Aktuelles

In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.

5 min merken gemerkt Artikel drucken

Das war die expopharm 2026

Eingang der Messe München mit expopharm-Banner
Dieses Jahr fand die expopharm wieder in München statt. | Bild: Schelbert /DAV

Diese Woche war es wieder soweit: Die expopharm, Europas führende Fachmesse für den Apothekenmarkt, öffnete ihre Türen für zahlreiche Besucher. Die Messe fand vom 15. bis 17. September in München statt und war an den Deutschen Apothekertag (DAT) angegliedert.

PTAheute-Maskottchen Zinchen stand für Fotos bereit

Drei Festivalbecher mit Zinchen-Motiv
Die Zinchen-Becher waren sehr gefragt. | Bild: Kühnast

Am Messestand des Deutschen Apotheker Verlags wurde auch den Leserinnen und Lesern von PTAheute einiges geboten. Zinchen war an allen Messetagen am Stand unterwegs und stand für Fotos bereit. 

Außerdem gab es leckere Kaltgetränke im Zinchen-to-go-Trinkbecher, der im Oktoberfest-Stil als schönes Souvenir mit nach Hause genommen werden konnte.

Neuheiten: KI-Anwendung des Deutschen Apotheker Verlags

Neben zahlreichen Buchneuheiten und Neuauflagen wie „Chemie für PTA“, „Selbstmedikation für die Kitteltasche“ oder „Nebenwirkung als Notfall“ wurde am Messestand zudem die neue DAV KI vorgestellt. 

Sie ist für das gesamte Apothekenteam geeignet und liefert fundierte Antworten auf pharmazeutische Fragen, indem sie ausschließlich auf Fachartikel und Werke des Deutschen Apotheker Verlags zurückgreift. Zusätzlich stehen spezielle Assistenten zur Verfügung, die Fragen aus den Bereichen Rezeptur, Retax oder Homöopathie beantworten.

Alles ist darauf ausgelegt, im Apothekenalltag schnell fachlich korrekte Antworten zu liefern. Die DAV KI kann einen Monat lang kostenlos getestet werden und ist anschließend je nach Anzahl der gestellten Fragen in verschiedenen Abonnements als Webanwendung verfügbar.

Gut zu wissen: Mehr Infos zur DAV KI

Weitere Informationen zur DAV KI und den verschiedenen Abo-Modellen finden Sie im Web-Shop des Deutschen Apotheker Verlags: Hier zur DAV KI informieren!

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder im Fokus

Zahlreiche Aussteller präsentierten ihre Produktneuheiten an den Messeständen. Auffällig war, dass es viele neue Präparate für Kinder gibt. 

Vorgestellt wurde zum Beispiel Caricol® Kids mit Bio-Papayafrüchten und Bio-Reisschleim, das bereits für Kinder ab dem Beikostalter geeignet sein soll. Es soll die Verdauung regulieren und dabei schonend und mild wirken.

Am Stand von Inne® Kids konnte das gesamte Sortiment begutachtet werden. Der Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln konzentriert sich speziell auf die Bedürfnisse von Kindern. Dabei sollen die Produkte vor allem mit gutem Geschmack und kindgerechten Formulierungen punkten.

Der Hersteller Pädia stellte sein Produkt BellyBiom® vor, ein Nahrungsergänzungsmittel mit zwei ausgewählten Milchsäurebakterienstämmen, das bereits für Neugeborene empfohlen werden kann. Die integrierte Dosierspritze erleichtert die Anwendung.

Kosmetikneuheiten auf der expopharm

Ins Auge fielen außerdem die neuen Wirkstoffampullen „Oktoberfest Glow“ mit Hopfenextrakt und Niacinamid von Dr. Grandel. Sie eignen sich für alle Hauttypen und sollen für einen strahlenden Teint sorgen.

Caudalie präsentierte ein spezielles Haarserum gegen Haarausfall. Das Kosmetikum wird einmal täglich als Lösung direkt auf die Kopfhaut aufgetragen, und zwar genau dort, wo sich kahle Stellen gebildet haben. Enthalten sind VineOxyl™ und beruhigende Peptide.

Ansprechend ausgestellt waren zudem die „Dusch Trios“ von lénell Naturkosmetik. Das Produkt vereint drei Schritte: peelen, waschen und pflegen. Das Familienunternehmen bietet das Dusch Trio in verschiedenen Ausführungen an. Am Messestand präsentierte es außerdem eine Auswahl an Duschseifen, die teilweise auch für das Gesicht geeignet sein sollen.

Impressionen von der expopharm:

expopharm: Prävention wird großgeschrieben

Durch die Beschlüsse aus dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung (ApoVWG) werden sich künftig neue Möglichkeiten für Gesundheitsdienstleistungen in Apotheken ergeben. Dieser Trend war auch auf der diesjährigen Messe zu erkennen.

Die Verlagshäuser zeigten viele Bücher und Schulungsmaterialien, die einen Überblick über die möglichen Angebote in der Apotheke geben.  

Außerdem waren spezielle Geräte zu sehen, die die Durchführung von Schnelltests in der Apotheke erleichtern sollen. Dazu gehört z. B. der IGLOO Reader Pro von gc diagnostics, mit dessen Hilfe verschiedene Point-of-Care (PoC)-Testungen direkt in der Apotheke durchgeführt werden können. Die Ergebnisse liegen innerhalb weniger Minuten vor. Getestet werden können unter anderem Vitamin D, HbA1c, Ferritin oder CRP.  

Auch die Firma DEXCOM war mit einem Messestand vertreten. Sie präsentierte das Produkt Dexcom Flex, das zur kontinuierlichen Blutzuckermessung als Sensor am Oberarm befestigt wird. Die Werte werden automatisch an die Dexcom Flex App auf dem Smartphone übertragen. 

Derzeit ist das System ein moderner Begleiter bei Diabetes. Langfristig könnte es eine Möglichkeit sein, gezielte Präventionsangebote in die Apotheke zu integrieren. Denkbar ist die Anwendung auch für Menschen ohne Diabeteserkrankung, die viel Sport treiben, sich in den Wechseljahren befinden oder eine gezielte Ernährungsumstellung oder Gewichtskontrolle anstreben.

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann spricht auf dem DAT

Bundesgesundheitsminister Linnemann an Rednerpult
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann | Bild: Schelbert / DAV

Beim Deutschen Apothekertag (DAT) setzte Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann ein deutlich apothekenfreundliches Signal. Er würdigte die Vor-Ort-Apotheken als wichtigen Teil der wohnortnahen Versorgung und der Innenstädte. Zugleich kritisierte er die aus seiner Sicht ungleichen Wettbewerbsbedingungen gegenüber ausländischen Onlineapotheken.

Die Apothekenreform soll nun umgesetzt werden und den Betrieben mehr wirtschaftliche Stabilität sowie zusätzliche Aufgaben in der Versorgung ermöglichen. Beim Medizinalcannabis sprach sich Linnemann wegen der stark gestiegenen Importmengen für strengere Regeln aus. Die Stimmung war überwiegend positiv und erwartungsvoll.

Nun muss sich zeigen, welche Ankündigungen tatsächlich umgesetzt werden.