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Männergesundheit: Nur ein Drittel fühlt sich gut informiert

Im Auftrag der Siemens-Betriebskrankenkasse befragte das Marktforschungsinstitut Yougov Anfang September 2026 insgesamt 1.037 Männer in Deutschland zu ihrem Wissen über Männergesundheit.
Die repräsentative Erhebung offenbart erhebliche Wissenslücken bei zentralen Gesundheitsthemen – von Vorsorgeuntersuchungen bis zu psychischer Gesundheit. Gleichzeitig belegen sie ein steigendes Interesse an den Themen Leistungsfähigkeit und Fitness.
Männergesundheit: Wissen fehlt, aber der Wille ist da
Nur 34 Prozent aller Männer in Deutschland fühlen sich bei Fragen rund um ein gesundes Leben gut informiert. 42 Prozent sehen zumindest Lücken beim Wissen rund um Gesundheit und Lebensstil, und 19 Prozent finden, wenig oder gar nicht informiert zu sein.
Trotz des durchwachsenen Kenntnisstandes setzen 91 Prozent der Männer im Alltag mindestens eine Gesundheitsmaßnahme um. So achten laut eigenen Angaben
- 58 Prozent auf regelmäßige Bewegung,
- 46 Prozent auf guten Schlaf,
- ebenfalls 46 Prozent auf gesunde Ernährung und
- 38 Prozent auf ihre mentale Gesundheit.
Mangelnde Aufklärung über Männergesundheit
Laut Umfrage fehlt Männern oft eine zielgruppengerechte Ansprache von Gesundheitsinformationen: Nur 54 Prozent gaben an, dass Gesundheitsinformationen männerspezifische Fragen ausreichend abdeckten.
Passgenauere Informationen wünschen sich die Umfrageteilnehmer vor allem in den Bereichen
- Ernährung und Bewegung (37 Prozent),
- Krebsfrüherkennung (36 Prozent),
- psychische Gesundheit (34 Prozent),
- Prostata (32 Prozent) und
- sexuelle Gesundheit (25 Prozent).
Die Qualität vorhandener Angebote bewerten die Umfrageteilnehmer allerdings oft positiv: 79 Prozent empfinden die vorhandenen Gesundheitsinformationen als leicht verständlich, 71 Prozent als motivierend.
Gut zu wissen: Im November ist „Movember“
Im November lassen sich viele Männer einen Schnurrbart wachsen. Diese Aktion gehört zum sogenannten „Movember“. Das Wort „Movember“ setzt sich aus dem englischen Wort Moustache (deutsch: Schnurrbart) und dem Monat November zusammen.
Mit dem Schnurrbart als Symbol rufen Männer weltweit dazu auf, sich mit männerspezifischen Themen wie Prostata- und Hodenkrebs, psychischen Erkrankungen und Suizidprävention auseinanderzusetzen.
Ziel ist es, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu stärken und Männer zu ermutigen, auf Symptome zu achten und Beschwerden ernst zu nehmen.
Junge Männer informieren sich über Social Media
Aus der Umfrage ging zudem hervor, dass vor allem junge Männer häufig auf digitale Kanäle zurückgreifen, um sich über Gesundheit zu informieren: 40 Prozent der unter 30-Jährigen greifen auf Social Media wie TikTok oder Instagram sowie auf KI-Chatbots zurück.
Bei den 35- bis 44-Jährigen dagegen ist der Arzt mit 45 Prozent die wichtigste Informationsquelle, und auch ältere Männer vertrauen überwiegend medizinischem Fachpersonal.
Dieses Muster deutet laut SBK darauf hin, dass klassische Aufklärungswege jüngere Zielgruppen kaum noch erreichen – mit unklaren Folgen für die Qualität der vermittelten Informationen.
Insgesamt würden viele Männer zwar erste Schritte für ein gesundes Leben unternehmen, aber bei männertypischen Gesundheitsthemen oft auf Informationslücken stoßen.
Diese müssten je nach Altersgruppe unterschiedlich adressiert werden, wolle man die Gesundheitskompetenz von Männern nachhaltig verbessern. Quellen:
https://www.ad-hoc-news.de/wissenschaft/maennergesundheit-nur-34-prozent-fuehlen-sich-bei-vorsorge-gut-informiert/70203978
https://www.aerzteblatt.de/news/mannergesundheit-umfrage-zeigt-wissenslucken-trotz-gesunder-alltagsgewohnheiten-f3d40e51-8f8e-4cef-8992-e9349ccc4972