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Leiden lindern – durch eine Fortbildung in Palliativpharmazie

Was das Fortbildungsangebot in Sachen Palliativpharmazie angeht, sind zurzeit vor allem die Apothekerkammer Schleswig-Holstein (AKSH) und die Bayerische Landesapothekerkammer (BLAK) aktiv. Beide organisieren mehrtägige Veranstaltungen, die dem Lehrplan der Bundesapothekerkammer und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. folgen.
Bei der BLAK handelt es sich um eine fünftägige Präsenzveranstaltung im April in München, die allerdings bereits ausgebucht ist; sämtliche Fortbildungstermine für das erste Halbjahr 2027 gibt es voraussichtlich ab Mitte Oktober auf der Website der Apothekerkammer.
Die nächste Möglichkeit, sich in der Betreuung von Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen weiterzubilden, ist eine sechstägige Online-Fortbildung via Zoom, die die Apothekerkammer Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Akademie des Palliativnetzes Travebogen in Lübeck anbietet.
Online-Fortbildung Palliativpharmazie
Im Gegensatz zur BLAK lässt die AKSH nicht nur approbierte Apotheker, sondern auch Pharmazeuten im Praktikum zur Fortbildung zu. Sie erstreckt sich über zwei Wochenenden im September und Oktober 2026. Interessierte können sich bis einschließlich 7. August 2026 unter www.aksh-service.de verbindlich anmelden.
Unter dem Motto „Der Apotheker als Teil des Palliative-Care-Teams“ behandelt die Fortbildung dessen Rolle als Ergänzung zu anderen Akteuren der Palliativarbeit wie Ärzte, Psychologen, Therapeuten, Pfleger oder Sozialarbeiter.
Die Inhalte werden von einem Fachapotheker für klinische Pharmazie und einer Palliativärztin vermittelt. Apotheker und Pharmazeuten im Praktikum, die danach noch drei Tage an einer Palliativeinrichtung hospitieren und eine Fallbeschreibung anfertigen, erhalten ein Fortbildungszertifikat der Apothekerkammer Schleswig-Holstein.
Apotheken übernehmen wichtige Rolle in der Palliativpharmazie
Der Grundgedanke hinter der Palliativpharmazie: Medikamente werden hier anders verwendet als bei einem kurativen Behandlungsansatz, und auch die Zielsetzung ist anders: Im Vordergrund steht die Symptomkontrolle zur Verbesserung oder zum Erhalt der Lebensqualität.
Außerdem haben niedergelassene Apotheker durch die in den letzten Jahren gestärkte ambulante Palliativversorgung zu Hause und in Pflegeeinrichtungen an Bedeutung für die Palliative Care gewonnen. Quellen:
https://www.aknr.de/files/downloads/weiterbildung/flyer_palliative_care_zertifikatfortbildung_2026_01.pdf
https://www.blak.de/fileadmin/Download_PDF/Fortbildung/Fortbildung-aktuell_2026/Fortbildung-aktuell_1._HJ_2026_Web-Seminare_und_Praesenzfortbildungen_fuer_Apotheker_und_PTA.pdf
Deutsche Schmerz- und Palliativtage 2026
Jedes Jahr im März finden die Deutschen Schmerz- und Palliativtage statt. Initiiert von der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. werden im Rahmen eines Kongresses aktuelle Therapien und Forschungen zum Thema Schmerz vorgestellt.
In diesem Jahr finden die Deutschen Schmerz- und Palliativtage vom 19. bis 21. März in Frankfurt statt. Das Motto lautet: „Stabilität in unsicheren Zeiten: Ambulant, teilstationär und stationär.“ Im Fokus stehen Rücken- und Gelenkschmerzen.
Auf PTAheute.de setzen wir an diesen Aktionstagen ebenfalls einen Schwerpunkt auf das Thema Schmerzen. So klären wir darüber auf, was Palliativtherapie eigentlich leistet, wie mit Schmerzmittelrückständen im Trinkwasser umzugehen ist, geben ein Forschungsupdate zur Schmerztherapie und machen auf die Red Flags in der Selbstmedikation aufmerksam. Außerdem frischen wir das Thema Dronabinol-Rezepturen auf und stellen die Fortbildung „PalliativCare“ vor.