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Badeunfälle in Deutschland: Mehr Tote im Sommer 2026

Rettungsschwimmer steht am Rand des Gewässers; zwei Leute befinden sich im Wasser
Baden in Gewässern birgt Risiken, die oft unterschätzt werden. | Bild: uzkiland / AdobeStock

Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) berichtet, kamen zwischen Anfang Mai und dem Ende der Sommerferien (Stand 15. Juni) 248 Menschen in und an deutschen Gewässern ums Leben. Das sind zwölf Personen mehr als im Vorjahreszeitraum.  

Besonders schwer fällt die Hitzewelle im Juni ins Gewicht: Allein in diesem Monat, in dem die langanhaltenden hohen Temperaturen zu einem starken Andrang an den Gewässern führten, verloren 101 Badegäste ihr Leben – so viele wie seit dem Hitzesommer 2003 (mit 107 Toten) nicht mehr.  

Damit lagen 41 Prozent der während der Badesaison verzeichneten Todesfälle im Juni.

Die meisten tödlichen Unfälle beim sommerlichen Baden gab es in Bayern: In dem Land mit seinen vielen Seen starben bis zum Ende der Sommerferien 61 Menschen – und damit zwölf weniger als im Vorjahreszeitraum.  

Dahinter folgten Nordrhein-Westfalen, wo die Zahl der Toten während der Badesaison von 38 im Vorjahr auf 54 gestiegen war, und Baden-Württemberg, wo 35 Menschen und damit einer mehr als im Vorjahreszeitraum ums Leben kamen.

Badeunfall: Junge Opfer nahmen deutlich zu

Betrachtet man das ganze bisherige Jahr von Anfang Januar bis Mitte September, so ist die Zahl der Toten überraschenderweise gesunken: 320 tödliche Wasserunfälle 2026 stehen 328 Todesopfern aus dem Vorjahr gegenüber.  

Die DLRG stellt jedoch einen erneuten Anstieg der Opferzahlen unter jungen Personen fest: Seit Jahresbeginn ertranken bereits 88 Menschen zwischen elf und 30 Jahren. Das sind schon bis Mitte September 15 Todesfälle mehr als im gesamten Vorjahr.  

Jedes dritte Opfer gehörte dieser Altersgruppe an, in der die Wasserretter zuletzt im Gesamtjahr 2019 mehr tödliche Unfälle verzeichnet hatten.

Mehr als 90 Prozent der verunglückten Elf- bis 30-Jährigen waren männlich. „Jugendliche und junge Männer gehen häufig vermeidbare Risiken ein. Dabei spielen Leichtsinn, Selbstüberschätzung und mangelnde Schwimmkompetenz eine wesentliche Rolle“, so die DLRG-Präsidentin Ute Vogt.

Insgesamt waren bisher knapp 85 Prozent der Opfer männlich. Quellen:
- https://www.aerzteblatt.de/news/mehr-todliche-badeunfalle-als-im-vorjahr-1a1a4a9e-6f78-422b-9bf1-f56487eb5c67
- https://www.dlrg.de/news/news-detail/mehr-ertrunkene-in-der-badesaison-dlrg-warnt-141954-n/