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Online-Recherche zu Gesundheitsthemen fällt vielen schwer

Mann mit Fieber im Bett schaut auf sein Smartphone
Viele Menschen sind sich nicht sicher, ob sie den Gesundheitsinformationen im Internet trauen können. | Bild: Djavan Rodriguez / AdobeStock

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa hat von Dezember 2025 bis Januar 2026 im Rahmen der repräsentativen Umfrage „Vertrauen in Gesundheitsinformationen“ 2.006 zufällig ausgewählte Personen ab 14 Jahren zu deren Suche nach Gesundheitsinformationen im Internet befragt.  

Im Auftrag des AOK-Bundesverbandes wollte Forsa unter anderem ermitteln, wie die Befragten nach Informationen suchen, wie sehr sie den recherchierten Informationen vertrauen und welchen Quellen sie den Vorzug geben.  

Die Ergebnisse lassen auf eine weit verbreitete Verunsicherung schließen – unter anderem darüber, ob die ermittelten Informationen verlässlich sind und ob sie unabhängig von kommerziellen Interessen bereitgestellt wurden.  

Welche Erkenntnisse lieferte die Forsa-Umfrage im Einzelnen, und wie lässt sich die Unsicherheit in Bezug auf Gesundheitsinformationen verringern?  

 Menschen sind durch die Online-Recherche oft verunsichert

Die aktuelle Umfrage brachte im Wesentlichen die folgenden Erkenntnisse:

83 Prozent der Bevölkerung nutzen das Internet für die Recherche zu Gesundheitsthemen.  Allerdings fällt es 31 Prozent der online Suchenden sehr schwer, vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen zu erkennen.  

Von diesen Verunsicherten haben 74 Prozent Probleme, verlässliche Quellen zu erkennen, und 73 Prozent halten die Suchergebnisse für kommerziell beeinflusst oder finden zumindest, dass sie so wirken.

66 Prozent der Verunsicherten wiederum finden, es sei häufig unklar, ob die Informationen wissenschaftlich überprüft wurden, und 48 Prozent mangelt es laut eigener Aussage an Fachwissen, um die Informationen einzuordnen. 

Die Mehrheit misstraut den Angaben im Internet

Auch die Korrektheit der Ergebnisse hinterfragen die meisten. So halten mehr als die Hälfte (61 Prozent) aller Suchenden die gefundenen Informationen oft für widersprüchlich. 

Rund die Hälfte (53 Prozent) zweifelt sogar an der Richtigkeit und 23 Prozent fühlen sich nach der Recherche unwissender als zuvor.  27 Prozent der online Suchenden haben schon einmal Informationen recherchiert, die sich hinterher als falsch herausstellten.

KI nutzen eher junge Menschen bei Gesundheitsfragen

Künstliche Intelligenz (KI) wird aktuell noch nicht so viel genutzt, wenn es um Gesundheitsthemen geht. Laut Selbsteinschätzung nutzen 16 Prozent der Befragten Suchergebnisse, die mithilfe KI generiert wurden. 

Bei jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren war der Anteil mit 35 Prozent deutlich größer als bei den über 60-Jährigen mit sechs Prozent.  

Das Vertrauen ist allerdings bei jungen Menschen geringer als der Nutzungsgrad: 21 Prozent der unter 30-Jährigen vertrauen der KI als Quelle für Gesundheitsinformationen. Bei den über 60-Jährigen tun dies sieben Prozent. 

Bei Onlinerecherche auf vertrauenswürdige Quellen achten

Weil die AOK selbst seit Kurzem medizinische Inhalte, die von Experten überprüft wurden, mit einem sogenannten Fachprüfungsstempel kennzeichnet, ließ sie in der Forsa-Umfrage auch die Meinung der Teilnehmer zu Qualitätssiegeln für Gesundheitsinformationen abfragen.

Nur neun Prozent aller Befragen haben solche Siegel überhaupt jemals wahrgenommen, aber 65 Prozent der Befragten würden einem Siegel für fachlich geprüfte Informationen vertrauen. Insbesondere dann, wenn es von ärztlichen Fachgesellschaften oder Universitäten stammt (je 85 Prozent). Auch Siegel von Behörden (81 Prozent) oder Krankenkassen (79 Prozent) würden als vertrauenswürdig eingestuft werden.  

Ganz allgemein empfiehlt die AOK, bei der Recherche nach Gesundheitsthemen auf seriöse Quellen wie medizinisches Fachpersonal oder staatliche Gesundheitsportale zu achten, kommerzielle Websites möglichst zu meiden und bei Widersprüchen einen Mediziner oder anderen Experten zu fragen. Quelle: AOK