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RKI: Weniger Krebserkrankungen in Deutschland

Das Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut (RKI) und das Deutsche Krebsregister (DKR) geben regelmäßig den Bericht „Krebs in Deutschland“ heraus, der auf Daten der Krebsregister und auf der amtlichen Todesursachenstatistik beruht.
Die neueste, 15. Ausgabe aus dem Dezember 2025 stellt die wichtigsten epidemiologischen Maßzahlen für Krebserkrankungen im Allgemeinen sowie für 30 unterschiedliche Krebsarten in den Jahren 2021 bis 2023 dar.
Krebszahlen in Deutschland insgesamt rückläufig
Die Veröffentlichung „Krebs in Deutschland“ offenbarte unter anderem die folgenden statistischen Vergleichswerte zwischen den aktuellsten Betrachtungsjahren 2023 und 2022:
- Im Jahr 2023 erhielten in Deutschland etwa 517.800 Menschen eine Krebsdiagnose, davon rund 241.400 Frauen und circa 276.400 Männer. Im Vorjahr hatten 244.500 Diagnosen bei Frauen und 279.100 bei Männern noch eine etwas höhere Gesamtinzidenz von 523.600 ergeben.
- Die Sterblichkeit an Krebs war in Deutschland mit 228.960 Todesfällen (105.911 Frauen und 123.049 Männer) im Jahr 2023 ebenfalls leicht rückläufig: 2022 waren es noch 230.258 gewesen (106.020 Frauen und 124.238 Männer).
- Das durchschnittliche Erkrankungsalter war mit 69 Jahren bei Frauen und 71 Jahren bei Männern 2023 genauso hoch wie im Vorjahr.
Weitere Erkenntnisse zu Krebserkrankungen
Ergänzend zu den statistischen Vergleichen mit dem Vorjahr lieferte der Bericht weitere Erkenntnisse:
- Etwa die Hälfte aller Krebsfälle des Jahres 2023 entfiel auf Krebserkrankungen der Brustdrüse (75.900), der Prostata (79.600), der Lunge (58.300) und des Dickdarms (55.300).
- Im Vergleich zur gesamten Europäischen Union lag die Krebssterblichkeit in Deutschland im Jahr 2022 bei Frauen um fünf Prozent höher, bei Männern um vier Prozent niedriger.
- 2023 lebten in Deutschland knapp 1,7 Millionen Menschen mit einer Krebserkrankung, die während der vergangenen fünf Jahre diagnostiziert worden war.
- Nach den im Bericht gesammelten Daten erkranken 43 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer im Lauf ihres Lebens an Krebs. Etwa jede sechste Frau und jeden siebten Mann trifft die Krankheit vor dem 65. Lebensjahr.
- Die relativen Fünf-Jahres-Überlebensraten sind in hohem Maße von der Krebsart abhängig und reichen von etwa zehn Prozent für bösartige Tumoren der Bauchspeicheldrüse sowie Mesotheliome (Epitheltumoren, z. B. in Lunge, Herzbeutel oder Bauchfell) bis hin zu rund 95 Prozent für das maligne Melanom und den Hodenkrebs.
Die nächste Ausgabe des Berichts „Krebs in Deutschland“ mit der Analyse der Jahre 2024 und 2025 wollen das Robert Koch-Institut und das Deutsche Krebsregister 2027 veröffentlichen. Quellen:
- https://www.aerzteblatt.de/news/krebssterblichkeit-in-deutschland-rucklaufig-b110a5dd-c242-4f46-847a-e4202bee8ffa?utm_medium=email&utm_source=CR&utm_campaign=NL-DAE_Tagesaktuelle-Nachrichten&utm_content=Mailing_20251216
- https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_2025.pdf?__blob=publicationFile
- https://flexikon.doccheck.com/de/Mesothel