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Gut schlafen auf Reisen

Viele Urlauber kennen es: Sie haben sich seit Wochen auf eine Auszeit gefreut, vielleicht zuvor ein bisschen mehr gearbeitet, um auf der Reise nicht über Unerledigtes nachdenken zu müssen, und sich womöglich wieder mehr als nötig mit den Reisevorbereitungen gestresst.
Nun geht es endlich los, man freut sich im wohlverdienten Urlaub aufs Ausruhen und Ausschlafen. Doch es gibt wieder das alte Problem: Das ungewohnte Zimmer, das zu harte oder zu weiche Bett oder die seltsam flachen Kopfkissen passen so gar nicht zu den eigenen Schlafgewohnheiten.
Was können Reisende tun, um ihren Schlaf im Urlaub zu verbessern, damit während der Auszeit die körperliche und seelische Erholung nicht zu kurz kommt? Obwohl sich die Schlafsituation in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen nur begrenzt beeinflussen lässt, gibt es doch einige Tipps zur Steigerung des Komforts.
Vor der Reise: Wie lässt sich die Schlafsituation im Urlaub beeinflussen?
Information ist alles: Dank des allgegenwärtigen Internets lassen sich zahlreiche Parameter einer Reise bereits vorab klären und beeinflussen:
Hotelbewertungen liefern beispielsweise häufig gezielte Informationen zur Ausstattung der Betten, da Hinweise zu Matratzen, Unterfederung oder Kopfkissen auf den offiziellen Websites der Unterkünfte oft fehlen.
Um weitere Informationen zu erlangen, lohnt sich zudem ein direkter Anruf im Hotel oder Gasthof. So können Reisende beispielsweise nachfragen, ob die Zimmer über Rollos oder nur Vorhänge verfügen, unterschiedliche Matratzenhärten angeboten werden oder – insbesondere für ältere Menschen – ob die Betten eine komfortable Höhe von mindestens 45 Zentimetern zum leichteren Aufstehen besitzen.
Wer auf ein bestimmtes Kissen angewiesen ist, z. B. ein spezielles Nackenstützkissen, sollte dieses am besten von zu Hause mitbringen. Ein vertrauter Gegenstand kann nicht nur den Schlafkomfort verbessern, sondern auch ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit vermitteln.
Mithilfe von Internetkarten wie bei Google Maps lässt sich außerdem bereits vorab herausfinden, ob eine Unterkunft beispielsweise an einer stark befahrenen Straße, einer großen Kreuzung oder in der Nähe potenzieller Lärmquellen wie Bauernhöfen, Zuchtbetrieben oder Industrieanlagen liegt. Im Zweifelsfall kann ein Zimmer zum Innenhof oder auf der Gebäuderückseite reserviert werden. Auch wenn die Aussicht möglicherweise weniger attraktiv ist, kann die Lage den Schlafkomfort deutlich verbessern.
Wie kann man während der Reise den Schlaf verbessern?
Auch wenn der Urlaub bereits begonnen hat, gibt es noch verschiedene Stellschrauben für einen guten Schlaf. Neben den allgemeinen Tipps sollte man sich im Urlaub an die neuen Gegebenheiten anpassen.
Ist die Umgebungstemperatur höher oder der Schlafraum kleiner als zu Hause, kann unter Umständen ein geöffnetes Fenster für besseren Schlaf sorgen – auch wenn zu Hause grundsätzlich mit geschlossenem Fenster geschlafen wird.
Falls von draußen mehr Licht in die Unterkunft hereinfällt als gewohnt, können Rollos oder eine Schlafmaske helfen. In warmen Urlaubsländern ist es zudem oft angenehmer, nur unter einem Baumwolllaken zu schlafen.
Im Urlaub sind nicht nur das Essen und das Wetter anders als zu Hause, sondern auch die Geräusche. Gegen zu viele akustische Reize helfen Ohropax, gegen zu wenige Klangdateien auf dem Smartphone.
Ein unbequemes Hotelbett muss ebenfalls nicht hingenommen werden: Das Hotel kann eventuell ein anderes Zimmer oder wenigstens eine härtere/weichere/neuere Matratze zur Verfügung stellen. Quellen:
- Aktion gesunder Rücken
- Vital.de