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Saunabesuch mit Diabetes – was ist wichtig?

Deutschland feiert jährlich am 24. September den Tag der Sauna. Das zeigt, wie beliebt das entspannende Schwitzbad bei uns ist. Rund 25 Millionen Deutsche lassen sich laut verschiedenen Umfragen und Studien regelmäßig einheizen – das sind viereinhalbmal so viele, wie es Finnen gibt.
Wer es richtig macht, profitiert von zahlreichen positiven Gesundheitseffekten:
- Stärkung des Immunsystems
- Wirkung gegen Hauttrockenheit und -verunreinigungen
- Stressreduktion
- unter Umständen Verminderung des Risikos für Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen
Wer Vorerkrankungen mitbringt, sollte allerdings zusätzlich zu den allgemeinen Anwendungstipps einige spezielle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, damit aus der wohltuenden keine belastende Freizeitaktivität wird.
Tipps für den Saunabesuch mit Diabetes
Wie alle Menschen mit Vorerkrankungen sollten Diabetiker ihren Arzt fragen, ob Saunabesuche in ihrer speziellen Situation sinnvoll sind. Ist dieser einverstanden, helfen die folgenden Regeln bei einem achtsamen Umgang mit der Schwitzkur:
- Nicht direkt vor dem Saunagang spritzen: Hitze fördert die Hautdurchblutung, weshalb gespritztes Insulin schneller ins Blut gelangt und eventuell Unterzucker auslöst.
- Vor und nach dem Saunagang Blutzucker messen: Hitzestress kann den Blutzucker beeinflussen. Der Arzt informiert, wie hoch die Werte vorher sein sollten.
- Insulinpumpen entfernen: Hitze kann den Insulinfluss verstärken und zu Unterzucker führen – oder im entgegengesetzten Fall das Insulin unwirksam machen.
- Sensoren ablegen: CGM-Sensoren vertragen die Hitze nicht, und FGM-Sensoren arbeiten bei Extremtemperaturen oft ungenau.
- Ausreichend trinken: Manche Saunabesucher verzichten zugunsten des optimalen Schwitzens beim Saunieren auf das Trinken. Diabetiker sollten das nicht tun, vor allem wenn der Blutzucker erhöht ist, denn dadurch geht zusätzlich Flüssigkeit über den Urin verloren.
- Tauchbecken und Schwalldusche meiden: Diabetiker haben oft Bluthochdruck oder Herzprobleme, sodass der durch den Kältereiz hochschnellende Blutdruck eine Gefahr darstellt. Daher lieber zuerst an der frischen Luft abkühlen und dann den Duschstrahl von Füßen und Armen langsam in Richtung Herz lenken.
- Bei etwaigen Nervenschäden von Hitzequellen fernhalten: Wer die Hitze des Saunaofens, Aufgussdampfs oder heißer Steine nicht mehr in vollem Umfang spürt, kann sich leicht verbrennen.
Unabhängig von Vorerkrankungen wird für einen Saunabesuch empfohlen, maximal drei Durchgänge von acht bis 15 Minuten zu absolvieren und zwischendurch eine Viertel- bis halbe Stunde zu ruhen.
Hier gibt es wichtige Hinweise zum Saunabesuch für Herzkranke.
Und hier für die Sauna nach dem Krafttraining. Quellen:
https://www.presseportal.de/pm/52678/6158129
https://www.apotheken-umschau.de/unsere-marken/diabetes-ratgeber/
https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/herz-und-kreislauf/wie-gesund-ist-ein-ein-sauna-besuch/
https://www.diabetesde.org/sauna-und-diabetes