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Apothekerverband Westfalen-Lippe beteiligt sich bei „PTA-Patenschaft“

Das Projekt „PTA-Patenschaft“ ist eine neue Initiative, mit der der Ausbildungsalltag von angehenden pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und Assistenten praxisnäher gestaltet werden soll. Ursprünglich wurde das Konzept vom Landesapothekerverband Baden-Württemberg zum Beginn des Ausbildungsjahres 2023 ins Leben gerufen und richtet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler der PTA-Schulen in Baden-Württemberg. Ziel des Programms ist es, den überwiegend schulisch geprägten Ausbildungsweg um frühzeitige praktische Erfahrungen in der Apotheke zu ergänzen und dadurch Theorie und Praxis enger zu verzahnen.
Mit der Beteiligung des Apothekerverbands Westfalen-Lippe wird dieses Konzept nun auch in weiteren Regionen ausgerollt.
Theorie und Praxis frühzeitig verbinden
Die PTA-Ausbildung ist anspruchsvoll und im Vergleich zum Pharmaziestudium auch praxisnah. Dennoch lernen viele angehende PTA den Apothekenalltag intensiver erst im Rahmen der Pflichtpraktika kennen. Genau hier setzt das Patenschaftsprojekt an: Schülerinnen und Schüler sollen von Beginn ihrer Schulzeit an Einblicke in den Berufsalltag erhalten und praktische Erfahrungen sammeln.
Durch die frühzeitige Mitarbeit in einer Apotheke können sie das theoretisch erworbene Wissen direkt anwenden und festigen. Das erleichtert nicht nur das Lernen, sondern steigert auch die Motivation, da der konkrete Bezug zur späteren beruflichen Tätigkeit stets präsent ist. Gleichzeitig profitieren die Apotheken, indem sie frühzeitig Kontakt zu potenziellen Nachwuchskräften aufbauen.
Mitarbeit parallel zur Ausbildung
Im Rahmen der PTA-Patenschaft schließen Schülerinnen und Schüler mit einer Patenschaftsapotheke einen Arbeitsvertrag ab. Sie unterstützen die Apotheke dann bereits während ihrer schulischen Ausbildung – etwa mit wenigen Stunden pro Woche oder verstärkt in den Ferien.
Dieses Modell bietet mehrere Vorteile: Viele PTA-Schülerinnen und -Schüler sind auf einen Nebenverdienst angewiesen. Statt fachfremde Aushilfsjobs anzunehmen, können sie so in ihrem künftigen Berufsfeld arbeiten und Geld an ihrem Wunsch-Arbeitsplatz verdienen. Für die Apotheken entsteht die Möglichkeit, Nachwuchskräfte frühzeitig kennenzulernen, zu fördern und an den Betrieb zu binden.
Beitrag zur Fachkräftesicherung
Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in Apotheken versteht sich die PTA-Patenschaft auch als strategisches Instrument zur Nachwuchssicherung. Inhaberinnen und Inhaber erhalten die Chance, angehende PTA bereits während der Ausbildung fachlich zu begleiten und zu unterstützen. Der frühzeitige Einblick in betriebliche Abläufe erleichtert später die Einarbeitung nach Abschluss der schulischen Ausbildung erheblich. Gleichzeitig können sich Apotheken als attraktive Arbeitgeber positionieren und langfristig qualifizierte Mitarbeitende gewinnen. Auch für die bestehenden Teams bedeutet dies eine Entlastung und Perspektive für die Zukunft.
Ablauf der Patenschaft
Sowohl Apotheken als auch Schülerinnen und Schüler registrieren sich über die Projektwebseite. Dort können angehende PTA gezielt nach Apotheken in ihrer Nähe suchen und sich direkt online bewerben. Nach einem Kennenlerngespräch zwischen Schüler und Apotheke kann bei gegenseitigem Interesse ein Arbeitsvertrag geschlossen werden.
Zur Unterstützung stellt das Projekt verschiedene Materialien bereit, darunter einen Patenschaftsleitfaden sowie einen Mustervertrag. So soll eine strukturierte und qualitativ hochwertige Umsetzung der Patenschaften gewährleistet werden.
Vernetzung als Gewinn für alle Beteiligten
Die PTA-Patenschaft stärkt die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Apotheken und schafft eine engere Verzahnung von schulischer Ausbildung und praktischer Arbeit. Schülerinnen und Schüler gewinnen Sicherheit, Motivation und Berufserfahrung. Apotheken investieren gezielt in ihren Nachwuchs und leisten zugleich einen Beitrag zur Qualität der Ausbildung.
Weitere Informationen zum Projekt sind auf der offiziellen Webseite unter www.pta-patenschaft.de zu finden.