Wen juckt’s?

So beugen Sie badebedingten Vaginalmykosen vor

Wer weiß, dass er zu Scheidenpilzinfektionen neigt, kann zum Schutz der Schleimhäute vor dem Baden wasserabweisende Salben im Intimbereich auftragen.
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Vielen Frauen ist das bekannt: Ein einziger Besuch im Schwimmbad oder ein Tag am Meer und schon macht sich eine Scheidenpilzinfektion bemerkbar. Doch besteht hier wirklich ein Zusammenhang? Und was kann man dagegen tun?

Der Pilz schwimmt nicht im Wasser

Die Scheidenflora ist gegen die Ausbreitung von Pilzen normalerweise gut gewappnet. Nur wenn das Immunsystem – z. B. stressbedingt – geschwächt ist, ist das natürliche Gleichgewicht gestört und Hefepilze wie Candida albicans können sich ungehindert vermehren.

Oft treten Vaginalmykosen typischerweise nach dem Baden z. B. im Pool oder Meer auf. Candida albicans kommt allerdings nicht aus dem Badewasser, sondern ist Bestandteil der physiologischen Flora. Eine Reizung der Vaginalschleimhaut durch Chlor- oder Meerwasser kann die Ausbreitung des Pilzes jedoch begünstigen.

Was kann man prophylaktisch tun?

Wer weiß, dass er zu Scheidenpilzinfektionen neigt, kann zum Schutz der Schleimhäute vor dem Baden wasserabweisende Salben im Intimbereich auftragen. Dafür eignen sich z. B. Deumavan® Schutzsalbe oder Linola® Schutzbalsam. Da die Haut bei längeren Aufenthalten im Wasser aufweicht und damit anfälliger für das Eindringen von Pilzen wird, empfiehlt es sich, nur kurze Zeit im Wasser zu bleiben.

Nach dem Baden sollte die Badekleidung so schnell wie möglich gegen trockene Kleidung getauscht werden, um ein für die Pilzvermehrung optimales, feucht-warmes Klima zu vermeiden. Unter diesem Gesichtspunkt lohnt es sich auch, auf luftdurchlässige Unterwäsche zu achten.

Um das Scheidenmilieu darüber hinaus möglichst wenig zu irritieren, sollten zur Reinigung – wenn überhaupt – nur pH-neutrale Intimwaschlösungen wie z. B. Deumavan® Waschlotion sensitiv oder Vagisan® Intimwaschlotion verwendet werden.

Unterstützung der Scheidenflora

In der physiologischen Scheidenflora finden sich verschiedene Stämme von Lactobazillen, die Milchsäure produzieren. Sie sorgen für ein saures Milieu mit einem pH-Wert von 3,8 – 4,5 und schützen die Schleimhäute dadurch vor der Ausbreitung unerwünschter Keime.

Neben Stress können auch hormonelle Schwankungen, die Einnahme von Antibiotika oder übertriebene Intimhygiene das Gleichgewicht stören und Frauen anfälliger für Pilzinfektionen machen. Frauen, die um ihre besondere Empfindlichkeit wissen, können die Scheidenflora mit einer vaginalen Milchsäurekur, z. B. mit Vagisan® Milchsäurebakterien, unterstützen.

Immunsystem aufbauen

Um eine Schwächung des Immunsystems zu vermeiden, sollte Stress so weit wie möglich reduziert werden. Die Urlaubsvorbereitungen sollten nicht auf die letzte Minute geschoben und im Urlaub selbst genug Ruhepausen eingeplant werden. Wer immer wieder mit Infektionen zu tun hat, sollte vorsichtshalber mit dem Arzt darüber sprechen, um eventuelle Grunderkrankungen auszuschließen. Eventuell kann es sinnvoll sein, das Immunsystem mit einer Kur zu stärken. Neben viel Bewegung und gesunder Ernährung können dabei verschiedene Immunaufbaupräparate aus der Apotheke, wie z. B. OMNi-biOTiC® flora plus oder Probielle® immun, erwogen werden.

Erste Hilfe im Gepäck

Sollte sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Scheidenpilzinfektion mit quälendem Juckreiz bemerkbar machen, so kann diese mit Clotrimazol-Cremes und -Zäpfchen (z. B. Canesten® GYN 3-Tage-Kombi) schnell und effektiv bekämpft werden. Für Vaginalmykosen anfällige Frauen sollten ihre Reise-Apotheke deshalb sicherheitshalber dementsprechend ausstatten.