In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.
PTAheute-Pinnwand KW 45/2025: Salbutamol, Herpes-Zoster-Impfung & Cholera-Einsatz

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:
Inverkehrbringen des brasilianischen Salbutamols
In einem Informationsschreiben teilt die Firma Glenmark Arzneimittel GmbH in Abstimmung mit dem BfArM und der zuständigen Landesbehörde mit, dass das Dosieraerosol Sulfato de Salbutamol Aeros 100 µg/Sprühstoß BRA (Salbutamol) in brasilianischer Aufmachung zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2025 in Verkehr gebracht wird.
Die in portugiesischer Sprache gekennzeichnete, brasilianische Ware ist äquivalent zu vergleichbaren Salbutamol-Inhalatoren auf dem deutschen Markt. Dem Produkt wird keine deutschsprachige Gebrauchsinformation beiliegen. Die Ware ist nicht serialisiert und kann daher nicht in securPharm ausgebucht werden. Die in Verkehr gebrachten Chargen können auf der Firmenwebsite eingesehen werden.Quelle: AMK
STIKO aktualisiert Empfehlung zur Herpes-Zoster-Impfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Empfehlungen zur Herpes-Zoster-Impfung angepasst. Ab sofort ist der Totimpfstoff Shingrix nun auch für Personen ab 18 Jahren mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung vorgesehen, wie das Robert Koch-Institut am 6. November mitteilte. Bislang galt die Impfempfehlung für Risikopatienten ab 50 Jahren sowie allgemein ab 60 Jahren.
Die STIKO erklärte, dass für immunsupprimierte Personen, für Personen mit Autoimmunerkrankungen sowie für Personen mit schweren Ausprägungen bestimmter chronischer Grunderkrankungen unabhängig vom Alter ein erhöhtes Risiko bestehe, an HZ (Anm. d. Red: Herpes Zoster) zu erkranken.
Ziel der neuen Empfehlungen ist es, die Häufigkeit der Infektionen zu verringern, aber auch Komplikationen wie Rezidive oder die postherpetische Neuralgie vermindern.Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/stiko-andert-impfempfehlung-fur-herpes-zoster-96a2e57a-f3d5-4d44-b556-2a8bbb8ad71d
Chargenrückruf: Pramipexol-neuraxpharm® 0,7 mg Tabletten 100 St.
Die Firma neuraxpharm Arzneimittel GmbH ruft ihr Arzneimittel Pramipexol-neuraxpharm® 0,7 mg Tabletten 100 Stück (PZN 07409146) mit der Chargenbezeichnung Ch.-B.: T1512 zurück.
Der Grund des Rückrufs ist eine geringfügige Abweichung von der Spezifikation im Parameter Gehalt, die im Rahmen einer Routine-Stabilitätsuntersuchung bei der genannten Charge festgestellt wurde.
Apotheken werden gebeten, ihre Lagerbestände zu kontrollieren, betroffene Packungen zu vernichten und dies mithilfe einer Vernichtungserklärung bis zum 20. November 2025 per E-Mail an rueckruf@neuraxpharm.de mitzuteilen. Für vernichtete Packungen stellt die Firma eine entsprechende Gutschrift aus.Quelle: AMK
Neues Design: Bronchipret® Saft TE

Die Firma Bionorica hat das Packungsdesign vom Bronchipret® Saft TE überarbeitet, um mit Hilfe des bunten Schriftzugs eine visuelle Differenzierung zwischen Bronchipret® Tropfen für Erwachsene und Bronchipret® Saft TE für Kinder ab 1 Jahr in der Sichtwahl zu ermöglichen.
Die Rezeptur von Bronchipret® Saft TE bleibt unverändert. Die Umstellung auf das neue Design erfolgt voraussichtlich mit der Auslieferung ab Mitte November 2025.Quelle: PM Bionorica
Bürokratieabbau bei Medizinalcannabis-Verordnungen
Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) fordert im Zuge der derzeit im Gesetzgebungsverfahren beratenen Änderungen des Medizinal-Cannabisgesetzes praxisnahe und sichere Verordnungsregelungen. Sie setzt sich für den Abbau überflüssiger Bürokratie ein, um Ärztinnen und Ärzten mehr Sicherheit und Zeit für die Patientenversorgung zu geben.
Derzeit ist die Verordnung von Cannabis zu medizinischen Zwecken mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden. Die DGS fordert deshalb, bei indikationsgerechter Verordnung auf die Antragstellung zu verzichten und auf klaren, regresssicheren Grundlagen zu arbeiten.Quelle: PM Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS)
Arzneimittelsicherheit: Die #MedSafetyWeek
Diese Woche steht weltweit die Arzneimittelsicherheit im Mittelpunkt – die #MedSafetyWeek macht darauf aufmerksam, wie jeder dazu beitragen kann, medikamentöse Therapien sicherer zu gestalten.
Die weltweite Awareness-Kampagne findet in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt und wird von zahlreichen Behörden unterstützt – darunter das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA). Initiiert wurde sie vom Uppsala Monitoring Centre in Schweden. Mittlerweile beteiligen sich 115 Länder weltweit.
Die Kampagne zielt darauf ab, sowohl in der Bevölkerung als auch bei Fachkräften im Gesundheitswesen das Bewusstsein für mögliche Nebenwirkungen zu erhöhen, und steht in diesem Jahr unter dem Motto: „We can all help make medicines safer“ (Wir können alle dazu beitragen, Arzneimittel sicherer zu machen).
Auch Apotheken sind eingeladen, sich mit Live-Events und Beiträgen in den sozialen Medien zu beteiligen. Hierfür kann kostenloses Material von der Kampagnen-Website genutzt werden, das jedoch nicht auf Deutsch verfügbar ist.Quelle:
-https://www.pharmazeutische-zeitung.de/nebenwirkungen-melden-160127/
-https://www.pei.de/DE/newsroom/pm/jahr/2025/09-medsafetyweek-2025.html
Chargenrückruf: Injekt® Solo Spritze 10 ml Luer 100x10 ml
Die Firma Firma B. Braun Melsungen AG ruft alle betroffenen Medizinprodukte von Injekt® Solo Spritze 10 ml Luer, 100x10 ml (PZN 18074594), mit der Artikelnummer 4606108N und den Chargenbezeichnungen Ch.-B.: 25H11C8, 25H14C8, 25H18C8, 25H28C8 vom Markt zurück.
Der Grund des Rückrufs lautet, dass im Rahmen der Qualitätssicherungsmaßnahmen ein Risiko für Löcher in der Primärverpackung bestimmter Artikel-Chargen-Kombinationen festgestellt worden sei.
Dies könne die Sterilität der Produkte beeinträchtigen und ein potenzielles Risiko einer mikrobiellen Kontamination bergen, die die Patientensicherheit gefährden könnte. Das Risiko sei nach aktueller Ursachenanalyse auf die genannten Artikel-Chargenkombinationen beschränkt, so B. Braun.
Apotheken werden gebeten, ihre Lagerbestände zu überprüfen und betroffene Chargen über den pharmazeutischen Großhandel mittels Medizinprodukte-Formular zur Gutschrift zurückzusenden.Quelle: AMK
Neuheit in der Lierac Premium-Linie

Ende Oktober 2025 wurde die Premium-Produktlinie von Lierac erweitert. Neu verfügbar sind das überarbeitete globale Serum im neuen Design sowie die globale Maske.
Die Produkte zielen darauf ab, die Hautbarriere zu unterstützen, den Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren und ein gleichmäßigeres Hautbild zu fördern.Quelle: PM Laboratoire Native Deutschland GmbH
Deutsche Teams üben für weltweiten Cholera-Einsatz
Aufgrund zunehmender und anhaltender Cholera-Ausbrüche weltweit plant die Gemeinschaft deutscher Emergency Medical Teams (EMT) den Aufbau einer schnell einsatzfähigen Cholera-Einheit.
Vom 6. bis 9. November 2025 findet in Oestrich-Winkel, Hessen, ein Cholera-Einsatztraining für deutsche medizinische Notfallteams statt. Ziel des Trainings ist der Aufbau einer schnell einsetzbaren Versorgungseinheit für Cholera-Patienten.
Die sogenannte Cholera-Einheit soll aus bis zu fünf Behandlungsstationen bestehen, die an lokale Gesundheitseinrichtungen angebunden sind. Ziel ist es, die örtliche Gesundheitsversorgung während eines Choleraausbruchs zu entlasten und durch frühzeitige Behandlung schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden.
Das Training wird vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeinsam mit Aktion Deutschland Hilft (ADH) organisiert. Internationale Fachkräfte aus Deutschland, dem WHO-Regionalbüro für Afrika sowie Partnerländern wie Sambia und Äthiopien gestalten das Programm und die Szenarien der Übung – unterstützt von Organisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz, Apotheker ohne Grenzen und Deathcare Germany.Quelle: PM Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V.
Organspende: Neuer Anlauf für die Widerspruchsregelung
In dieser Legislaturperiode soll das Parlament erneut einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Widerspruchsregelung bei der Organspende einbringen.
Ende September hatte der Bundesrat beschlossen, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. Die Bundesregierung muss sich nun mit diesem Beschluss befassen. Ein vergleichbarer Entwurf war bereits im Juli 2024 in den Bundestag eingebracht worden, ist jedoch aufgrund der Neuwahlen inzwischen hinfällig geworden.
Gitta Connemann (CDU) betonte, dass die Widerspruchslösung kein Allheilmittel sei, aber bisherige Maßnahmen wie die Stärkung von Krankenhäusern und Transplantationsbeauftragten, Aufklärungsangebote durch Ärzte und Bürgerämter sowie das Organspenderegister bislang keine steigenden Spenderzahlen bewirkt hätten.
Ihrer Ansicht nach könnte die Widerspruchslösung, begleitet von einer umfassenden Aufklärungskampagne wie in anderen europäischen Ländern, die Zahl der Organspender erhöhen. Als Beispiel nannte sie Wales, wo die Einführung der Widerspruchslösung 2015 zu einem Anstieg der Spenderzahlen um 34 Prozent führte.Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/neuer-anlauf-fur-widerspruchsregelung-bei-der-organspende-d67a36fc-e5e3-46b8-9805-60276902b0f9
Chargenrückruf: Mareen® 100 mg Filmtabletten 20, 50 und 100 St.
Die Firma Krewel Meuselbach GmbH ruft ihr Arzneimittel Mareen® (Doxepin) 100 mg Filmtabletten, 20, 50 und 100 Stück (PZN 01845188, 01845194 und 01845202) zurück.
Der Rückruf wurde aufgrund einer veralteten Gebrauchsinformation veranlasst, die nicht den aktuellen regulatorischen Vorgaben entspricht.
Apotheken werden gebeten, ihre Lagerbestände zu überprüfen und betroffene Packungen, bitte ausreichend frankiert, zur Gutschrift an die beauftragte Firma (Portokosten werden erstattet) zurückzusenden:
Dolorgiet GmbH & Co. KG
Otto-von-Guericke-Straße 1
53757 Sankt Augustin
Quelle: AMK