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Zum Tag der Rosine am 30. April: Rosinen – kleine, süße Kraftpakete

Selten war „schrumpelig“ so attraktiv: Rosinen schmecken in Müsli, Kuchen und Apfelstrudel, geben herzhaften Gerichten eine besondere Note und finden beim Sport oder vor dem Fernseher, als Teil von Studentenfutter oder pur, wie von selbst ihren Weg von der Hand in den Mund.
Die Nährstoffe in Rosinen sind so vielfältig wie die Verwendungsmöglichkeiten der Trockenfrucht. Doch was ist mit dem Zucker? Ist so viel in der Rosine enthalten, wie der süße Geschmack vermuten lässt? Hier alles Wissenswerte über die fruchtigen Kraftpakete.
Gut zu wissen: Rosinen, Sultaninen oder Korinthen?
Von der Wahl der Trauben hängt ab, welche Rosinenart entsteht: Aus kernlosen Thompson-Trauben werden Rosinen, aus weißen Muscat-Trauben Goldrosinen, aus gelben Trauben weiche, süße Sultaninen und aus schwarzen Corinth-Trauben Korinthen.
Was steckt in Rosinen?
Rosinen sind Trockenfrüchte aus Weintrauben, deren Wasseranteil durch Wärmezufuhr und Luftzirkulation von rund 80 auf 15 bis 18 Prozent verringert wird. Das Trocknen verstärkt das Aroma und erhöht die Nährstoffkonzentration, gleichzeitig aber auch den Zuckergehalt.
Letzterer beträgt pro 100 Gramm Rosinen durchschnittlich 65 Gramm (zwei Drittel), während es bei frischen Weintrauben nur rund 15 Gramm (ein Siebtel) sind.
Das Bundeszentrum für Ernährung rät deshalb dazu, getrocknetes Obst und Gemüse nur „in Maßen“ zu essen. Konkreter wird die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die eine kleine Handvoll (etwa 30 bis 50 Gramm) pro Tag empfiehlt. Dabei sollte Trockenobst frisches Obst nicht ersetzen.
Dem hohen Zuckergehalt, der sich zu etwa gleichen Teilen aus Fructose und Glucose („Traubenzucker“) zusammensetzt, stehen jedoch zahlreiche gesundheitsfördernde Stoffe in ebenfalls hoher Konzentration gegenüber:
- In 100 Gramm Rosinen sind insgesamt rund zwei Gramm Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium oder Calcium enthalten.
- Der Anteil an Ballaststoffen beträgt rund fünf Gramm.
- Neben viel Vitamin C enthalten Rosinen auch zahlreiche B-Vitamine sowie Vitamin A.
- Phenolsäuren und andere antioxidativ wirkende sekundäre Pflanzenstoffe liegen ebenfalls in vergleichsweise hoher Konzentration vor.
Rosinen können die Gesundheit fördern
Folgende gesundheitsfördernde Wirkungen kann der regelmäßige Verzehr von Rosinen laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entfalten:
- Für die Darmgesundheit: Der hohe Gehalt an Ballaststoffen fördert die Verdauung und wirkt positiv auf die Darmflora.
- Gegen Übergewicht: Der sättigende, vergleichsweise gesunde Snack kann Heißhunger auf stärker verarbeitete Süßigkeiten verringern.
- Gegen Zellschädigungen: Die antibakteriellen und antioxidativen Inhaltsstoffe verringern entzündliche Prozesse und neutralisieren freie Radikale.
- Für die Herzgesundheit: Die günstige Nährstoffzusammensetzung kann das LDL-Cholesterin und den Blutdruck senken.
- Verbesserung der Zahngesundheit: Die enthaltenen Polyphenole verlangsamen vermutlich den Stoffwechsel von Kariesbakterien.
Ganz grundsätzlich profitieren Rosinen-Fans von einer schnellen Energiezufuhr und einer möglichen Leistungssteigerung. Diese kann sich vor allem bei Sportlern, aber auch beim Nachmittagstief am Arbeitsplatz oder als Notreserve in der Handtasche bezahlt machen.
Vorsicht bei geschwefelten Rosinen
Rosinen dürfen zur Verbesserung der Haltbarkeit mit Schwefeldioxid oder Sulfitsalz geschwefelt werden. Ab einem Zusatz von 10 Milligramm Sulfit pro Kilogramm muss das auf der Packung angegeben werden.
Das ist normalerweise unbedenklich, da der Körper die Schwefelverbindungen schnell abbaut. Vorsichtig sollten jedoch Menschen mit einer Unverträglichkeit sein. Und Asthmatiker oder Schwefelallergiker sollten, um ein gefährliches Anschwellen der Atemwege zu verhindern, in jedem Fall ungeschwefelte Rosinen kaufen oder gleich auf Bio-Trockenfrüchte setzen, die grundsätzlich nicht geschwefelt werden dürfen.
Dann gilt für sie ebenso wie für andere Rosinenliebhaber: Wer nicht zu viele der kleinen Kraftpakete isst, tut seinem Körper trotz des hohen Zuckergehalts etwas Gutes. Quellen:
https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/rosinen-powerfood-mit-hohem-kaloriengehalt/
https://www.gesundfit.de/artikel/rosinen-gesund-19452/
https://de.wikipedia.org/wiki/Rosine
https://de.paperblog.com/tag-der-rosine-der-amerikanische-national-raisin-day-1298546/
https://besserwisser-kalender.de/2024/04/30/30-april-2024-tag-der-rosinen/
Gut zu wissen: Tag der Rosine
Mit dem National Raisin Day werden in den USA jährlich am 30. April die gesundheitlichen Vorteile und kulinarischen Anwendungen von Rosinen gewürdigt.
Der Ehrentag geht auf das Jahr 1909 und die kalifornischen Rosinenhersteller zurück: Diese nutzten den gesamten April besagten Jahres, um mit Werbung in Zeitungen und im Radio, auf Flyern und Plakatwänden sowie mit Verteilaktionen im gesamten Land auf ihr Produkt aufmerksam zu machen.
Heutzutage wird der National Raisin Day in den gesamten Vereinigten Staaten gefeiert, wobei besonders die kalifornische Stadt Fresno, die als Rosinenhauptstadt der Welt gilt, im Mittelpunkt steht. Hier und in anderen Regionen finden Vorträge, Ausstellungen und Führungen statt, die sich mit der Kultur und Tradition der Rosinenproduktion befassen.