Aktuelles

In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.

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PTAheute-Pinnwand KW 41/2026: Erkältungszeit, NEM und Weiterbildung

PTAheute-Pinnwand KW 41/2026
Bilder: gpointstudio / AdobeStock, ghazii / AdobeStock, insta_photos / AdobeStock, Jamrooferpix / AdobeStock; Montage: PTAheute

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:

Warnung vor Abbau von Versorgungsstrukturen bei Zytotstatika

Am vergangenen Mittwoch fand eine öffentliche Anhörung zu den Änderungsanträgen im Gesundheitsausschuss des Bundestages statt. Sowohl Michael Marxen, Präsident des Verbands der Zytostatika herstellenden Apothekerinnen und Apotheker (VZA), als auch Thomas Preis hatten Gelegenheit, sich zum Thema Zyto-Ausschreibungen zu äußern. 

Marxen wie auch Preis betonten, dass die Ausschreibungen 2017 aus guten Gründen abgeschafft worden seien. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass die damals aufgetretenen Versorgungsrisiken „mit der neuen Regelung und ihrer vermeintlichen Regionalisierung und Freiwilligkeit beherrschbar werden“, erklärte Marxen. 

Er betonte: „Onkologische Versorgung bleibt hochkomplex und braucht multiprofessionell eingespielte Strukturen. Onkologische Infusionen sind kein Produkt, dessen Lieferung einfach ausgetauscht werden kann.“

Die avisierten Einsparungen seien ohnehin bereits überholt. Denn die geschätzten Wirtschaftlichkeitsreserven von 200 Millionen Euro würden bereits mit der seit Oktober geltenden neuen Hilfstaxenregelung gehoben. Quelle: daz.online / mg 

Rote-Hand-Brief zu Ocrevus® (Ocrelizumab)

In einem Rote-Hand Brief wird über ein neues Risiko für Leberschäden unter der Behandlung mit Ocrevus® berichtet.

Der Antikörper Ocrelizumab wird zur Behandlung von Erwachsenen mit schubförmiger Multipler Sklerose mit aktiver Erkrankung sowie mit früher primärer progredienter Multipler Sklerose eingesetzt.

Arzneimittelbedingte Leberschäden, einschließlich schwerer und lebensbedrohlicher Fälle, wurden als neues Risiko bei Patienten identifiziert, die mit Ocrelizumab behandelt wurden. Der Beginn lag zumeist innerhalb eines Monats nach der ersten Initialdosis.

Zur Risikominimierung sollen Leberfunktionstests vor Beginn der Behandlung sowie vor der zweiten initialen Infusion durchgeführt werden. Patienten sind über Anzeichen und Symptome eines Leberschadens zu informieren und anzuweisen, bei Verdacht unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, um Leberfunktionstests durchführen zu lassen.

Wird ein Leberschaden bestätigt, ist Ocrelizumab abzusetzen. 

Die Fach- und Gebrauchsinformationen werden entsprechend aktualisiert. Weitere Informationen sind dem Rote-Hand-Brief zu entnehmen. Quelle: AMK 

ellaOne® bietet Fachkreis-Podcast für Apothekenteams

Ein Beratungsgespräch zur „Pille danach“ erfordert neben fachlicher Sicherheit auch rechtliches Know-how und einen sensiblen Umgang mit einer oft belastenden Situation. Hierzu bietet ellaOne® eine Podcast-Reihe unter dem Motto „Aufgeklärt. Der ellaOne® Fachkreis-Podcast“ an. 

Renommierte Experten aus Recht, Gynäkologie und Gesundheitsaufklärung beleuchten praxisrelevante Fragestellungen rund um die Notfallkontrazeption und geben Impulse für den Beratungsalltag.

Eine Teilnahme ist nach einer kostenlosen Registrierung möglich. Alle Termine und weitere Informationen finden Sie beim ellaOne® Campus. Quele: PM ellaOne / mg 

Chemie-Nobelpreis kürt wichtige Grundlagen für Arzneimittelentwicklung

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Franzosen Henri Kagan und den Japaner Kenso Soai für entscheidende Grundlagen unter anderem für die Entwicklung von Arzneimitteln. 

„Henri Kagan und Kenso Soai haben eine Lösung für ein über ein Jahrhundert altes chemisches Rätsel geliefert: wie Homochiralität spontan entstehen kann“, erläuterte der Vorsitzende des Nobelkomitees für Chemie, Heiner Linke. 

Homochiralität hat zentrale Bedeutung in der Medizin: Viele moderne Arzneimittel werden inzwischen gezielt als ein einzelnes Enantiomer entwickelt, das die gewünschte Wirkung hat. Die spiegelbildliche Variante, die unwirksam oder unter Umständen sogar toxisch sein kann, wird dagegen möglichst vermieden.

Weitere Informationen zum Chemie-Nobelpreis können Sie bei daz.online nachlesen.

Chargenrückruf: Bupropion-neuraxpharm 300 mg Tabletten

Im Rahmen einer Reanalyse wurde bei Bupropion-neuraxpharm 300 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung eine geringfügige Abweichung von der Spezifikation im Parameter Dissolution festgestellt.  

Daher ruft die neuraxpharm Arzneimittel GmbH vorsorglich die folgende Chargen von Bupropion-neuraxpharm 300 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung, 30, 60 und 90 Stück (PZN 14251912, 10713942 und 14251929) zurück:

N240245, N240791, N240791-1, N240792, N240793, 231696, 231696-1, 231696-2, 231697, 231698, 231698-1, 231700

Andere Chargen sind von dem Rückruf nicht betroffen.  

Die neuraxpharm Arzneimittel GmbH bittet um eine Kontrolle der Lagerbestände und Mitteilung mithilfe einer Vernichtungserklärung bis zum 22. Oktober 2026, wie viele Packungen sich am Lager befinden, per E-Mail an rueckruf@neuraxpharm.de.  

Vorhandene Packungen sollen vernichtet werden, Apotheken erhalten eine entsprechende Gutschrift. Quelle: AMK 

Experten warnen vor Risiken bei Nahrungsergänzungsmitteln

Vor erheblichen Qualitäts- und Sicherheitsproblemen bei Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) mit sogenannten Botanicals warnt eine Gruppe von Wissenschaftlern, Ärzten und Verbraucherschützern. Sie fordert in einem Brief an die Bundesministerien für Landwirtschaft, Ernährung sowie Wirtschaft, die ungeregelte Situation mit pflanzlichen, algen-, pilz- oder flechtenbasierten Inhaltsstoffen im Sinne des Verbraucherschutzes zu beenden.  

Die Gesundheit der Verbraucher sei in Gefahr. Vor Markteintritt müssen die Hersteller ihre Produkte lediglich beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in ein Register eintragen. Eine behördliche Prüfung sei aber nicht vorgesehen, kritisiert die Gruppe und verweist auf toxikologische Risiken.  

Anders werde dies etwa in der Schweiz oder in anderen EU-Staaten wie Frankreich oder Belgien gehandhabt, wo es für diese Art der Nahrungsergänzungsmittel deutlich schärfere Dokumentationspflichten gebe.  

Vom Gesetzgeber fordern die Experten, dass Hersteller und Vertriebsfirmen bereits bei der Anmeldung korrekte und verständliche Informationen angeben müssen. Außerdem sollte es eine kontinuierliche Prüfung von Rohstoffen und fertigen Produkten mit anerkannten Analysemethoden geben. Irreführende Gesundheitsversprechen müssten besser geprüft werden. Quelle: dpa / mg 

Rausch Vital Kapseln mit optimierter Rezeptur

Packung und Glasverpackung von Rausch Vital Kapseln
Neue Vital Kapseln von Rausch | Bild: Rausch

Seit Oktober 2026 sind die Rausch Vital Kapseln mit Schweizer Kräutern mit optimierter Rezeptur erhältlich. Statt der bisherigen Kombination aus Öl- und Kräuterkapseln wurde nun eine Rezeptur bestehend aus acht B-Vitaminen sowie Vitamin C und E, Zink und Selen. Ergänzt wird die Mikronährstoffkombination durch Resveratrol, eine Mischung Schweizer Kräuter sowie Grüntee, Sanddorn, Goldhirse und Traubenkernextrakt. 

Die Rausch Vital Kapseln sind vegan, gluten- und laktosefrei und werden zu vollständig in der Schweiz entwickelt und hergestellt. Neu ist auch eine vollständig recyclingfähige Glasverpackung. Quelle: PM Rausch / mg 

Chargenrückruf: Oxycodon-HCl/Naloxon-HCl beta 10 mg/5 mg Retardtabletten, 20 Stück

Im Rahmen von fortlaufenden Stabilitätsüberprüfungen wurde bei dem genannten Arzneimittel eine Abweichung von der gültigen Spezifikation bei den Parametern Gehalt und Wirkstofffreisetzung für den Wirkstoff Naloxon festgestellt. 

betapharm Arzneimittel GmbH ruft daher die Charge B418851 Oxycodon-HCl/Naloxon-HCl beta 10 mg/5 mg Retardtabletten, 20 Stück (PZN 12456337), zurück.  

Betroffene Ware soll nach entsprechender Dokumentation mittels APG-BtM-Formular vernichtet werden. Das Formular ist an den pharmazeutischen Großhandel zu senden. Quelle: AMK 

Thymiverlan® und Gastrovegetalin® Lösung: überarbeitete Patientenbroschüren erhältlich

Pünktlich zur dunkler werdenden Jahreszeit bietet die Firma Verla Pharm überarbeitete Patientenbroschüren für die beiden Produkte Thymiverlan® (bei Husten) und Gastrovegetalin® Lösung (bei überreiztem Magen) an. Diese können kostenfrei beim Unternehmen bestellt werden. 

Thymiverlan® kann zur Unterstützung beim Abhusten eingesetzt werden. Wirksamer Bestandteil ist der standardisierte Thymiankraut-Fluidextrakt. Die Hustenlösung ist für Kinder ab 3 Jahren zugelassen. 

Bei Magenschmerzen, Druck und Völlegefühl kann Gastrovegetalin® Lösung mit hochdosiertem Melissenblätter-Dickextrakt beruhigend wirken. Da die flüssige Rezeptur komplett ohne Alkohol auskommt, schont sie die empfindliche Magenschleimhaut und eignet sich für Erwachsene sowie Jugendliche ab 12 Jahren.  

Upadacitinib jetzt ab zwei Jahren zugelassen

Kinder mit einer aktiven polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis (pJIA) dürfen nun Upadacitinib (Rinvoq®) erhalten. Die Europäische Kommission erweiterte am 21. September 2026 die Zulassung des selektiven, reversiblen JAK-Inhibitors für diese Indikation und für Kinder ab einem Alter von zwei Jahren – wenn diese auf einen oder mehrere DMARD (Disease modifying antirheumatic Drugs) nur unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben. Die Gabe erfolgt als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat.

Rinvoq® vertreibt der Zulassungsinhaber Abbvie als Tablette mit 15 mg und als orale Lösung mit einer Konzentration von 1 mg/ml, die Kinder gewichtsbasiert erhalten können. Quelle: daz.online / mg 

Neue Apothekenaktion von ratiopharm

HV-Aufsteller ratiopharm
ratiopharm startet eine Aktion zur Winterzeit. | Bild: ratiopharm

Unter dem Motto „Hals über Kopf in den Winter“ bietet ratiopharm ab sofort ein umfassendes Servicepaket. Dieses enthält einen Schneemann-Aufsteller mit Glitzereffet, der zwölf Packungen Flurbiprofen-ratiopharm Packungen fasst.

Ergänzende Dekoelemente – darunter eine Wintergirlande, ein Winkelplakat sowie Jumbo-Faltschachteln – rücken neben den Halsschmerz-Tabletten auch NasenDuo® Nasenspray und Paracetamol-ratiopharm® ins Blickfeld. Das soll die produktübergreifende Beratung bei komplexen Erkältungssymptomen erleichtern.

Für das Apothekenteam selbst bietet die Quartalsaktion ein kompaktes Detailing-Ringbuch mit den wichtigsten Informationen und Argumenten für eine erfolgreiche Beratung. Über einen QR-Code gelangen PTA und Apotheker zudem zu einem mobilen Wissensspiel rund um die Indikation Halsschmerz. Unter allen Teilnehmenden verlost ratiopharm im Aktionszeitraum (vom 01.10.2026 bis 31.12.2026) ein 2-in-1-Kissen, in dem sich eine Decke verbirgt.

Interessierte Apothekenteams erhalten das Aktionspaket ab sofort über den ratiopharm Außendienst. Quelle: PM ratiopharm / mg 

Biogena startet Vertrieb über Apotheken

Seit 1. Oktober 2026 können Apotheken in Österreich, Deutschland und Italien Produkte von Biogena bestellen und vertreiben. Das Unternehmen teilt mit, dass es seine Mikronährstoffe dort zugänglich machen wolle, wo persönliche Beratung einen festen Platz habe. 

In Österreich und Deutschland steht den Apotheken das Vollsortiment zur Verfügung. Ergänzend zum Sortiment erhalten Apothekenteams Zugang zu fachlicher Unterstützung und praxisnahen Aus- und Weiterbildungen der Biogena Academy. Dazu zählt die Ausbildung zum MikronährstoffCoach®, die in Präsenz, live online oder flexibel on demand angeboten wird. Quelle: PM Biogena / mg