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Neue interaktive Website zur Depression

Bild: Screenshot

Aufklärung ist immer noch notwendig

„Mach‘ mal Urlaub!“, „Schokolade hilft immer!“ oder „Du musst Dich halt zusammenreißen!“ – Das sind Ratschläge, die Menschen mit einer Depression häufig zu hören bekommen. Sie zeigen, dass es immer noch jede Menge Unkenntnis und Vorurteile zu Depression in der Bevölkerung gibt. Viele Menschen verstehen nicht, dass die Depression eine ernstzunehmende Erkrankung ist, die jeden treffen kann und die professionell behandelt werden muss. Die neue Website www.die-mitte-der-nacht.de möchte deshalb einen Beitrag zur Aufklärung und für mehr Verständnis leisten.

Betroffene teilen Erfahrungen und geben der Depression eine Stimme

Auf der neuen Website können Betroffene oder deren Angehörige über ihre Erfahrungen mit Depression berichten. Die Erkrankung soll so eine Stimme bekommen. Nutzer können schriftliche Erfahrungsberichte oder Audio- und Video-Dateien hochladen. Schon jetzt enthält die interaktive Website viele sehr persönliche Eindrücke zur Depression. Man erfährt, wie Betroffene gelernt haben, mit der Krankheit umzugehen. Ergänzend kann man sich kurze Experten-Videos anschauen. Diese vermitteln die wichtigsten Informationen über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Der Nutzer erhält so auf bequeme Weise sachliche Informationen, ohne lange Texte lesen zu müssen.

Dokumentarfilm gab den Anstoß

Den Anstoß zu der Website gab das Filmprojekt „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“. Für den Dokumentarfilm begleiteten Michaela Kirst und Axel Schmidt ein Jahr lang zwei an Depression erkrankte Frauen und eine betroffene Familie. Der Film feierte 2016 Premiere. Unter https://www.deutsche-depressionshilfe.de/infomaterial/produkte kann der Dokumentarfilm als DVD bestellt werden. Die neue Plattform www.die-mitte-der-nacht.de entstand in Zusammenarbeit mit Stiftung Deutsche Depressionshilfe sowie Deutsches Bündnis gegen Depression e.V. und mit Unterstützung von AOK Plus. Quelle: Stiftung Deutsche Depressionshilfe