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Hitzetote im Sommer 2026 auf Rekordniveau

Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet während der Sommermonate wöchentlich über die hitzebedingten Sterbefälle in Deutschland.
Am 24. September erschien der letzte „Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität“ für das Jahr 2026, der sämtliche Sterbezahlen und weitere Fakten für den Zeitraum von KW 15 (ab 6. April) bis KW 37 (bis 13. September) zusammenfasst.
Wie werden hitzebedingte Sterbefälle gezählt?
Manchmal, zum Beispiel beim Hitzschlag, führt die Hitzeeinwirkung unmittelbar zum Tod, während in den meisten Fällen die Kombination aus Hitzeexposition und bereits bestehenden Vorerkrankungen tödlich wirkt.
Daher wird Hitze auf dem Totenschein normalerweise nicht als die zugrunde liegende Todesursache angegeben. Stattdessen wendet das RKI statistische Methoden an, um das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle abzuschätzen.
Das Monitoring der hitzebedingten Mortalität erfolgt parallel zum Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes, und die Ergebnisse gehen in die Analyse des Hitzeeinflusses ein.
Hauptsächlich ältere Menschen vom Hitzetod betroffen
Mehr als drei Viertel der hitzebedingten Sterbefälle entfallen auf Menschen ab 75 Jahren. Insgesamt versterben absolut gesehen mehr Frauen als Männer im Zusammenhang mit Hitze. Dies lässt sich jedoch auf den hohen Frauenanteil in den älteren Altersgruppen zurückführen.
Insgesamt starben 2026 in Deutschland rund 16.000 Menschen an Hitze, das sind 19,3 pro 100.000 Einwohner. Rund 12.100 Menschen starben im Alter ab 75 Jahren, das entspricht 315,6 pro 100.000 Einwohnern. Rund 8.240 Hitzetote waren weiblich, etwa 7.780 männlich.
Die Zahl der Toten nimmt insgesamt – wie auch in den Gruppen der Frauen beziehungsweise Männer – mit der Altersgruppe stark zu: Rund 1.500 Tote waren unter 65 Jahre alt, etwa 2.440 zwischen 65 und 74 Jahre, circa 3.900 zwischen 75 und 84 Jahre und ungefähr 8.200 Personen über 85 Jahre.
Rekordhoch durch Hitzewellen
Laut RKI wird ab einer Wochenmitteltemperatur (Durchschnitt über die Tages- und Nachttemperaturen einer Woche) von etwa 20 Grad typischerweise ein hitzebedingter Anstieg der Gesamtmortalität sichtbar.
Dies zeigte sich auch 2026: Von den geschätzten 16.000 hitzebedingten Sterbefällen entfielen etwa 9.600 auf die besonders heiße KW 26 Ende Juni und etwa 4.200 auf die KW 31 bis 33, also Ende Juli bis Mitte August.
Im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren lag die hitzebedingte Mortalitätsrate 2026 um ein Vielfaches höher. Von 2016 bis 2025 überschritt die Zahl der Toten nur zweimal die Marke von 4.000 – ein Viertel der diesjährigen Zahl!
So gab es in den heißen Sommern 2018 und 2019 rund 9.000 beziehungsweise knapp 7.500 Hitzetote. Quelle:
- https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z/H/Hitze/Bericht_Hitzemortalitaet.html