Bachelorstudiengang Industriepharmazie
- eine Weiterbildungsmöglichkeit für PTA

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Seit dem Sommersemester 2018 bietet die Hochschule Kaiserslautern mit dem Studiengang Industriepharmazie Absolventen pharmanaher Ausbildungsberufe eine vielversprechende Weiterbildungsmöglichkeit: Innerhalb von viereinhalb Jahren können hier berufsbegleitend die Karrierechancen von industrieaffinen PTA verbessert werden.

In der Ausbildung zum/zur Pharmazeutisch-technische/n Assistent/in (PTA) werden grundlegende pharmazeutische Kenntnisse gelehrt und die Auszubildenden vorwiegend für den Apothekenalltag fit gemacht. Wer allerdings nach der Ausbildung - oder im Verlauf des späteren Berufslebens - in die Industrie wechseln möchte, stellt sich womöglich zwei Fragen: Fühle ich mich selbst auf diese Tätigkeit ausreichend vorbereitet und komme ich für die Stelle aus Arbeitgebersicht überhaupt in Frage?

Um die persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erweitern und so gleichzeitig auch die Einstellungschancen zu verbessern, bietet der neue Bachelorstudiengang Industriepharmazie am Campus Pirmasens eine mögliche Option.

Abschluss eröffnet zahlreiche Tätigkeitsfelder

In neun Semestern werden den Studierenden die für die Herstellung, Entwicklung und Sicherheit von Arzneimitteln relevanten Inhalte vermittelt und sie so befähigt, selbstständig zahlreiche Aufgaben in der pharmazeutischen Industrie zu übernehmen. Mögliche Tätigkeitsfelder der Absolventen können daher Forschung und Entwicklung, Arzneimittelzulassung oder Arzneimittelsicherheit sein.

Für PTA und verwandte Berufe geeignet

Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang Industriepharmazie ist eine abgeschlossene Berufsausbildung in den Bereichen Pharmazie, Chemie oder Biologie sowie eine Hochschulzugangsberechtigung z. B. durch ein Abitur. Da das Studium möglichst praxisnah erfolgen soll, müssen Interessenten darüber hinaus eine einschlägige berufliche Tätigkeit mit Umfang von mindestens einer halben Stelle nachweisen.

Ablauf und Kosten

Die Studieninhalte werden berufsbegleitend einmal monatlich sowie in zwei Blockwochen pro Jahr vermittelt. Im Unterschied zum herkömmlichen Pharmaziestudium, werden im Bachelorstudiengang Industriepharmazie die Ausbildungsschwerpunkte auch auf pharmazeutische Biotechnologie, Qualitätsmanagement, Verfahrenstechnik und Bioanalytik gelegt. Damit werden die Studierenden speziell auf Anforderungen der modernen Pharmaindustrie vorbereitet. Eine Erteilung der Approbation zum Apotheker erfolgt auf diesem Weg allerdings nicht.

Für den Bachelorstudiengang mit insgesamt 25 Modulen, belaufen sich die Gesamtkosten im Regelfall auf circa 2.525 Euro.

Nadine Y. Sprecher
Apothekerin, Redakteurin PTAheute.de
onlineredaktion@ptaheute.de