In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.
PTAheute-Pinnwand KW 35/2025: Migräne, Rezeptbetrug und der Versandhandel

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:
Doxycyclin: Verlängerung der eingeschränkten Verfügbarkeit
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat nach einer Prüfung die eingeschränkte Verfügbarkeit von Doxycyclin verlängert.
Darum wurde die Gestattung des Inverkehrbringens von Doxy-Denk zu 100 mg und 200 mg mit englischer, französischer und portugiesischer Kennzeichnung und Packungsbeilage – Bescheid vom 18. Juli 2024 – bis zum 31. August 2026 verlängert.
75 Jahre Dekristol®: Produkt von Ökotest ausgezeichnet
Das Vitamin-D-Präparat Dekristol® wurde 1950 von der Jenapharm in den Markt eingeführt. Mittlerweile gehört die Marke zur mibe GmbH Arzneimittel. Dekristol® ist in mehreren Varianten, mit unterschiedlich hoher Vitamin-D-Dosierung verfügbar. 2014 kam die Marke Dekristolvit® ls Nahrungsergänzungsmittel hinzu.
Neben dem Jubiläumsjahr gibt es für das Unternehmen mibe GmbH Arzneimittel noch einen Grund zu feiern: Dekristol® 1000 I.E. Tabletten wurde Anfang des Jahres von Ökotest mit der Bestnote „sehr gut“ ausgezeichnet. Das Verbrauchermagazin hatte 23 Vitamin-D-Präparate untersucht und bescheinigt Dekristol® sowohl eine angemessene Dosierung als auch eine unbedenkliche Zusammensetzung an Inhaltsstoffen. Quelle: PM milbe GmbH
Chargenrückruf: Polysept Lösung 0,1 g/ml
Die Firma Dermapharm AG ruft ihr Arzneimittel Polysept (Povidon-Iod) Lösung 0,1 g/ml, 30 ml, Lösung zur Anwendung auf der Haut (Ch.-B.: 250201, PZN: 04746216) zurück.
Bei dieser Charge und Packungsgröße gab es ein technisches Problem während der Herstellung. Infolgedessen kam es zu einer Beschädigung des Kunststoffmaterials am Verschluss. Der Verschluss selbst ist funktionstüchtig und dicht, es ist jedoch möglich, dass sich innerhalb der Verschlusskappe Kunststoffspäne befinden.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Kunststoffpartikel bei der Anwendung lösen und in Wunden gelangen. Weitere Chargen und Packungsgrößen sind von diesem Rückruf nicht betroffen.
Apotheken werden gebeten, ihre Warenbestände zu überprüfen und vorhandene Packungen mittels OTC-Formular über den pharmazeutischen Großhandel zurückzusenden. Quelle: AMK
DocMorris und Redcare Pharmacy: Wachstum beim Rx-Umsatz
Mit den jüngst vorgelegten Halbjahreszahlen haben die beiden Arzneimittelversender DocMorris und Redcare Pharmacy (Shop Apotheke) auch einen Einblick in den Verlauf ihrer Rx-Geschäfte gegeben. Die ziehen weiter an, wenngleich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Die Geschäftszahlen offenbaren darüber hinaus, dass Redcare weiterhin einen erheblichen Größenvorsprung vor DocMorris hat.
Auf den Geschäften mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln liegen die Hoffnungen der großen Versender DocMorris und Redcare Pharmacy, denn bei diesen Medikamenten sind die Margen meist deutlich höher als bei den verschreibungsfreien OTC-Produkten.
Der DocMorris-Konzern hat sein Rx-Geschäft in Deutschland im ersten Halbjahr um über 40 Prozent auf knapp 110 Millionen Franken oder umgerechnet rund 117 Millionen Euro gesteigert. Noch mehr, nämlich um 49,1 Prozent, zog dieses Segment bei dem aus den Niederlanden operierenden Wettbewerber Redcare Pharmacy an.
Der brachte es bei Rx auf einen Erlös von 486 Millionen Euro, rund 160 Millionen Euro mehr als in der Vorjahreszeit. Dabei fiel das Wachstum in Deutschland besonders stark aus: Hier erwirtschaftete das Unternehmen mit Rx 222 Millionen Euro, ein Plus von 155 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 87 Millionen Euro. Quelle: daz.online
Betrüger wollen öfter mit falschen Rezepten an Medikamente
Mit gefälschten Rezepten versuchen Betrüger in Bayerns Apotheken immer häufiger, an verschreibungspflichtige Medikamente zu kommen. Zu den bei Betrügern besonders gefragten Mitteln zählen zum Beispiel Antidiabetika wie Wegovy und Ozempic.
In den meisten Fällen, von denen die bayerische Polizei wisse, hätten Mitarbeiter in den Apotheken die Fälschungen rechtzeitig erkannt, sagte die LKA-Sprecherin.
Um Mitarbeiter in bayerischen Apotheken gegen die Betrugsversuche zu wappnen, hätten das LKA und die Münchner Polizei im Frühjahr Warnungen an rund 1.000 Apotheken geschickt. Darin stünden auch Hinweise, wie man gefälschte Rezepte häufig erkennen kann. Meist würden die Fälschungen falsche oder widersprüchliche Daten enthalten, zum Beispiel ausgedachte Namen oder Praxisstempel mit Fehlern – und sie würden oft in Apotheken eingelöst, die fernab der angeblichen Arztpraxis liegen.
Die Landesapothekerkammer teilte mit, die Fälschungen in Papierform seien inzwischen „teilweise so gut“, dass sie „sehr schwer“ oder „kaum noch zu erkennen sind“. Aber auch beim E-Rezept gebe es keinen vollkommenen Schutz vor Fälschungen. Quelle: dpa / mia
pDL-Award 2025: Die Gewinnerinnen und Gewinner stehen fest
Die Jury hat entschieden: Die Preisträgerinnen und Preisträger des pDL-Awards 2025 stehen fest. Verliehen wird der Preis vom DeutschenApothekenPortal (DAP). Jede Bewerbung hätte eine Auszeichnung verdient – dennoch konnte die fünfköpfige Jury nur sechs Gewinner auswählen. Diese wurden bereits per E-Mail benachrichtigt.
Die Preisverleihung findet auf der expopharm in Düsseldorf statt: am 17. September von 15 bis 16 Uhr, Messestand DeutschesApothekenPortal (Halle 1, Stand F15). Quelle: PM DAP
Salus Schulungsangebote immer aktuell online abrufbar
Salus stellt Apotheken ab sofort eine zentrale Übersicht aller aktuellen Schulungsangebote auf der Unternehmenswebsite zur Verfügung. Dort finden Apotheken alle Themen, Termine und direkten Anmeldelinks – übersichtlich, immer aktuell und jederzeit abrufbar.
Das Salus Schulungsangebot bietet Apotheken-Teams ein vielfältiges Themenspektrum – von Produktschulungen bis zu praxisnahen Beratungsimpulsen. Die Webinare sind darüber hinaus flexibel nutzbar: Alle Teilnehmenden erhalten im Nachgang einen Link zur Aufzeichnung und können die Inhalte bis zu 14 Tage später in Ruhe abrufen. Bei vielen der Schulungen winkt sogar ein Original-Muster als Dankeschön für die Teilnahme.
Mehr Informationen zu den Schulungen gibt es beim Salus Außendienst, per Mail an verkauf@salus.pharma.de oder unter 08062 728016. Quelle: PM Salus
Migräne und Wechseljahre – das kann eine ungute Kombi sein
Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Etwa 20 Prozent der Frauen sind betroffen. Für etwa jede Zweite von ihnen bedeutet die Perimenopause, dass ihre Krankheit schlimmer wird, so Experten. Bei rund 40 Prozent bessert sich die Migräne während der Wechseljahre, bei rund 10 Prozent gibt es keine Änderungen.
Die Ursachen sind noch nicht abschließend erforscht. Als gesichert gilt, dass hormonelle Faktoren bei Migräne eine Rolle spielen. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Besonders die Östrogene sind von Bedeutung – und ihr Spiegel sinkt in der Perimenopause.
Eine Behandlungsmöglichkeit kann eine Hormonersatztherapie sein. Dies muss jedoch individuell entschieden werden. Auch Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training oder achtsamkeitsbasierte Programme wie MBSR können helfen. Quelle: dpa / mia