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OTC-Markt: NEM auf dem Vormarsch

In seinen „OTC-Daten 2026“ beschreibt der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) die Marktentwicklung bei rezeptfreien Arzneimitteln und Nichtarzneimitteln 2025 im Vergleich zu den Vorjahren.
Die jährliche Analyse erfolgt vor dem Hintergrund, dass laut BPI mehr als die Hälfte aller in Apotheken verkauften Arzneimittelpackungen in Deutschland rezeptfrei und 83 Prozent der 670 pharmazeutischen Unternehmen des Landes auch oder ausschließlich im OTC-Segment tätig sind.
OTC-Markt: Versandapotheken legen zu
Die Betrachtung des Gesamtmarkts und der wichtigsten Produktgruppen lieferte die folgenden Ergebnisse:
Von 1,672 Milliarden in stationären Apotheken und dem Apothekenversandhandel ausgegebenen Arzneimittelpackungen waren im Jahr 2025 941 Millionen rezeptfrei.
Die Zahl der verkauften Packungen ging um zehn Millionen (knapp ein Prozent) im Vergleich zu den beiden Vorjahren zurück, was vor allem an der schwachen Erkältungssaison im Herbst 2025 lag. Der Umsatz stieg jedoch um 2,6 Prozent auf 11,5 Milliarden.
Der Marktanteil des Apothekenversandhandels gegenüber den stationären Apotheken ist erneut gestiegen. Im Jahr 2023 lag er bei 22 Prozent, im Jahr 2024 bei 23 Prozent und im Jahr 2025 stieg er auf 24 Prozent.
OTC-Markt: Erkältungsmittel immer noch auf Platz 1
Das Segment der Husten- und Erkältungsmittel blieb trotz eines Rückgangs von 3,2 Prozent die wichtigste Produktgruppe. Sie macht rund ein Drittel aller verkauften OTC-Packungen aus. Auf Platz zwei liegen Mineralstoffe/Vitamine/Nahrungsergänzungsmittel, die einen Zuwachs von 7,5 Prozent verzeichneten.
Fast 14,8 Prozent aller Verordnungen in Deutschland (ein Minus von 3,1 Prozent) sind im Jahr 2025 auf nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel entfallen, knapp ein Drittel davon wurden über das Grüne Rezept erteilt.
Die häufigsten Verordnungen über das Grüne Rezept stellten 2025 Expektorantien ohne Antiinfektiva, topische Rhinologika und sonstige Analgetika dar.
Apotheke vor Ort weiterhin wichtigster Partner der BPI
Der BPI betont, dass die pharmazeutische Industrie mit über 133.000 Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber in Deutschland sei. Die stationären Apotheken hält der Verband nach wie vor für den wichtigsten Partner:
„Unser klares Bekenntnis zur Apotheke vor Ort steht fest. Besonders freut mich, dass die Mineralstoffe und Vitamine so erfolgreich über die Apotheke vertrieben werden. Denn das unterstreicht, dass sich der Longevity-Trend auch hier niederschlägt“, sagt Anja Klauke, Geschäftsfeldleiterin Selbstmedikation beim BPI.
Insgesamt habe sich die Apotheke vor Ort nach Umsatz im Segment für verschreibungsfreie Arzneimittel steigern können. Beim Absatz sei sie jedoch prozentual rückläufig im Vergleich zum Versandhandel, der seinen positiven Trend sowohl beim Umsatz als auch Absatz fortsetzen konnte. Quelle: PM BPI