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In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.

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PTAheute-Pinnwand KW 11/2026: Mehr Organspenden, digitale Beipackzettel und neue Zahlen zu Glücksspielsucht

PTAheute-Pinnwand KW 11/2026
Bilder: Kenishirotie / AdobeStock, blende11.photo / AdobeStock, benjaminnolte / AdobeStock, Jamrooferpix / AdobeStock; Montage: PTAheute

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:

Zahl der Organspender steigt – reicht aber noch nicht aus

2025 haben in Deutschland 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilt. Dies sei zwar im Jahresvergleich ein leichter Anstieg um 3,4 Prozent. Die Spenderorgane reichten aber weiter nicht aus, um allen Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen.

Rund 3.000 Organe hätten transplantiert werden können, doch auf der Warteliste stünden rund 8.200 Menschen, sagt Ana Paula Barreiros, Geschäftsführende Ärztin der Region Mitte der DSO.  

Die Entscheidung, Organe eines im Sterben liegenden Angehörigen für eine Transplantation freizugeben, kann Leben retten, fällt aber oft in einer emotionalen Ausnahmesituation.  

Die Organisation ruft daher dazu auf, sich zu Lebzeiten mit der Frage zu beschäftigen, ob man Organe spenden will oder nicht – und dies zu dokumentieren, beispielsweise mit einem Organspendeausweis oder in einer Patientenverfügung. Andernfalls würden im Todesfall die Angehörigen mit der Frage konfrontiert, was häufig eine zusätzliche Belastung sei. Quelle: dpa / mg 

Chargenrückruf: Gastrografin®

Die Firma Bayer Vital GmbH ruft folgende Chargen des Kontrastmittels Gastrografin® (Amidotrizoesäure), 100 mg/ml + 660 mg/ml, Lösung zur gastrointestinalen Anwendung, 1x100 ml und 10x100 ml (PZN 00408497 und 01246186), zurück:

Ch.-B.: MA04H0T, MA04HBD, MA04HVE, MA04JLP, MA04KJJ, MA04LHF, MA04M5Z, MA04MZ4, MA04NKH, MA04NTS, MA04NTT, MA04P9Z, MA04PA0, MA04RKZ, MA04SVJ, MA04TAE, MA04TAF, MA04U7U, MA04VHP, MA04XEV, MAV4N9P

Grund des Rückrufs ist, dass Bayer ein Risiko durch erhöhte N-Nitroso-Meglumin-Werte nicht ausschließen kann.

Apotheken sollen die betroffenen Chargen in Quarantäne nehmen, Rücksendungen sind vorerst nicht erwünscht. Die Firma wird betroffene Kunden diesbezüglich gesondert anschreiben. Quelle: AMK 

Magnesium-Diasporal® Pro Muskeln und Nerven: Neues HV-Display mit 30 Gratis-Proben 

HV-Display für Magnesium-Diasporal® Pro Muskeln und Nerven
Das neue HV-Dislay von Magnesium-Diasporal® | Bild: Protina

Protina bietet für sein Produkt Magnesium-Diasporal® Pro Muskeln und Nerven ein neues HV-Display mit jeweils sechs Packungen beider Darreichungsformen (Tabletten und Sticks) sowie 30 Gratis-Proben des Direktgranulats zur Beratungsunterstützung.

Magnesium-Diasporal® Pro Muskeln und Nerven bietet eine Kombination aus hochdosiertem Magnesium und einem Vitamin-B-Komplex.

Das neue Display kann direkt bei Protina bestellt werden. Quelle: PM Protina 

Arznei-Beipackzettel sollen digital werden

Für Informationen vor dem Einnehmen von Medikamenten sollen digitale Beipackzettel zum Standard werden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant die Umsetzung entsprechender EU-Regelungen. 

Eine digitale Packungsbeilage biete viele Vorteile, etwa automatische Übersetzungen oder Vorlesefunktionen, sagt die CDU-Politikerin dem Nachrichtenportal Politico. Patienten hätten aber weiterhin ein Recht auf ausgedruckte Beipackzettel.  

Die EU-Regelungen sähen vor, dass für jedes Arzneimittel eine elektronische Packungsbeilage bereitgestellt werden muss, so ein Sprecher des Ministeriums. Darüber hinaus könnten die Mitgliedstaaten entscheiden, ob und für welche Arzneimittel zusätzlich eine Papierversion beibehalten werden solle.  

Die europäischen Pläne als Teil eines Pharmapakets müssen demnach noch auf EU-Ebene abschließend angenommen werden. Für die Bestimmungen zur Packungsbeilage gilt dann, dass sie zwei Jahre nach Inkrafttreten der EU-Regelungen umgesetzt werden müssen. Quelle: dpa / mg 

Binocrit (Epoetin alfa) 40 000 I.E./1 ml in belgischer Aufmachung 

Die Firma Hexal AG informiert über das befristete Inverkehrbringen von Binocrit (Epoetin alfa) 40 000 I.E./1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze in belgischer Aufmachung. Die Gestattung ist bis zum 30. September 2026 befristet, um einer drohenden versorgungsrelevanten Lieferengpasssituation entgegenzuwirken.  

Binocrit enthält Epoetin alfa und wird als Antianämikum verwendet.  

Die in drei Sprachen – niederländisch, französisch und deutsch – gekennzeichnete Ware wird voraussichtlich ab dem 15. März über den pharmazeutischen Großhandel verfügbar sein. Das Arzneimittel wird unter der PZN 20514178 in Deutschland in Verkehr gebracht. Es handelt sich um serialisierte Ware für den belgischen Markt, die Packungen können über das deutsche System verifiziert werden.  

Die deutsche Übersetzung der Gebrauchsinformation kann dem Informationsschreiben auf der AMK-Website entnommen oder über die ABDA-Datenbank abgerufen werden. Quelle: AMK 

Neu: Acetocaustin Lösung nun auch als Warzen Stift

Packung von Acetocaustin Warzen Stift
Acetocaustin nun auch als Warzen Stift erhältlich. | Bild: The OTC Lab

Anlässlich des 70. Geburtstag kommt die Acetocaustin Lösung zur Warzenbehandlung nun in einer neuen Darreichungsform auf den Markt. Der neue Acetocaustin Warzen Stift (PZN 20303122) enthält ebenfalls den Wirkstoff Monochloressigsäure – allerdings 50 Prozent mehr als das 2-ml-Warzenmittel, also 3 ml. Zudem ist der Wirkstoff blau eingefärbt, um die Sicherheit bei der Anwendung zu erhöhen.

Laut Hersteller muss der Warzen-Stift nur einmal in der Woche angewendet werden, 1 bis 4 Anwendungen sollen für die Therapie ausreichend sein. Zugelassen ist das Medizinprodukt auch für Kinder ab 4 Jahren. Quelle: PM The OTC Lab 

Studie: Männer bleiben anfälliger für Glücksspielsucht

Vor allem Männer haben einer repräsentativen Studie zufolge ein erhöhtes Suchtrisiko beim Glücksspiel. Der Anteil der Männer mit einer sog. glücksspielassoziierten Störung lag im vergangenen Jahr bei 3,2 Prozent, der der Frauen bei 1,1 Prozent, wie der Glücksspiel-Survey 2025 ergab. 

Insgesamt blieben Glücksspielverhalten sowie -sucht in Deutschland im Vergleich zur Erhebung von 2023 weitgehend konstant, wie die Toto und Lotto GmbH mitteilt. Der Anteil der Menschen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren mit einer Störung lag bei 2,2 Prozent - nach 2,4 Prozent laut Erhebung von 2023. Das entspricht etwa 1,2 Millionen Menschen.

Am höchsten war der Anteil der Spieler mit einer Störung unter den 18- bis 25-Jährigen. 

Für die Studie wurden zwischen dem 4. August und dem 26. November 2025 insgesamt 12.340 Menschen im Alter von 16 bis 70 Jahren telefonisch oder online befragt. Quelle: dpa / mg 

Chargenrückruf: Ikervis®

Die Firma Santen GmbH ruft, in Abstimmung mit den zuständigen Behörden, das Arzneimittel Ikervis® (Ciclosporin) 1mg/1ml, 30x0,3 ml Augentropfen (PZN 11130763), mit der Charge Ch.-B.: 4T92D vom Markt.

Bei der Prüfung eines Rückstellmusters nach 25 Monaten Lagerung, lag das Analyseergebnis für Ciclosporin (CsA) unterhalb der Spezifikationsgrenze. Derzeit liegen keine Berichte über unerwünschte Arzneimittelwirkungen oder Beschwerden im Zusammenhang mit dieser Charge vor.

Die Firma Santen GmbH bittet darum, die betroffene Charge zur Gutschrift an den pharmazeutischen Großhandel mittels APG-Formular zurückzugeben. Quelle: AMK