Informationen zum Beruf
­Hier finden Sie Informationen zum PTA-Beruf, den Verdienstaussichten sowie zum Ablauf und Aufbau der Berufsausbildung.
Titelbild: IMAGO / Westend61
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Der Beruf PTA – was machen pharmazeutisch-technische Assistenten?

PTA steht hinterm HV mit einem rosafarbenen Rezept in der Hand
PTA in der öffentlichen Apotheke übernehmen vielfältige Aufgaben. | Bilder: Schelbert / PTAheute

Pharmazeutisch-technischer Assistent – oder, mit einem Anteil von über 90 Prozent, weitaus häufiger: pharmazeutisch-technische Assistentin – ist ein Gesundheitsberuf.  

Die meisten PTA arbeiten in öffentlichen Apotheken und gehören dort zum sogenannten pharmazeutischen Personal, also zu den Berufsgruppen, die laut Apothekenbetriebsordnung pharmazeutische Tätigkeiten ausführen dürfen.  

Die Aufgabengebiete von PTA umfassen neben der Prüfung und Herstellung von Arzneimitteln vor allem den Verkauf und die Beratung am Handverkaufstisch (HV).  

Um die staatliche Erlaubnis zur Ausübung dieses Berufes zu erhalten, sind mindestens die Mittlere Reife sowie eine zweijährige Ausbildung an der Berufsfachschule und ein halbjähriges Anerkennungspraktikum nötig.  

Letzteres können Auszubildende auf Wunsch zwischen einer öffentlichen und einer Krankenhausapotheke hälftig aufteilen, um die möglichen Arbeitsbereiche ihres künftigen Berufes von Anfang kennenzulernen.

Gut zu wissen: pharmazeutisches vs. nichtpharmazeutisches Personal

Dem pharmazeutischen Personal – allen voran Apothekern, PTA, Pharmazeuten im Praktikum (PhiP) und PTA in Ausbildung – stehen als nichtpharmazeutisches Personal vor allem pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) und Angehörige der nicht mehr angebotenen Ausbildungsberufe Apothekenfacharbeiter (aus der ehemaligen DDR) und Apothekenhelfer gegenüber.

Nichtpharmazeutisches Personal darf keine Arzneimittel an Kunden abgeben oder dazu beraten.    

Was machen PTA im Apothekenalltag?

In der öffentlichen Apotheke ist das Tätigkeitsspektrum von PTA am breitesten gefächert. Die häufigsten Einsatzorte sind der Handverkaufstisch (HV), die Offizin und das Labor, wo PTA unter anderem die folgenden Aufgaben erledigen:

  • Aufklärung der Kunden über die richtige Anwendung von rezept- und nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln, Medizinprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika sowie Abgabe/Verkauf derselben
  • Beratung zu Produkten und Alternativen, Krankheiten und deren Prävention, Ernährung und Diäten  
  • Herstellung von Rezepturarzneimitteln
  • Aufbauen und Beobachten von chemischen oder mikrobiologischen Versuchsreihen
  • Warten von Prüfgeräten und Laboreinrichtungen

Häufig bilden sich PTA in bestimmten Beratungs- und Tätigkeitsfeldern weiter und übernehmen dann eigenständige Verantwortungsbereiche innerhalb der Apotheke. Einige Fort- und Weiterbildungen für PTA finden Sie hier.

Grundsätzlich gilt jedoch: Alle pharmazeutischen Tätigkeiten müssen „unter der Aufsicht“ beziehungsweise seit Inkrafttreten des PTA-Reformgesetzes im Jahr 2023 teilweise nur noch „unter der Verantwortung“ eines Apothekers stattfinden.  

Diese Einschränkung des Verantwortungsbereichs von PTA entspricht dem Grundsatz, dass allein der Apotheker – der ein Studium der Pharmazie abgeschlossen und ein einjähriges Praktikum absolviert hat – die Qualität und Sicherheit der Arzneimittel verantwortet.  

Welche Fähigkeiten sind für PTA wichtig?

Für die vielfältigen Aufgabenbereiche von PTA sind zahlreiche Kompetenzen nötig oder zumindest von Vorteil:

  • Ganz grundsätzlich sollten Apothekenmitarbeiter zuverlässig, gewissenhaft und ordnungsliebend sein.
  • Kommunikationsstärke hilft bei der Kundenberatung am HV, der Abstimmung mit dem Apotheker und der Zusammenarbeit mit Kollegen.
  • Ein gutes Gedächtnis ermöglicht das spontane Abrufen von Fachwissen aus Arzneibüchern, Stofflisten und Herstellungsvorschriften.
  • Geschicklichkeit ist bei der Herstellung und dem Abfüllen von Arzneimitteln unerlässlich.
  • Technisches Verständnis erleichtert die Gerätepflege in Offizin und Labor.  
  • Lernbereitschaft ist vonnöten, um mit neuen Entwicklungen am Arzneimittelmarkt oder in der Forschung mithalten zu können.
  • Kreativität kann helfen, wenn beispielsweise Ideen für Marketingmaßnahmen oder Verkaufshilfen beziehungsweise Produktpräsentationen gefragt sind.

Gut zu wissen: Weitere Tätigkeitsfelder für PTA

Neben der öffentlichen Apotheke können PTA u. a. auch arbeiten

Was verdienen PTA in der Apotheke?

In den meisten Fällen entsprechen die Gehälter für PTA in öffentlichen Apotheken den geltenden Tarifverträgen. Häufig liegen die Löhne sogar etwas darüber, d. h. der Arbeitgeber zahlt ein übertarifliches Gehalt.

Anspruch auf die tariflich festgesetzten Gehälter und die damit verbundenen Lohnerhöhungen haben Apothekenangestellte, wenn sie Mitglied der Gewerkschaft Adexa und der Apothekeninhaber Mitglied im Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA), der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter Nordrhein (TGL Nordrhein) oder dem Sächsischen Apothekerverband e. V. (SAV) ist. 

Gut zu wissen: Wer ist die Adexa?

Die Adexa ist die Hauptgewerkschaft für Apothekenbeschäftigte in Deutschland und damit das Gegenstück zu den drei apothekenrelevanten Arbeitgeberverbänden –  dem ADA, der TGL Nordrhein und dem SAV.

Als alleinige Tarifvertragspartei dieser drei Arbeitgebervertreter handelt die Adexa die Arbeitsbedingungen und Gehälter von Angestellten, Auszubildenden und Praktikanten in öffentlichen Apotheken aus. 

Darüber hinaus vertritt die Adexa ihre Mitglieder in der Berufspolitik und bietet Rechtsberatung an.

Die Bezahlung regeln dann der Gehaltstarifvertrag ADA beziehungsweise die Gehaltstarifverträge TLG Nordrhein oder SAV.  

Seit einer Anhebung der Tariflöhne zum 1. Januar 2026 verdienen PTA in Deutschland in etwa wie folgt:

1. und 2. Berufsjahr: 2.646 Euro
3. bis 5. Berufsjahr: 2.717 Euro
6. bis 8. Berufsjahr: 2.922 Euro
9. bis 14. Berufsjahr: 3.146 Euro
ab 15. Berufsjahr: 3.267 Euro

PTA-Praktikantinnen erhalten während ihrer sechsmonatigen Ausbildungszeit in öffentlichen Apotheken eine Vergütung von 876 Euro im Monat.

In der Tarifregion Nordrhein gelten geringfügig niedrigere Beträge. In Sachsen liegen die Löhne in den ersten Jahren etwas höher, allerdings ist nach dem sechsten Jahr keine Steigerung mehr vorgesehen. 

Welche Arbeits- und Urlaubszeiten haben PTA?

Seit einer Arbeitszeitverkürzung um eine Stunde im Jahr 2024 beträgt die regelmäßige Wochenarbeitszeit von PTA ausschließlich der Ruhepausen 39 Stunden.  

Fallen in die Woche ein oder mehrere gesetzliche Feiertage, so verkürzt sich die wöchentliche Arbeitszeit um die an den Feiertagen ausfallenden Arbeitsstunden.

Auch in Sachen Urlaubsanspruch war 2024 ein gutes Jahr für PTA: Seither beträgt der tariflich vorgegebene Jahresurlaub 35 statt der bisherigen 34 Tage. Zudem erhalten sie nun schon nach vier statt der bisherigen fünf Jahre ununterbrochener Betriebszugehörigkeit einen zusätzlichen freien Tag pro Jahr. Quellen:
https://www.adexa-online.de/tarife/tarifvertraege
https://www.pta-forum.de/pta-reformgesetz-was-genau-ist-wann-erlaubt-138869/
https://flexikon.doccheck.com/de/Pharmazeutisches_Personal
https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmazeutisch-technischer_Assistent
 

Weitere Informationen für PTA:

Hier finden Sie eine Liste von PTA-Schulen.

PTA können sich mit verschiedenen Studiengängen weiterentwickeln.

Hier gibt es Antworten auf arbeitsrechtliche Fragen.  

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