in der Arzneimitteltherapie gefragt, erklärt Rémi und erklärt anhand vieler Beispiele, welche Wege beschritten werden können.

Zu Beginn ihres Vortrags weist Rémi darauf hin, dass sich die Palliativversorgung nicht nur auf den Patienten beschränkt, sondern stets auch die Angehörigen mit einbezieht. „Palliativversorgung endet nicht mit dem Tod des Patienten“, sagt die Apothekerin. Vielmehr gehe es danach um die Versorgung der Trauernden.

12:36
Melissa Iakovidou
Melissa Iakovidou
Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Pharmazeutische Dienstleistungen – echt jetzt?!

Apothekerin Tatjana Buck
Apothekerin Tatjana Buck nennt gute Gründe, warum jede Apotheke pDL anbieten sollte. | Bild: Iakovidou / PTAheute

Pharmazeutische Dienstleistungen (pDL), muss das wirklich sein? Ja, meint Apothekerin Tatjana Buck. Sie selbst bietet pDL in ihrer Apotheke an und berichtet leidenschaftlich über die Vorteile diese Services. „pDL anbieten ist eine strategische Entscheidung“, so Buck. Es gehe darum, Apotheke zukunftsfähig zu machen. 

Auch für Mitarbeitende böten pDL viele Vorteile, betont die Apothekerin. „pDL schaffen Sinnhaftigkeit, binden Mitarbeitende an den Arbeitsplatz und machen Apotheke attraktiv für den Nachwuchs“, ist sie überzeugt. Außerdem erhöht der Service die Kundenzufriedenheit und schafft mehr Sicherheit bei der Arzneimitteleinnahme.

Buck betont, dass eine gute Vorbereitung den Einstieg in die pDL erleichtert. „Kommen Sie ins Tun!“, ermuntert sie die Zuhörenden. Im Anschluss an ihren kurzweiligen Vortrag konnten die Messebesucher Fragen stellen. Dies wurde rege in Anspruch genommen und so fand ein wertvoller Austausch statt, aus dem jeder Motivation für die Umsetzung von pDL ziehen konnte.

12:25

Social Media aus der Apotheke

Louisa Krüger hat den Teilnehmenden 7 gute Gründe für Social Media mitgebracht. | Bild: C. Neth / PTAheute

Social Media eröffnet vielfältige Möglichkeiten, sich bewusst zu positionieren – und das auch ganz einfach aus der Apotheke heraus. Das ist die These von Louisa Krüger, die heute zum Thema Social Media aus der Apotheke referierte.

Sie hat sich in ihrem Vortrag vor allem mit den Social-Media-Grundlagen auseinandergesetzt. Warum soll man überhaupt soziale Netzwerke nutzen? Dafür hatte die Referentin sieben gute Gründe.

12:16
Viola Schlitter
Viola Schlitter
PTA und Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Aktuelle Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen

Vortrag Interpharm
Frau Dr. Kiltz erläuterte die Therapieformen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. | Bild: Schlitter / PTAheute

Wie sieht die Therapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen aus? Welche Arzneimittel kommen in Frage? Darauf ging Dr. Uta Kiltz in ihrem Vortrag genauer ein. Sie erläuterte, dass zur Therapieauswahl ein Prognosebild erstellt wird mit Erfassung der Krankheitsaktivität – diese wird über die gesamte Erkrankungsdauer hinweg überprüft. Anschließend wurden die drei Bausteine der Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen vorgestellt. Dazu zählen:

  • nichtmedikamentöse Therapie (z. B. Bewegung, Sport)
  • supportive und immunmodulierende medikamentöse Therapie (z. B. NSAR, Glucocorticoide, MTX)
  • operative Therapie

Im weiteren Verlauf ging Frau Dr. Kiltz auf verschiedene Wirkmechanismen und Therapieschemata laut Leitlinien ein. In der Regel muss bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen die Medikation über die Jahre hinweg eingenommen und regelmäßig angepasst werden. Allerdings nimmt die Adhärenz aufgrund der Nebenwirkungen, die während der Therapie auftreten können, über die Jahre hinweg ab. Daher ist eine Aufklärung vor Ort in der Apotheke und beim Arzt umso wichtiger.

11:50

Die Zukunft des E-Commerce 

Apotheker Philipp Wälde stellt sich gegen den Click&Collect-Trend und geht einen eigenen Weg. | Bild: C. Neth / PTAheute

Apotheker Philipp Wälde hat drei Apotheken im schwäbischen Göppingen. Er stellt sich gegen viele Trends und sagt Shop-Systeme funktionieren bei ihm nicht. 

Er nutzt das Smartphone als Schlüssel zur Kundenbindung – seines und das seiner Kunden. Den Teilnehmenden hat er Wege gezeigt, wie sie die Handynummern ihrer Kunden erhalten und sie anschließend betreuen können. Er gab außerdem einen Ausblick in die digitale Zukunft über einen digitalen Beleg, KI und Cardlink.  

11:25
Viola Schlitter
Viola Schlitter
PTA und Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Antiinflammatorische Ernährung: Was steckt dahinter?

Vortrag INTERPHARM
Prof. Dr. Martin Smollich gibt Einblicke in das Thema antiinflammatorische Ernährung. | Bild: Schlitter / PTAheute

Im nächsten Vortrag ging Prof. Dr. Martin Smollich genauer auf die antientzündliche Ernährung ein. Zu Beginn erläuterte er die Abgrenzung zwischen akuter und chronischer Entzündung – und der Entstehung von Zivilisationskrankheiten. Häufig verlaufen diese chronischen Entzündungen lange unbemerkt. Ebenso erklärt er, dass der gesamte Alterungsprozess (Aging) inzwischen als systemische Entzündung verstanden wird.  

Die Ernährung kann dabei Einfluss auf diese Inflammation haben. Empfehlenswerte Lebensmittel sind laut Prof. Dr. Smollich insbesondere Ballaststoffe, Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Omega-3-Fettsäuren (z. B. Leinöl, Seefisch) und Soja – hingegen wirken tierische Lebensmittel, gesättigte Fettsäuren (z. B. Kokosöl, verarbeitetes Fleisch) und Junk-Food proinflammatorisch. 

Weiterhin erklärte er, dass neben der Lebensmittelauswahl auch das Körpergewicht, die Fettverteilung sowie die Zusammensetzung des Darmmikrobioms eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen im Körper spielen. Um Entzündungen zu lindern, ist die Basis vor allem eine Reduktion des Körpergewichts sowie eine gute Schlafhygiene (mind. 7,5 h Schlaf).

11:07
Melissa Iakovidou
Melissa Iakovidou
Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Beispiel Inhalativa: Wie gelingt eine gute Beratung?

Dr. Robert Jaeschke
Dr. Robert Jaeschke gibt praktische Tipps zur Beratung von Inhalativa. | Bild: Iakovidou / PTAheute

Interaktiv und zum Mitdenken auffordernd wurde es im kurzweiligen, aber ebenso informativen Vortrag von Dr. Robert Jaeschke. Er sprach mit den Teilnehmenden über die Anwendung von Inhalativa in allen Altersgruppen. Zwischendurch fragte er immer wieder in die Runde, wie es denn in der jeweiligen Apotheke vor Ort abläuft, welche Herausforderungen und Probleme die Teilnehmenden sehen und welche Tipps sie selbst weitergeben möchten. Ihre Antworten konnten sie digital direkt mitteilen und Jaeschke ging darauf ein.

So wurde der Vortrag abwechslungsreich, es gab entspanntes Gelächter und Zustimmung, wenn Dr. Jaeschke ein Beispiel aus seinem Alltag teilte – offensichtlich kannten die Anwesenden ähnliche Erlebnisse aus ihrem Berufsalltag. 

Wenngleich vielen die Anwendung von Inhalativa vertraut ist, gab es dennoch wertvolle Hinweise: „Bleiben Sie kundenorientiert!“, betonte Jaeschke. Er selbst rede viel mit den Patienten, insbesondere mit Kindern, um ihnen so die Anwendung zu veranschaulichen und zu erleichtern. 

„Probieren Sie nach Möglichkeit alles selbst aus, nur so wissen Sie wirklich, wie es Ihren Kunden geht“, rät Jaeschke. 

11:04
Cornelia Neth
Cornelia Neth
Chefredakteurin PTAheute.de
E-mail

Podiumsdiskussion: Digital vs. analog – Kundenbindung im Wandel

Philipp Wälde, Chris Günther, Sarah Wessinger und Lena Wegner
Philipp Wälde, Chris Günther, Sarah Wessinger und Lena Wegner haben über die unterschiedlichen Kundenbindungskonzepte diskutiert. | Bild: C. Neth / PTAheute

Click & Collect, Messenger oder doch Social Media? Im Panel mit Chris Günther, Apothekerin Lena Wegner, Apothekerin und Moderatorin Sarah Wessinger und Apotheker Philipp Wälde wurden Kundenbindungskonzepte gegenübergestellt und diskutiert. 

Welche Maßnahmen sind erfolgreich, welche nicht? Für den einen so, für den anderen so. Der eine hat 30 Bestellungen pro Tag via Click & Collect, der andere 30 pro Tag über einen Messenger. Ergebnis: Digitale und analoge Kundenbindung funktioniert in verschiedenen Apothekenkonstellationen unterschiedlich. Am wichtigsten ist: Authentizität!

10:53
Melissa Iakovidou
Melissa Iakovidou
Redakteurin PTAheute.de
E-mail

Inflammaging – stille Entzündung lässt altern

Prof. Dr. Carsten Culmsee
Prof. Dr. Carsten Culmsee referiert über das Thema Inflammaging | Bild: Iakovidou / PTAheute

Den Auftakt im Bereich „Pharmazie & Wissenschaft“ gibt Prof. Dr. Carsten Culmsee, Professor für klinische Pharmazie. Gleich zu Beginn seines Vortrags stellt er fest: Die Bevölkerung wird zusehends immer älter. Positiv sei aber, dass wir auch fitter werden.

Mit dem Altern kommen die altersbedingten Erkrankungen wie Diabetes, Demenz und kardiovaskuläre Erkrankungen. Ihnen voraus geht das sog. Inflammaging, die stille Entzündung. 

Anschaulich beschreibt Culmsee, wie die stille Entzündung entsteht, was sie begünstigt und welche Erkrankungen sie besonders beeinflusst. „Jetzt fragen Sie sich sicherlich, ob man überhaupt was dagegen tun kann. Ja, das kann man!“, betont Culmsee. Denn bei aller Genetik seien vor allem Umwelteinflüsse entscheidend dafür, wie schnell wir altern und wie stark Inflammaging auftritt. 

Die relevantesten Faktoren seien laut Culmsee: BMI und Koronarerkrankungen. „Präventiv dagegen vorgehen können wir mit Ernährung und Bewegung, also einem gesunden Lebensstil“, so Culmsee. Auch soziale Interaktion sei wichtig, denn: „Einsamkeit tötet.“

10:24
Benedikt Richter
Benedikt Richter
PTA und Journalist
E-mail

Kommt die Nebenwirkung vom Arzneimittel? – Detektivarbeit für PTA und Apotheker

Messebesucher bei der INTERPHARM 2024
Apothekerin Sabine Haul geht den Nebenwirkungen auf die Spur. | Bild: B. Richter / PTAheute

Im pharmazeutischen Kongress startet Apothekerin Sabine Haul aus Hamburg. Sie stellt gleich in den ersten Sätzen klar: „Ich bin große Verfechterin der pharmazeutischen Dienstleistung Medikationsmanagement.“ 

In ihrem Vortrag geht sie auf die Möglichkeiten der Verbesserung der Medikation ein und gibt praktische Tipps für den Apothekenalltag. „Lassen Sie sich mal den Medikamentendispenser zeigen. Da entdecken Sie echte Überraschungen.“

Auch der geriatrische Patient steht bei ihr im Fokus. Hier sind die Risiken im Rahmen der Polymedikation besonders groß. Ihr Appell: PTA und Apotheker sollten den Arzt auf die Priscus-Liste hinweisen und bei „plötzlichen Veränderungen“, die der Patient berichtet, hellhörig werden. Eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten ist unerlässlich.

09:42
Cornelia Neth
Cornelia Neth
Chefredakteurin PTAheute.de
E-mail

Was hat ein Online-Möbelhändler mit Apotheke zu tun?

Apothekerin Lena Wegner und Agenturchef Chris Günther
Apothekerin Lena Wegner und Agenturchef Chris Günther zeigen smarte Lösungen on- und offline: Hauptsache Apotheke! | Bild: C. Neth / PTAheute.de

Schöne neue Welt – vor allem in den Ballungsräumen. Der Lieferdienst bringt Essen oder Einkäufe innerhalb von 10 Minuten. Menschen schätzen solche Services und die Erwartungshaltung steigt. Gibt es die typischen Kundinnen und Kunden der Apotheke? Lena Wegner (Apothekerin aus Düsseldorf) und Chris Günter (GF User-Experience bei der Digitalagentur cäsar gustav) haben den Teilnehmenden anschaulich und mit vielen Beispielen gezeigt, wie bestehende Kundenbindungen ins Digitale übertragen werden können und was wir von einem Online-Möbelhändler und Einkaufs-Lieferdienst lernen können.

„Der Unterschied wird in Zukunft sein, für positive Einkaufserlebnisse und Interaktionen, angepasst an die digitale Lebensweise der Kundinnen und Kunden zu sorgen!“, so die Referentin.

09:32
Cornelia Neth
Cornelia Neth
Chefredakteurin PTAheute.de
E-mail

Willkommen bei der INTERPHARM 2024

Sarah Wessinger begrüßt Messebesucher
Apothekerin Sarah Wessinger eröffnet den Bereich Apotheke & Trends bei der diesjährigen INTERPHARM in Mannheim. | Bild: C. Neth

Apothekerin Sarah Wessinger eröffnete im Rahmen der INTERPHARM 2024 den Bereich „Apotheke & Trends“. 

Hier wird es heute besonders praxisnah. Referenten diskutieren Fragen wie „Wie sieht Kundenbindung in Zukunft aus?“, „Welche Möglichkeiten bieten Social Media?“ und „Welche Themen liegen in der Freiwahl aktuell im Trend?“.

Außerdem erwartet Sie:

Die Zukunft des E-Commerce in der Apotheke

KI in der Apotheke – was geht und was ist erlaubt?

Expertentalk zur Digitalisierung von Labor & Rezeptur

08:59

Hallo aus Mannheim!

Veranstaltungsort der INTERPHARM 2024 ist das Congress Centrum Rosengarten in Mannheim. Die Stadt begrüßt uns heute mit absolutem Kaiserwetter. | Bild: M. Hugger / PTAheute

Guten Morgen! Hier sind wir mit unserem Liveticker von der INTERPHARM aus Mannheim. Für Sie an den Laptops sind Melissa Iakovidou, Viola Schlitter (Redakteurinnen von PTAheute.de), Benedikt Richter (Freier Autor und Podcaster von PTAheute.de) und Cornelia Neth (Chefredakteurin von PTAheute.de).

Gut zu wissen: Vortragsfolien der INTERPHARM downloaden

Sie möchten sich die Vorträge der INTERPHARM im Nachgang nochmal anschauen? Dann können Sie sich auf der Website der INTERPHARM die Vortragsfolien der einzelnen Vorträge downloaden.

Hierzu müssen Sie sich vorab auf der Website der INTERPHARM anmelden und anschließend unter Programm den jeweiligen Vortrag auswählen. Unter der Beschreibung des Vortrags können Sie sich die Folien downloaden.