Aktuelles

In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.

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Vergiftungsregister, Rossmann und Tariferhöhung für PTA

Bilder: Achim Wagner / shutterstock, romanets_v / AdobeStock, BfR; Montage: PTAheute

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:

Vitamin D3 Hevert Bioaktiv Öl

Hevert launcht ein neues Vitamin-D3-Bioaktiv-Öl. | Bild: Hevert

Hevert-Arzneimittel erweitert Mitte Februar sein Vitamin-D-Portfolio um Vitamin D3 Hevert Bioaktiv Öl. Jeder Tropfen liefert 500 I.E. Vitamin D3 und ermöglicht dank Pipette eine individuelle Dosierung. 

Das Vitamin D3 stammt aus Pinien-Phytosterolen und ist damit vegan. Pflanzliches MCT-Öl sorgt für Stabilität sowie gute Aufnahme; das Öl ist geruchs- und geschmacksneutral. 

Das Präparat wird in Deutschland hergestellt und ist apothekenexklusiv erhältlich. Quelle: PM Hevert 

Rossmann kündigt eigene Versandapotheke an

Bild: Achim Wagner / shutterstock

Nach dm plant nun auch Rossmann den Einstieg in den Apothekenmarkt. Gegenüber der Deutschen Apotheker Zeitung bestätigte das Unternehmen Berichte der Lebensmittel Zeitung, wonach eine Online-Apotheke vorbereitet wird. Geschäftsführer-Sprecher Raoul Roßmann kündigte an, das Projekt werde absehbar kommen und 2026 eine zentrale Rolle spielen.

Im Fokus steht der Aufbau der IT-Infrastruktur, Dreh- und Angelpunkt soll die Rossmann-App mit aktuell rund 11 Millionen Nutzerinnen und Nutzern sein. Anders als dm plant Rossmann den Versand der Arzneimittel aus den Niederlanden. Weitere Details nannte das Unternehmen bislang nicht. Quelle: daz.online 

Lieferengpass bei Luminal® (Phenobarbital) 200 mg/ml Injektionslösung 

Die Firma Desitin Arzneimittel GmbH informiert über einen aktuell bestehenden Lieferengpass des Arzneimittels Luminal® (Phenobarbital) 200 mg/ml, Injektionslösung. Die Produktion ist aufgrund eines Herstellertransfers derzeit unterbrochen. Die Firma rechnet mit einer Wiederverfügbarkeit voraussichtlich ab dem 25. Mai 2026.  

Zur Sicherstellung der Versorgung sollten patientenindividuelle Alternativen geprüft werden. Es besteht die Möglichkeit des Einzelimports gemäß § 73 Absatz 3 Arzneimittelgesetz (AMG). Derzeit prüfen die zuständigen Behörden kurzfristige Maßnahmen zur Abmilderung des Lieferengpasses. Quelle: AMK   

Widerruf und Richtigstellung 

Im Rahmen eines Beitrags vom 08.08.2025 haben wir berichtet, die Kammer Nordrhein sei erfolgreich gegen die Cannabis-Plattform CannaZen vor Gericht vorgegangen und CannaZen sei im Eilverfahren untersagt worden, PDF-Verschreibungen für Medizinalcannabis zu vermitteln, die nicht eigenhändig unterschrieben sind bzw. keine qualifizierte elektronische Signatur tragen. 

Diese Darstellung ist unzutreffend. Zwar war zunächst eine einstweilige Verfügung ergangen; das Verfahren wurde jedoch ohne Verurteilung von CannaZen beendet, nachdem die Kammer Nordrhein ihren Verbotsantrag auf den Widerspruch von CannaZen hin zurückgenommen hatte. Der zwischenzeitlich erlassene Beschluss war nicht rechtskräftig und wurde durch die Rücknahme gegenstandslos.

Neue Tarifgehälter zum 1.1.2026 

Es gibt mehr Gehalt für PTA. | Bild: romanets_v / AdobeStock

Im Geltungsbereich des Bundesrahmentarifvertrags sind die Tarifgehälter für Apothekenangestellte zum 1. Januar 2026 um 3,0 Prozent gestiegen. Ob sich das individuelle Gehalt automatisch erhöht, hängt davon ab, ob der Tarifvertrag für das jeweilige Arbeitsverhältnis gilt und wie das Gehalt im Arbeitsvertrag geregelt ist.

Besondere Aufmerksamkeit ist bei übertariflichen Gehältern sowie bei Minijobs nötig: Hier spielen die konkrete Vertragsformulierung und die seit Jahresbeginn auf 603 Euro angehobene Verdienstgrenze eine zentrale Rolle. Die Apothekengewerkschaft Adexa empfiehlt, Arbeitsverträge genau zu prüfen und Tariferhöhungen klar abzusichern.

Chargenrückruf Venlafaxin Hartkapseln  

Die Firma betapharm Arzneimittel GmbH ruft das Arzneimittel Venlafaxin beta retard 37,5 mg Hartkapseln, retardiert, 100 Stück (PZN: 01624599) mit der Charge 1500893 zurück. Grund dafür sind Reklamationen zu defekten Kapselhüllen.  

Apotheken werden gebeten, ihre Lagerbestände zu prüfen und betroffene Packungen mittels APG-Formular zurückzuschicken. Quelle: AMK  

Deutsches Vergiftungsregister geht an den Start 

Das BfR bietet nun das Deutsche Vergiftungsregister an. | Bild: BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat das Deutsche Vergiftungsregister offiziell in Betrieb genommen. Erstmals werden Vergiftungsfälle bundesweit zentral erfasst und ausgewertet, um Gesundheitsrisiken früher zu erkennen und schneller Gegenmaßnahmen einzuleiten. 

In das Register fließen Meldungen aus Giftinformationszentren, von Unfallversicherungsträgern und aus ärztlichen Mitteilungen ein. Ziel ist es, Vergiftungsgefahren systematisch zu analysieren, Trends sichtbar zu machen und perspektivisch ein bundesweites Frühwarnsystem zu etablieren. Quelle: BfR 

InfectoCillin® 300, 400 und 500 Saft: Änderung der Rezeptur  

Die Firma lnfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH informiert über Änderungen der Mengenangaben, Warnhinweise und Hilfsstoffzusammensetzung bei lnfectoCillin® (Phenoxymethylpenicillin) 300, 400 sowie 500 Saft.  

Aus der Rezepturänderung ergeben sich auch Veränderungen in Aussehen und Geschmack: Die Lösung ist fortan gelblich gefärbt sowie klar bis leicht trüb.  

Derzeit befindet sich laut Firma Ware beider Zusammensetzungen im Markt.  

Der AMK liegen Meldungen aus zwei Apotheken vor, in denen Packungen der neuen und alten Rezeptur abgegeben wurden. Beanstandet wurden unterschiedliche Mengenangaben sowie abweichende Farben der Lösungen. Aufgrund der dadurch entstandenen Verunsicherung kam es zu einer Therapieverzögerung, jedoch ohne gesundheitliche Folgen.  

Die AMK empfiehlt Apothekenmitarbeitern, Patienten beziehungsweise Erziehungsberechtigte angemessen zu informieren und Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit der Anwendung von InfectoCillin® Saft unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. Quelle: AMK  

ABDA informiert jetzt auch via WhatsApp

Aleksei - stock.adobe.com

Die ABDA will von nun an auch via WhatsApp über ihre Tätigkeiten informieren. Damit reagiere sie „auf den wachsenden Bedarf nach schnellen, zielgerichteten und niedrigschwelligen Informationsangeboten für die Apothekerschaft“, wie sie an diesem Montag mitteilte.

Der WhatsApp-Kanal sei eine Erweiterung zu den bereits bestehenden Informationsangeboten. Er ist kostenfrei und laut Standesvertretung DSGVO-konform. Informiert wird über Kampagnen, Stellungnahmen, Leitlinien und Handlungsempfehlungen, Newsroom-Artikel und Veranstaltungen. Quelle: PM ABDA 

Inkorrekter Einwaagekorrekturfaktor auf Gebinde von Glycerol

Die Firma Fagron GmbH & Co. KG informiert über die nicht korrekte Deklaration des Einwaagekorrekturfaktors auf den Gebinden des Rohstoffs Glycerol 85 % BiB, 5 L (PZN 04606863) der Charge 25G29-T01-123347.  

Der korrigierte Gehalt kann dem Informationsbrief entnommen werden. Die entsprechend korrigierten Analysenzertifikate können über die Website der Firma abgerufen werden. Die Qualität des Rohstoffs sei nicht beeinflusst, daher erfolgt laut Firma kein Rückruf.