In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.
Osteoporose, Tabakverbot & Neugeborene

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:
Neugeborenen-Screening wird erweitert
Ab Mitte Mai zählen zum Neugeborenen-Screening auch die Früherkennung eines Vitamin-B-12-Mangels sowie der Stoffwechselerkrankungen Homocystinurie, Propionazidämie und Methylmalonazidurie. Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte die Kinder-Richtlinie hierzu bereits im vergangenen Jahr angepasst, die Änderungen traten sukzessiv ab 1. Januar 2026 in Kraft.
Die Vergütung der Laboruntersuchungen für das erweiterte Neugeborenen-Screening wird in diesem Zuge auch erhöht, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung laut dem Deutschen Ärzteblatt mitgeteilt. Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/neugeborenen-screening-wird-erweitert-75bf11cc-3c9e-48bf-b854-f98d031bdef1
Chargenrückruf: Cisplatin Hikma 1 mg/ml Konzentrat
Die Hikma Pharma GmbH informiert über einen vorsorglichen Chargenrückruf von Cisplatin Hikma 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, 1x50 ml, Ch.-B.: AZ0108, PZN: 06470764 aufgrund von Problemen bei der Bördelung einzelner Durchstechflaschen.
Bestände der genannten Chargen dürfen nicht mehr abgegeben bzw. verwendet werden und sind gemäß Rückrufmodalitäten zu behandeln. Die Auslieferung der Ware erfolgte ab dem 11. Juni 2024.
Direktbezieher werden mit einem gesonderten Schreiben über die Rückgabemodalitäten informiert. Quelle: AMK
G-BA aktualisiert DMP Osteoporose
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Mitte April seine Anforderungen an das Disease-Management-Programm (DMP) für Versicherte mit Osteoporose umfassend aktualisiert. Künftig können sich Männer mit behandlungsbedürftiger Osteoporose bereits ab 50 Jahren für ein DMP einschreiben. Bislang war dies erst ab einem Alter von mindestens 60 Jahren möglich.
Weitere Anpassungen betreffen u. a. das Einschreibekriterium Frakturrisiko, die medikamentöse Therapie sowie Ergänzungen bei den koordinierenden Ärztinnen und Ärzten.
Wissenschaftliche Grundlage der Aktualisierungen war die turnusgemäße Auswertung von insgesamt 17 evidenzbasierten medizinischen Leitlinien zur Osteoporose durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Quelle: https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1326/
Femalac® D-Mannose + Lactobazillen mit optimierter Rezeptur

Die Apogepha Arzneimittel GmbH hat ihr Produkt überarbeitet. Nun bietet Femalac® neben D-Mannose und Lactobazillen auch die Mikronährstoffe Biotin, Zink, Selen und Vitamin D3.
Außerdem ist Femalac® nun in Sachets mit einem doppelkammer-System erhältlich. Dadurch sollen die Stabilität und Qualität der Lactobazillen garantiert sowie die Haltbarkeit verlängert werden. Erst beim Auflösen des Trinkpulvers vermischen sich die aktiven Lactobazillen mit den übrigen Zutaten.
Ein Sachet enthält 2 g D-Mannose und die Bakterienstämme Lacticaseibacillus rhamnosus HN001 sowie Lactobacillus reuteri LR92, jeweils in einer Dosierung von 1 Mrd. koloniebildender Einheiten.
Das Nahrungsergänzungsmittel soll u. a. einen Beitrag zum Erhalt normaler Schleimhäute wie der Blasen- und Vaginalschleimhaut. Femalac® D-Mannose + Lactobazillen ist exklusiv in Apotheken erhältlich. Quelle: PM Femalac
Chargenrückruf: Oxygesic Dispersa 5 mg, 10 mg und 20 mg Schmelztabletten
Die Orifarm GmbH ruft das Arzneimittel Oxygesic (Oxycodon) Dispersa 5 mg, 10 mg und 20 mg Schmelztabletten, 21 Stück, Ch.-B.: 266620, 268367, 268375, 269886, 270110, PZN: 17940434, 17940440 und 17940457) vorsorglich zurück.
Der Grund sind fehlende Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen auf den beigelegten Beipackzetteln.
Bezüglich der Gutschrift und Vernichtung betroffener Packungen sollen sich Apotheken an die Firma wenden oder die kostenfreie Telefonnummer 0800 7077 000 benutzen. Quelle: AMK
Vor-Ort-Apotheken belasten sinkende Absätze und Umsätze
Die neuesten Daten des Apothekenpanels von Insight Health bekräftigen die bereits erkannten negativen Trends, die die Vor-Ort-Apotheken belasten. Der kumulierte Rx-Absatz im laufenden Jahr war bis zum Ende der 14. Kalenderwoche 4,9 Prozent geringer als 2025.
Der Rx-Umsatz erreichte im Betrachtungszeitraum nur noch einen kleinen Zuwachs von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei die feiertagsbedingte Verzerrung in der 14. KW zu bedenken ist. Dieser Zuwachs sei laut Medienbericht nur durch mehr oder teurere Hochpreiser zu erklären.
Im OTC-Bereich sieht es gemäß der Zahlen deutlich schlechter aus. Im März waren OTC-Absatz und OTC-Umsatz der Vor-Ort-Apotheken in allen Wochen niedriger als im Vorjahr. Dies wird als Zeichen eines strukturellen Wandels interpretiert, bei dem die Vor-Ort-Apotheken Marktanteile im OTC-Geschäft an den Versand verlieren.
Ausführliche Daten und Analysen können Sie auf DAZ.online nachlesen.
Großbritannien beschließt Tabakverkaufsverbot
Ein Gesetz, das den Verkauf von Tabak verbietet, nahm am Dienstag die letzte Hürde im britischen Parlament. Nun braucht es nur noch die förmliche Zustimmung des Königs.
Das Gesetz sieht eine schrittweise Anhebung des Alters vor, ab dem Tabakprodukte legal gekauft werden dürfen. Wer nach dem 1. Januar 2009 geboren wurde, soll dadurch niemals die Möglichkeit haben, Zigaretten und ähnliche Produkte legal zu erwerben. Das Rauchen selbst wird allerdings nicht verboten.
Großbritannien ist damit das zweite Land, das ein solches Verbot beschlossen hat. Vorreiter waren die Malediven. Dort kann seit November 2025 niemand, der seit dem 1.1.2007 geboren ist, mehr legal Tabakprodukte kaufen. In Neuseeland war ein ähnliches Gesetz noch vor der vollen Umsetzung 2024 wieder gekippt worden. Quelle: dpa / mg
Brustkrebs-Früherkennung: G-BA berät über Absenkung der Altersgrenze
Aktuell haben Frauen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren Anspruch darauf, alle zwei Jahre zur Früherkennung von Brustkrebs eine Mammografie durchführen zu lassen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will im Oktober 2026 über die Absenkung der Altersgrenze auf 45 Jahre entscheiden.
Hintergrund für diese Überlegung ist die geänderte Brustkrebs-Früherkennungs-Verordnung des zuständigen Bundesministerium von Anfang März 2026. Damit wird aus strahlenschutzrechtlicher Sicht ein ausreichendes Nutzen-Schaden-Verhältnis in der Altersgruppe zwischen 45 und 49 Jahren anerkannt. Quelle: PM G-BA