Informationen zum Beruf
­Hier finden Sie Informationen zum PTA-Beruf, den Verdienstaussichten sowie zum Ablauf und Aufbau der Berufsausbildung.
Titelbild: IMAGO / Westend61
3 min merken gemerkt Artikel drucken

Ausbildung: Wie wird man PTA?

Eine Apothekerin erklärt zwei jungen PTA eine Broschüre

Apothekenkunden beraten, Rezepturarzneimittel herstellen, Versuchsreihen überwachen, Laboreinrichtung warten: Wer diese und viele weitere spezialisierte Tätigkeiten (unter der Verantwortung eines Apothekers) ausüben will, kann sich zum pharmazeutisch-technischen Assistenten oder zur pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA) ausbilden lassen.

Für die spätere Arbeit im Verkaufsraum (Offizin), im Labor und im Lagerraum ist eine teils schulische, teils praktische Ausbildung nötig. Wie diese im Detail aussieht, wie lange sie dauert und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, erfahren Sie hier. 

Was müssen angehende PTA mitbringen?

Um die Ausbildung an einer von rund 90 staatlichen oder staatlich anerkannten privaten PTA-Schulen in Deutschland antreten zu können, müssen Interessierte mindestens die Mittlere Reife oder einen gleichwertigen Schulabschluss in der Tasche haben. 

Manche der Berufsfachschulen fordern zudem ein Mindestalter von 16, 17 oder 18 Jahren und/oder ein ärztliches Attest zur gesundheitlichen Eignung. Private Schulen verlangen außerdem Schulgeld (meist zwischen 3.500 und 7.000 Euro) und unter Umständen eine Prüfungsgebühr.

Abgesehen von diesen Grundvoraussetzungen sollten angehende PTA Interesse an Naturwissenschaften und eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit besitzen, denn diese beiden Aspekte bestimmen den Alltag in der Apotheke.  

Die naturwissenschaftlichen, kommunikativen und weitere Fähigkeiten treten idealerweise in den Aufnahmegesprächen oder Auswahlverfahren zutage, die PTA-Schulen in der Regel vor der Aufnahme neuer Auszubildender führen.

Wie lange dauert die Ausbildung zur PTA?

Die Ausbildung ist bundeseinheitlich auf Basis des PTA-Gesetzes in der „Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für pharmazeutisch-technische Assistentinnen und pharmazeutisch-technische Assistenten“ (PTA-APrV) geregelt.

Sie dauert zweieinhalb Jahre und besteht aus zwei Teilen: Den Hauptteil bildet der zweijährige Besuch einer entsprechend ausgerichteten Berufsfachschule mit theoretischen Inhalten, praktischen Übungen und einem schulbegleitenden Apothekenpraktikum, der sogenannten PTA-Famulatur, mit insgesamt 160 Stunden.

Auf die zweijährige Schulphase folgt eine sechsmonatige praktische Ausbildung in einer öffentlichen Apotheke oder zu gleichen Teilen in einer öffentlichen und einer Krankenhausapotheke. Diese wird dem Tarif von derzeit 876 Euro im Monat entsprechend – oder zumindest in Anlehnung an den Tarif – vergütet.

Eine Verkürzung der zweieinhalbjährigen Ausbildungszeit ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.  

Was lernen PTA in der Ausbildung?

Unter den Ausbildungsinhalten, die an der Berufsfachschule gelehrt werden, haben die folgenden den zeitlich größten Anteil:

  • Arzneimittelkunde
  • Allgemeine und pharmazeutische Chemie
  • Galenik
  • Botanik und Drogenkunde
  • Gefahrstoff-, Pflanzenschutz- und Umweltschutzkunde
  • Medizinproduktekunde (zum Beispiel Verbandstoffe)

Hinzu kommen zahlreiche weitere theoretische Inhalte und allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, fachbezogene Fremdsprachen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Praktische Übungen ergänzen die Ausbildung:

  • chemisch-pharmazeutische Übungen einschließlich Untersuchung von Körperflüssigkeiten
  • galenische Übungen
  • Übungen zur Drogenkunde
  • Apothekenpraxis einschließlich EDV

Im sechsmonatigen Praktikum bearbeiten die Auszubildenden unter der Aufsicht eines Apothekers beispielsweise ärztliche Verschreibungen, beraten Kunden, prüfen Arzneimittel, stellen diese her und erhalten Einblicke in die Preisberechnung sowie apothekenrelevante Rechtsthemen.  

Während dieser Zeit fertigen die angehenden PTA eine schriftliche Arbeit, das sogenannte Tagebuch, an.

Wie wird die PTA-Ausbildung abgeschlossen?

Die Ausbildung zum/zur PTA endet mit einem zweiteiligen staatlichen Examen: Nach der zweijährigen Berufsfachschulzeit legen die Schüler schriftliche und mündliche Prüfungen in diversen Unterrichtsfächern und eine praktische Prüfung mit galenischen und chemisch-pharmazeutischen Übungen sowie Übungen zur Drogenkunde ab.  

Nach dem Praxishalbjahr in der Apotheke folgt eine weitere mündliche Prüfung mit Schwerpunkt Apothekenpraxis. Haben die Auszubildenden auch diese gemeistert, so dürfen sie sich fortan pharmazeutisch-technische Assistenten nennen. Quellen:
https://www.medi-karriere.de/medizinische-berufe/pharmazeutisch-technischer-assistent/
https://www.bvpta.de/ausbildung/informationen-zur-pta-ausbildung/
https://www.abda.de/apotheke-in-deutschland/berufsbilder/pta/
https://www.das-pta-magazin.de/pta-beruf/pta-schulen/pta-schulen-im-ueberblick-3135502.html
 

Zurück