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Überblick: Welche Vorsorgeun­tersuchungen gibt es?

Termin für Vorsorgeuntersuchung im Kalender eingekreist
Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. | Bild: mapoli-photo / AdobeStock

Bei vielen Erkrankungen gilt: Je früher sie erkannt werden, umso besser lassen sie sich behandeln. Wenn es optimal läuft, lässt sich der Ausbruch einer Erkrankung sogar verhindern. 

Aus diesem Grund übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen. 

Auf dem Schirm haben viele Versicherte die präventiven Untersuchungen jedoch nicht – ein Tipp aus der Apotheke kann hier also helfen. Dabei betreffen die Vorsorgeuntersuchungen nicht nur Apothekenkundschaft in der zweiten Lebenshälfte, sondern auch Jüngere.

Der Gesundheits-Check ab 18 Jahren

Im Alter von 18 bis 34 Jahren können junge Versicherte einen einmaligen Gesundheits-Check in Anspruch nehmen. Ziel des Check-ups ist die Früherkennung häufiger Erkrankungen, wie etwa kardiovaskuläre Erkrankungen oder Diabetes. 

Der Arzt erfragt hierbei individuelle Risikofaktoren der Patienten (Erkrankungen in der Familie, Raucherstatus, Bewegungsmangel), führt eine körperliche und falls erforderlich eine Laboruntersuchung durch. Außerdem wird der Impfstatus überprüft.

Vorsorgeuntersuchungen für Frauen zwischen 20 und 35 Jahren

Ab einem Alter von 20 Jahren können Frauen eine jährliche gynäkologische Untersuchung zur Krebsfrüherkennung in Anspruch nehmen. Hierbei werden die Geschlechtsorgane untersucht und ein Gewebeabstrich (Pap-Abstrich) vom Gebärmutterhals durchgeführt.

Bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr haben sie zudem einmal im Jahr Anspruch auf eine Untersuchung auf eine Infektion mit Chlamydia trachomatis.

Ab einem Alter von 30 Jahren kommt für Frauen die jährliche Untersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung hinzu. Hierbei werden Brust und nahegelegene Lymphknoten (in der Achselhöhle) abgetastet und die Patientin in der Selbstuntersuchung der Brust geschult.

Ab 35 Jahren erweitert sich die gynäkologische Untersuchung zur Krebsfrüherkennung alle drei Jahre um einen Test auf Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV).

Vorsorgeuntersuchungen ab 35 Jahren

Ab einem Alter von 35 Jahren haben Versicherte alle drei Jahre einen Anspruch auf einen Gesundheits-Check. Wie auch schon bei dem einmaligen Gesundheits-Check ab 18 Jahren sind ein Anamnesegespräch und eine körperliche Untersuchung Teil des Vorsorgetermins. 

Hinzu kommen jetzt die standardmäßige Kontrolle von Blutfettwerten und Blutzucker sowie eine Urinuntersuchung.

Außerdem können die Versicherten alle zwei Jahre an einer Untersuchung zur Hautkrebsfrüherkennung teilnehmen.

Weiterhin kann ein einmaliges Screening auf Hepatitis B und C durchgeführt werden.

Ab 50: Darmkrebsfrüherkennung

Ab einem Alter von 50 Jahren greift das Darmkrebs-Früherkennungsprogramm. Frauen und Männer können dann alle zwei Jahre zwischen einem Test auf okkultes (nicht sichtbares) Blut im Stuhl oder zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren entscheiden.

Vorsorgeuntersuchungen für Männer ab 45 Jahren

Ab dem 45. Geburtstag können Männer einen jährlichen Termin zur Krebsfrüherkennung in Anspruch nehmen. Neben einem Anamnesegespräch werden hierbei die äußeren Geschlechtsorgane, die Prostata und die örtlichen Lymphknoten untersucht.

Männern ab 65 Jahren wird eine einmalige Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader angeboten, die der Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen dient.

Für Frauen ab 50 Jahren: Brustkrebsfrüherkennung

Frauen zwischen 50 und 75 werden alle zwei Jahre zum Mammographie-Screening eingeladen, bei dem eine Röntgen-Untersuchung der Brust vorgenommen wird.

Zahnärztliche Vorsorge altersunabhängig

Nicht vergessen werden sollten darüber hinaus regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt sowie nach den patientenindividuellen Vorerkrankungen und Risikofaktoren bei weiteren Ärzten (etwa in augenärztlichen Praxen). 

Für Schwangere kommen weitere Vorsorgeuntersuchungen hinzu. Zu guter Letzt sollte das Impfbuch regelmäßig kontrolliert werden – ein Service, den auch Apotheken anbieten können.