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Saison 2025/26: Grippewelle ist vorbei

Gemäß RKI-Definition hatte die Grippewelle in der 48. Kalenderwoche, also im Zeitraum vom 24. bis 28. November 2025, begonnen. Das waren zwei bzw. drei Wochen früher als in den vergangenen zwei Jahren.
Nach 15 Wochen ist die Grippewelle nun vorüber – sie endete in der 10. Kalenderwoche 2026, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem 12. Wochenbericht zu akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE) erklärte.
Damit war die Grippesaison 2025/26 eine Woche kürzer als die vorherige Grippesaison 2024/25, die 16 Wochen dauerte (von der 51. Kalenderwoche 2024 bis zur 14. Kalenderwoche 2025).
Zur Erinnerung: Wann beginnt und wann endet die Grippewelle?
Das RKI bestimmt den Beginn und das Ende der Grippewelle anhand der Influenza-Positivenrate.
Liegt der untere Wert des 95-Prozent-Konfidenzintervalls zwei Wochen in Folge über 10 %, startet die Grippewelle. Sie endet, wenn wiederum zwei Wochen in Folge der untere Wert des Konfidenzintervalls unter 10 % liegt.
Die Positivenrate (in Prozent) ist definiert als Anzahl positiver Proben, also untersuchten Proben, in denen ein bestimmter Erreger tatsächlich gefunden wird, dividiert durch die Anzahl eingesandter Proben.
Grippesaison 2025/26: 236.853 nachgewiesene Influenzaerkrankungen
Insgesamt kam es seit der 40. Kalenderwoche 2025 zu 236.853 labordiagnostisch bestätigten Influenzainfektionen. Bei 63.249 (27 %) Fällen wurde angegeben, dass sie in ein Krankenhaus eingewiesen wurden.
Aufgrund einer Influenzaerkrankung verstorben sind aktuell 1.922 Personen. Davon wiederum waren 95 % mindestens 60 Jahre alt.
Im Vergleich: In der Grippesaison 2024/25 kam es bis zur 14. Kalenderwoche insgesamt zu 389.403 labordiagnostisch bestätigten Influenzameldungen, verstorben sind 1.754 Menschen.
Grippesaison 2025/26: Influenza A dominiert Infektionsgeschehen
In dieser Grippesaison bestimmten das Infektionsgeschehen überwiegend Influenza-A-Viren. Nach Angaben des RKI entfielen 71 % der Fälle auf Influenza A(H3N2) und 28 % auf A(H1N1)pdm09.
Zu Beginn wurden mehr A(H3N2)-Viren als A(H1N1)pdm09-Viren nachgewiesen. Seit der 10. Kalenderwoche traten jedoch beide Subtypen etwa gleich häufig auf. Influenza-B-Viren wurden in der Saison nur sehr vereinzelt nachgewiesen.
In der gesamten Grippesaison 2025/26 wurden in den meisten Altersgruppen bislang häufiger Influenza A(H3N2)- als A(H1N1)pdm09-Viren nachgewiesen. Jedoch detektierte das Nationale Referenzzentrum (NRZ) in den Altersgruppen ab 35 Jahren einen höheren Anteil an A(H1N1)pdm09-Viren als in den jüngeren Altersgruppen. Quelle:
- Robert Koch-Institut: ARE-Wochenbericht KW12/2026
Zu Erinnerung: Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt folgenden Personen eine Grippeschutzimpfung:
- alle Personen ab 60 Jahren
- alle Schwangeren ab dem zweiten Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab dem ersten Trimenon
- Personen mit einem Grundleiden (chronische Erkrankungen, z. B. Asthma, COPD, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes, neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose, Immunschwäche/HIV)
- Bewohner von Senioren- und/oder Pflegeheimen
- Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen gefährden können
- Personen, die häufigen direkten Kontakt zu z. B. Schweinen, Geflügel sowie Wildvögeln oder Robben haben
- Personen mit erhöhter Gefährdung, z. B. medizinisches Personal sowie Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr (auch Apothekenpersonal)
- Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können