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Viele Schüler leben ungesund

Ein Viertel der Schüler konsumiert mehrmals pro Woche Fastfood. | Bild: Rafael Ben-Ari / Adobe Stock

Stress: fast jeder zweite Schüler betroffen

Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlafprobleme – das sind typische Stressfolgen bei Schülern. Über Stress klagen immerhin 43 Prozent aller Schüler, wie der Präventionsradar 2017 der DAK-Gesundheit zeigt. Für diese Schulstudie wurden knapp 7.000 Schüler aus mehr als 400 Klassen der Jahrgangsstufen fünf bis zehn befragt. Mädchen fühlen sich häufiger gestresst als Jungen: Während jede zweite Schülerin sehr oft oder oft Stress hat, sind es bei den männlichen Schülern nur 37 Prozent. Sowohl Stress als auch die körperlichen Folgen nehmen mit den Schuljahren zu.

Energydrinks sind beliebt

Der Präventionsradar brachte eine weitere besorgniserregende Entwicklung zutage: der häufige Griff zu Energydrinks. Schon Kinder der fünften Klasse konsumieren teilweise diese Getränke. Besonders beliebt sind die koffeinhaltigen Wachmacher bei Jungen der Klassen neun und zehn: Jeder Fünfte von ihnen gab an, sie jede Woche oder öfter zu trinken. Energydrinks enthalten nicht nur viel Koffein, sondern sind auch stark gesüßt und mit einer großen Menge synthetischer Zusatzstoffe versehen. Der Präventionsradar zeigt: Schüler, die Energydrinks konsumieren, leiden häufig unter Stress (51 Prozent), schlafen schlechter (26 Prozent) und sind häufiger übergewichtig (17 Prozent).

Ungesunder Verzicht aufs Frühstück

Die aktuelle Schulstudie nahm auch die Ernährungsgewohnheiten der Schüler unter die Lupe. Viele von ihnen ernähren sich demnach schlecht. So isst nur rund die Hälfte der Schüler täglich Obst oder Gemüse. Ein Viertel konsumiert mehrmals pro Woche Fastfood. Schon in der fünften und sechsten Klasse verzichten 37 Prozent der Kinder auf das Frühstück. Dabei hat diese erste Mahlzeit am Tag einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Insbesondere vermindert regelmäßiges Frühstücken das Risiko für Übergewicht.

Erfahrungen mit Alkohol und Cannabis

Alkohol ist schon bei Kindern und Jugendlichen eine verbreitete Droge: Knapp 60 Prozent der befragten Schüler haben Erfahrungen mit Alkohol. Unter den Zehntklässlern hat mehr als jeder Zweite schon einmal bis zum Rausch getrunken. Cannabis ist nicht ganz so weit verbreitet: Insgesamt 13 Prozent der Befragten haben Cannabis bereits ausprobiert – bei den Zehntklässlern 29 Prozent.

DAK-Gesundheit: Schulfach Gesundheit ist notwendig

Nach Auffassung der DAK-Gesundheit zeigt der Präventionsradar großen Handlungsbedarf auf. Vor allem seien Programme gegen Schulstress und für bewusstere Ernährung notwendig. Außerdem sollte es in der Schule auch ein Fach „Gesundheit“ geben. Denn viele Schüler wüssten gar nicht, wie schädlich etwa Zucker und langes Sitzen seien. Quelle: DAK-Gesundheit