Corona-News des Tages
Corona-Pandemie
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Meldungen vom 07. bis 11.03.2022

Hände in blauen Handschuhen halten Coronateststäbchen und Röhrchen
Die Inzidenz steigt seit Tagen. Muss mit einer Sommerwelle gerechnet werden? | Bild: malkovkosta / AdobeStock

Montag, 07.03.2022

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15:21

Appell zu Corona-Gefahren in Wildtieren –Strikte Hygiene beachten

Die Tierwelt wird in der Corona-Pandemie nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher möglicherweise unterschätzt. Zwar spiele die Übertragung des Virus vom Tier auf den Menschen keine besondere Rolle, dessen Ausbreiten in Tierpopulationen könne jedoch die Gesundheit eines Bestands beeinträchtigen und das Auftreten neuer Varianten erleichtern, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von WHO, der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) vom Montag in Genf.

Abgesehen von Haustieren seien bisher Corona-Infektionen bei freilaufenden, in Gefangenschaft gehaltenen oder gezüchteten Wildtieren wie Großkatzen, Nerzen, Frettchen, nordamerikanischen Weißwedelhirschen und Menschenaffen beobachtet worden. Nerze und Hamster können den Angaben zufolge Menschen mit dem Virus infizieren. Ein möglicher Fall einer Übertragung zwischen Weißwedelhirschen und einem Menschen werde derzeit geprüft, so die Organisationen.

Das Einschleppen des Erregers in Wildtiere könnte zu einem Viren-Reservoir in diesen Tieren führen, hieß es weiter. Es sei davon auszugehen, dass etwa ein Drittel der wilden Weißwedelhirsche in den USA durch Mensch-zu-Tier-Übertragungen infiziert worden seien. Diese SARS-Cov-2-Linien zirkulierten auch in nahe gelegenen menschlichen Populationen. dpa / vs 

15:15

Marke von sechs Millionen Corona-Toten überschritten

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit mehr als sechs Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervor, die die Hochschule am Montag in Baltimore veröffentlichte. Die Schwelle von fünf Millionen Corona-Toten weltweit war Anfang November überschritten worden, die Vier-Millionen-Marke Anfang Juli vergangenen Jahres.

Nach den Daten der US-Forscher liegt die Zahl der bestätigten Infektionen nach inzwischen mehr als zwei Jahren bei mehr als 446 Millionen Fällen. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen rund um den Globus von einer hohen Dunkelziffer aus. Weltweit wurden nach der JHU-Statistik inzwischen mehr als 10,6 Milliarden Impfungen verabreicht. dpa / vs 

11:25

Pandemie macht Frauen unglücklicher als Männer

Frauen schlägt die Corona-Pandemie mehr auf das Gemüt als Männern. Das geht aus dem neuen „Glücksatlas“ hervor, den die Universität Freiburg mit Unterstützung der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) erstellt hat. In der Corona-Krise hätten alle Deutschen an Lebenszufriedenheit verloren, aber Frauen deutlich mehr als Männer. Der Glücksabstand, die sogenannte „Happiness Gap“, zwischen den Geschlechtern betrage 0,19 Punkte. „In dieser Währung, in der Skala, ist das wirklich bedeutend“, sagte Max Höfer, Sprecher des „SKL Glücksatlas“.

Insgesamt wurden von Januar 2020 bis Januar 2022 15.200 Deutsche per Telefon von Ökonomen und Sozialwissenschaftlern befragt. Sie mussten unter anderem ihre allgemeine Zufriedenheit auf einer Skala von 0 bis 10 angeben.

Die Studie zeigt einen bedeutenden Wandel: So seien Frauen vor der Pandemie glücklicher als Männer gewesen – durchschnittlich gemessen über alle Altersklassen. In der Pandemie seien Frauen eindeutig unglücklicher geworden. Besonders überraschend seien die großen Glückseinbußen von jungen Frauen bis 25 Jahre, bilanzierte Studienleiter Bernd Raffelhüschen von der Uni Freiburg. dpa / vs 

11:23

Mindestens 15.000 Menschen am Sonntag gegen Corona geimpft

In Deutschland sind am Sonntag mindestens 15.000 Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden, davon 8.000 Auffrischungsimpfungen. Dies ging am Montag aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor (Stand 09.37 Uhr). Am Sonntag vor einer Woche waren 12.000 Impfdosen verabreicht worden.

Mittlerweile haben mindestens 75,6 Prozent der Bevölkerung (mindestens 62,9 Millionen Menschen) einen Grundschutz erhalten, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind. Mindestens 57,4 Prozent (47,7 Millionen) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen. Eine große Gruppe von 23,6 Prozent der Bevölkerung (19,6 Millionen Menschen) ist laut dem Impfdashboard des Gesundheitsministeriums weiterhin ungeimpft. dpa / vs 

09:40

Abstimmung:  allgemeine Impfpflicht Anfang April

Die Abstimmung über die allgemeine Impfpflicht soll Anfang April im Bundestag stattfinden – unabhängig von den politischen Herausforderungen des Ukraine-Krieges. Die federführenden Politiker der beiden Gruppenanträge für eine Impfpflicht, der stellvertretende SPD-Fraktionschef Dirk Wiese und der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann, sagten der „Augsburger Allgemeinen“, sie erwarteten keine weiteren Verzögerungen im parlamentarischen Ablauf. tagesschau.de / vs 

09:35

Produktfälscher haben schnell auf Pandemie-Bedingungen reagiert

Die Corona-Pandemie hat auch der Produktpiraterie neuen Schub gegeben. „Kriminelle Netzwerke haben sich rasch an neue Chancen und die Nachfrage nach Produkten angepasst, die durch die Pandemie entstanden sind“, geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht der EU-Agentur für geistiges Eigentum (EUIPO) im südspanischen Alicante und von Europol hervor. Das betreffe zum Beispiel Masken und andere persönliche Schutzausrüstungen gegen eine Corona-Infektion. 

Aber auch gefälschte Arzneimittel, Lebensmittel, Getränke sowie auch Kosmetika oder Pestizide wurden beschlagnahmt. Diese stellten eine besondere Bedrohung für die Gesundheit der Verbraucher dar. 2020 seien von EU-Behörden insgesamt 66 Millionen gefälschte Gegenstände beschlagnahmt worden, ein leichter Rückgang im Vergleich zum letzten Jahr vor der Pandemie.

Zwar kämen die meisten der Fälschungen und Nachahmungen weiterhin vor allem aus China und anderen asiatischen Ländern, aber die Herstellung solcher minderwertigen und zum Teil lebensgefährlichen Waren innerhalb der EU habe erheblich zugenommen. Darauf weise die gestiegene Zahl der an den EU-Außengrenzen beschlagnahmten gefälschten Verpackungsmaterialien und Vorprodukte für Fälschungen hin. 

Dies verdeutliche das Ausmaß und Trends im Bereich der gefälschten Waren innerhalb der EU und unterstreiche die potenziell schweren Schäden für die Gesundheit der Verbraucher sowie für legal tätige Unternehmen, betonte der EUIPO-Exekutivdirektor, Christian Archambeau. dpa / vs 

08:19

RKI registriert 78.428 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den fünften Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1.259,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1.231,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1.238,2 (Vormonat: 1.426,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 78.428 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 62 349 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 24 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 15.869.417 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. dpa / vs 

08:19

Viele haben Corona-Kilos

Wenn die Corona-Kilos einfach nicht mehr verschwinden wollen, setzen einige Menschen auf Ernährungsberater wie Urte Brink aus Bergisch-Gladbach (Nordrhein-Westfalen).  

Wie viele Kilos Menschen in Deutschland tatsächlich angesammelt haben, könnte eine aktualisierte Studie zeigen, die das Robert Koch-Institut laut einer Sprecherin voraussichtlich im März veröffentlichen will. Eine Untersuchung im „Journal of Health Monitoring“ aus dem ersten Pandemiejahr deutete bereits auf einen Trend zu mehr Gewicht hin: 

Die bundesweit rund 23.000 Befragten ab 15 Jahren nahmen zwischen April 2019 und September 2020 im Schnitt 1,1 Kilogramm zu. Eine Online-Befragung der Technischen Universität München vom April 2021 ergab, dass rund 40 Prozent der Teilnehmer seit Pandemie-Beginn an Gewicht zugelegt hatten. Im Durchschnitt waren es 5,6 Kilogramm.  

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08:19

Lauterbach warnt: Müssen mit Corona-Sommerwelle rechnen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor zu viel Sorglosigkeit bei der Corona-Entwicklung gewarnt und dringt auf weiterhin wichtige Schutzinstrumente. „Ich teile die Sorge vieler Wissenschaftler: Wir müssen mit einer Sommerwelle rechnen“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Omikron- wie die Delta-Variante seien so infektiös, dass es selbst bei gutem Wetter durch viele Kontakte und nachlassenden Impfschutz wieder zu steigenden Infektionszahlen kommen könnte, wenn es gar keine Einschränkungen mehr gäbe. Ärzte und Kommunen halten bestimmte Vorkehrungen – teils auch der Bürger selbst – weiter für sinnvoll.

Lauterbach betonte, die Länder müssten die Möglichkeit haben, früh auf kommende Wellen zu reagieren. Dazu gehörten Maskenpflichten und Kontaktbeschränkungen. „Es sollte möglich sein, Obergrenzen für private Treffen und öffentliche Veranstaltungen festzulegen sowie Zutrittsregeln etwa für die Gastronomie“ – also Zugang nur für Geimpfte und Genesene (2G) oder zusätzlich etwa mit Test (2G plus). Wichtig sei, Testregeln im öffentlichen Raum und in Betrieben weiter durchsetzen zu können. „All diese Instrumente sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn sie tatsächlich notwendig sind“, sagte der Minister.

Nach einem von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungsplan sollen zum 20. März „alle tiefgreifenderen“ Beschränkungen entfallen, wenn die Lage in den Kliniken es zulässt. Die bundesweite Rechtsbasis für solche Maßnahmen läuft am 19. März aus. Über eine neue Grundlage für einen weiter nötigen Basisschutz im Frühling wird gerade beraten. In der Ampel-Koalition hat die FDP Vorbehalte dagegen angemeldet, auch künftig umfassendere Beschränkungen zu ermöglichen. dpa / vs 


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